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Volvo S60/V60 - Die große Kaufberatung

Alle Ausstattungen und Preise

Etwas für besonders sportliche Piloten ist die Ausstattung R-Design (4500 Euro), die mit polierten Endrohren, speziellen 18-Zoll-Alu-Rädern, Polstern sowie diversen Emblemen und Applikationen nicht nur optisch was hermacht, sondern mit Sportfahrwerk samt Tieferlegung (15 mm) auch die Fahrdynamik optimiert. Für diese Version ist aber das empfehlenswerte Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern (Four CTechnologie, im Fahrdynamik-Paket für 1250 Euro) nicht verfügbar.

Ansonsten sind aber – in der Regel – alle Ausstattungen und Extras mit den verschiedenen Motorisierungen kombinierbar. So lässt sich selbst der sparsame Diesel DRIVe in der Basisversion mit dem kompletten Set der Assistenzsysteme vom Abstandsregelsystem bis zum Müdigkeitswarner aufrüsten. Dazu Ledersitze und 18-Zöller? Kein Problem! Sogar in der R-Design-Ausstattung ist der Spardiesel zu ordern. Umgekehrt lässt sich lediglich die Spitzenmotorisierung, der Sechszylinder-Benziner T6 mit 304 PS und Allradantrieb, nicht in der einfachsten Basisausstattung bestellen.

Womit wir schon mitten im Thema Motoren und Getriebe sind. Der kleine 1,6-Liter-Diesel im DRIVe mit jetzt 115 PS und manuellem Sechsgang-Getriebe ist in der Realität lange nicht so schlafmützig unterwegs, wie man vermuten könnte. Er ist zwar brummiger als seine fünfzylindrigen Kollegen, aber im normalen Alltag zwischen Schule, Büro und Supermarkt ausreichend munter. Dank Start-Stopp-Automatik, Bremsenergie-Rückgewinnung und serienmäßiger Leichtlaufreifen sind Verbräuche von unter fünf Litern keine Illusion. Nicht viel durstiger geben sich die beiden Fünfzylinderdiesel in D3 und D5. Sie klingen kultivierter und sind gerade auf langen Autobahnetappen ein steter Quell der Freude. In Verbindung mit der komfortablen Wandlerautomatik Geartronic (2100 Euro) steigt aber der Spritkonsum.

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Beim Thema Sparsamkeit können aber auch die Vierzylinder-Benziner in T3, T4 und T5 ein Wörtchen mitreden. Dank kleiner Hubräume, Direkteinspritzung, Turbo und variabler Ventilsteuerzeiten glänzen besonders die beiden kultivierten 1,6-Liter mit gutem Durchzug aus niedrigen Drehzahlen, gutem Ansprechverhalten und einer angenehmen Zurückhaltung beim Verbrauch. Sie sind, wie auch die Diesel in D3 und D5, in der Kombination mit der Sechsgang-Handschaltung ebenfalls mit einem Start-Stopp-System ausgestattet. Nur der D3 lässt sich seit September 2011 auch mit Automatik als Start-Stopper ordern.

Ein Exot auf dem deutschen Markt ist der T4 FlexiFuel, der auch BioEthanol E 85 verträgt. Der rentiert sich nur für Fahrer, die eine entsprechende Tankstelle in ihrer Nähe wissen. Übrigens: Für Februar 2012 hat Volvo eine weitere Verbrauchsoptimierung der Benziner und Diesel mit 1,6 Liter Hubraum angekündigt. Das 115-PS-Triebwerk gibt es dann auch mit Powershift-Doppelkupplungsgetriebe.

Wer sich über einen Liter mehr oder weniger keine Gedanken macht, wird am Sechszylinder gefallen finden. Der Benziner mit drei Liter Hubraum, Automatik und Allradantrieb ist die sportlichste Art, einen Volvo S60 oder Volvo V60 zu fahren. Dabei muss man sich nicht mit 304 PS begnügen: Volvo-Händler bieten zum Aufpreis von 1199 Euro eine Leistungsoptimierung auf 329 PS an, die vom schwedischen Tuner Polestar entwickelt wurde. Beim Diesel D5 gibt es einen Zuwachs von 215 auf 230 PS. Die neue Software kann auch bei älteren Fahrzeugen aufgespielt werden. Wichtig: Die Werksgarantie bleibt erhalten. Das gilt auch fürs sportliche Zubehör, das Tuner Heiko Sportiv als offizieller Volvo-Partner anbietet – das Angebot reicht von der Aluminium-Fußstütze über Alu-Räder bis zur kompletten Lederausstattung.
Klaus Uckrow

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