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Kaufberatung: BMW 3er im Mittelklasse-Test

Test-Ratgeber: Daten, Messwerte, Kauftipp

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Der 3er bleibt auch in der aktuellen Version seinem Image treu. Der Bayer setzt die sportlichen Akzente in der umkämpften Mittelklasse

Er gilt als schlank, sportlich und fahrdynamisch top. Großer Komfort und ein ansprechendes Raumangebot stehen erst in zweiter Linie zur Diskussion, wenn die Sprache auf einen 3er-BMW kommt. Tatsächlich bleibt sich die 1975 eingeführte Modellreihe auch in der aktuellen Version treu. Der E90, wie er intern genannt wird, vereint die dynamischen Tugenden allerdings vermehrt mit ausgesprochener Sparsamkeit. Das EfficientDynamics genannte Programm umfasst je nach Motorisierung neben Start-Stopp-Systemen, Schaltpunktanzeigen, bedarfsgesteuerten Nebenaggregaten, abkoppelbaren Klimakompressoren auch verschließbare Lamellen im Kühlergrill. Sowohl die Zweiliter-Benziner in 318i und 320i als auch die Vierzylinder-Turbodiesel gehören nicht nur zu den leistungsfähigsten Aggregaten in der Mittelklasse, sondern auch zu den sparsamsten.

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Selbst die Dreiliter-Reihensechszylinder – sie gelten als besonders laufruhig und harmonisch in der Leistungsentfaltung – überraschen mit verhältnismäßig niedrigen Verbräuchen. Und der 335i mit seinem 306 PS starken Turbo-Sechszylinder wird nicht zu Unrecht als „kleiner“ M3 bezeichnet – besonders in der Coupé-Variante. Mit guten Fahrleistungen und schnellen Rundenzeiten auf den Handlingkursen erobern die 3er regelmäßig hohe Punktzahlen in unseren Vergleichstests. Dabei sind heckangetriebenen Modelle denen mit optionalem Allrad mindestens ebenbürtig. Das zusätzliche Gewicht des Allradantriebs drückt auf die Dynamik. Einen heckgetriebenen BMW 3er mit deaktiviertem DSC (ESP) am Limit zu bewegen, fordert allerdings immer den Einsatz aller fünf Sinne.

Der vergleichsweise schlanke Karosseriekörper profitiert innen von einer klugen Raumausnutzung. Die gemessene Innenbreite kann sich auch gegenüber Kandidaten wie der Mercedes C-Klasse durchaus sehen lassen. Die seitlichen Dacheinzüge und auch die gebotene Kopffreiheit schränken das subjektiv empfundene Raumgefühl jedoch ein. Auch die breite Mittelkonsole trägt dazu bei. Die fahrerorientierte Ausrichtung des Cockpits gefällt, die gute Bedienbarkeit ebenfalls. Über das iDrive-System mit zentralem Dreh-Drückknopf in der Mittelkonsole lassen sich alle wichtigen Funktionen ansteuern – bis hin zur schnellen Wahl von Zielorten im Rahmen der beiden optionalen Navigationssysteme. Die teurere Lösung „Professional“ (3150 Euro) bietet mit dem 8,8 Zoll großen Bildschirm und einem Zwölf-Gigabyte-Musikspeicher den größten Komfort. Das Nachsehen hat der BMW 3er-Besitzer, wenn es um möglichst große Stauräume geht. Limousine und der Kombi namens Touring bieten hier weniger Volumen als die prominenten Mitstreiter in dieser Klasse wie zum Beispiel der Audi A4 oder gar der riesige VW Passat.