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40 Jahre Range Rover

Ikone im Matsch

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Stilikone im Matsch: Der Range Rover wird 40 und im Herbst gibt es Nachwuchs, denn dann kommt der "Baby-Range". Gratulation!

Man könnte sagen, der Range Rover war das erste Crossover. Charles Spencer King hatte die Idee, die Eigenschaften einer Rover-Limousine und eines Land Rover zu kreuzen. Spencer verkörperte selbst diesen Mix. Der Chefingenieur der Pkw-Sparte von Rover war Neffe der Land Rover-Erfinder Spencer und Maurice Wilkens.

Bei Land Rover war man zunächst skeptisch. Die Jungs waren es seit 1948 gewohnt, robuste Geländewagen zu bauen. Zwei wesentliche Eigenschaften des Arbeitsgeräts und Expeditionsvehikels waren seine Robustheit und seine Geländegängigkeit. Weiter galten zwei Dinge als unumstößlich: Das Fahrwerk hatte aus Blattfedern konstruiert zu sein und der Innenraum musste eine Dusche mit dem Schlauch aushalten.

King wollte jedoch unbedingt ein Schraubenfederfahrwerk. Teppiche im Innenraum wären ebenfalls ganz nett, dachte sich das Team um den Chefentwickler. Als man sich Mitte der Sechziger an die Arbeit machte, hatte Rover zudem gerade eben einen Aluminium-Achtzylinder von Buick gekauft.

Der passte gut in diverse Rover-Modelle und war auch die erste Wahl für den Range Rover. Seine Robustheit sollte der eingewanderte V8 später auf einer etwas schwierigen Expedition beweisen: Nachdem ein Range Rover auf der Transamerica-Strecke von einem Floß gekippt und komplett untergetaucht war, legten die Techniker den Motor nach der Bergung wieder trocken. Er lief einwandfrei.

40 Jahre Range Rover: Neuer V8-Diesel und die "Autobiography Black Edition"

Motor und Fahrwerk standen also schon früh fest. Der Radstand sollte 100 inch betragen, zwölf Zoll mehr als beim kurzen Land Rover. Gedacht war der Range Rover für Kunden, die einen komfortablen Zugwagen benötigten oder in schweres Gelände wollten, ohne auf Fahrleistungen und Komfort einer Limousine zu verzichten.

Dass es diese Kunden gab, hatten die Verantwortlichen während einer Reise durch die USA erfahren. Einen komfortabel orientierten Geländewagen mit permanentem Allradantrieb und Schraubenfederfahrwerk gab es jedoch nirgends. Modelle wie Ford Bronco oder Jeep Wagoneer waren kräftig motorisiert und edel ausgestattet, hatten jedoch Blattfeder-Hinterachsen und zuschaltbaren Allradantrieb.

Der Vertrieb von Land Rover war skeptisch, wer einen recht teuren Land Rover kaufen sollte. „Spen“ King hatte die Antwort: „Höhere Armee-Offiziere, Bauunternehmer und Architekten, wohlhabende Landwirte und ähnliche Kunden.“

Das Design des ersten Range Rover, das heute als Ikone gilt, entstand übrigens aus rein praktischen Gründen. Die beiden Höcker auf der Motorhaube, die tiefe Gürtellinie und die schmalen Dachpfosten dienen der Übersichtlichkeit. Aus dem gleichen Grund sitzen die Passagiere ungewohnt nah an den Türen. Rover-Designchef David Bache beeinflusste vor allem die Form von Kühlergrill, Scheinwerfern und Heckleuchten. Auch die Gestaltungslinie an den Seiten entwarf der Designer von Rover SD1, P5 und P6.

Nach zehn Protoypen begann 1970 die Serienproduktion, der Range Rover kam zu den Kunden. Bis heute wurden in drei Generationen über eine halbe Million Exemplare gebaut. Einige davon gingen an den Adlige wie Queen Mum und Prinz Charles oder Prominente wie Johnny Cash, Madonna und Paul McCartney. Papst Johannes Paul II. diente ein umgebauter Range Rover Classic als Papamobil. Und natürlich fuhr der bekannteste Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes Range Rover – zuletzt steuerte Daniel Craig einen Range Rover Sport in „Ein Quantum Trost“.
Andreas Of