AUTO ZEITUNG Youngtimer Tour 2010
Ausfahrt in bunten Autos
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Youngtimer Tour 2010 |
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Viele bunte Autos bei der ersten Youngtimer Tour der AUTO ZEITUNG. Und jede Menge Spaß auf kurvigen Straßen und während der Wertungsprüfungen
Der Parkplatz hinter der Alten Tuchfabrik in Euskirchen am Rande der Eifel sieht an diesem Samstagmorgen so aus, als habe ein Schuljunge aus den 80ern seine Matchbox-, Siku- und Corgi-Autos fein säuberlich in seinem Spielzimmer aufgereiht: blauer VW K 70, brauner Toyota Crown, orangefarbener Apal-Buggy, davor ein gelber Lamborghini Jalpa, ein silberner VW-Porsche 914, ein roter Alfa Spider und ein weißer VW Golf GTI. Dabei haben wir den gelben Camaro, den Datsun 240 in Orange, den roten Commodore B oder den braunen VW Passat I noch gar nicht erwähnt. Ein wenig unwirklich sieht das aus, und wenn man etwas näher tritt, merkt man, dass sie echt sind, die vielen bunten Autos.
Doch der Reihe nach, denn diese Autos haben sich natürlich nicht zufällig an dem historischen Fabrikgebäude eingefunden. Die Idee, als Redaktion der AUTO ZEITUNG eine Rallye für junge Klassiker, neudeutsch Youngtimer genannt, zu veranstalten, gab es schon lange. Der endgültige Startschuss dagegen fiel erst im März. Also musste alles ganz schnell gehen, damit am 3. Juli um Punkt 10 Uhr vormittags das Auto mit der Startnummer 1 über die Rampe rollen konnte.
Hightech-Kontrolle
Tatkräftige Sponsoren wie VW, Aral, Fulda, GTÜ und ADAC Nordrhein unterstützten die Redaktion dabei. Volkswagen stellte alte und neue Autos zur Verfügung, die GTÜ besorgte die technische Abnahme, der ADAC Nordrhein stellte Streckenposten, und Fulda hatte das innovative Pressure Check-System mitgebracht. Dabei errechnet ein Computer quasi im Drüberfahren aus Gewicht, Aufstandsfläche und Druckverteilung im Reifen blitzschnell den Luftdruck. An unserem Auto stimmt er, viermal 2,5 zeigen die Leuchtziffern vor der Rampe an, die Fulda-Techniker winken uns weiter.
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Unser Auto ist ein gelber Lamborghini Jalpa, und am Volant im engen Cockpit sitzt die Lamborghini-Legende Valentino Balboni. Nach ihm haben sie ein Gallardo-Sondermodell benannt, und er ist schon vor 40 Jahren mit Miura- und Espada-Prototypen durch die Emilia gedonnert. „Am Vormittag fahre ich, am Nachmittag du, wenn du willst“, sagt die Legende in fast akzentfreiem Deutsch. Ich will. Also konzentriere ich mich aufs Roadbook.
Weil die Teilnehmer in Minutenabständen starten, ist der vor uns fahrende Datsun 240Z meines Kollegen Markus Bach und Nissan-Mann Heiner Prümper längst in Richtung Nürburgring entschwunden. Jede Menge Richtungsangaben, ab und zu eine Wertungsprüfung, kein Problem, sage ich Valentino. Ich kenne die Eifel zwar etwas besser als er, das Roadbook sehe ich jedoch auch zum ersten Mal. Er nickt und gibt Gas, wie Profis eben Gas geben: konzentriert, lässig, vorausschauend und nie mehr als einen Hauch schneller als erlaubt.
Bald kurven wir in einem Pulk bunter Autos über kleine Eifelsträßchen, die mir auch neu sind. Vor uns der gelbe BMW 3.0 CSL von Reinhard Fretschner und Jürgen Voigt, hinter uns der orangefarbene Skoda 110 R, an dessen Lenkrad ein weiterer Vollgas-Profi sitzt: der mehrfache Deutsche Rallyemeister Matthias Kahle, diesmal mit AUTO ZEITUNG-Redakteur Elmar Siepen als Beifahrer. Sein etatmäßiger Co-Pilot sitzt in einem weiteren Skoda: Peter Göbel dirigiert vom linken Sitz aus den weißen Skoda 130 R von Jens Herkommer.
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