Portrait Alfa-Designchef Christopher Reitz
Von Turin inspiriert
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Auch beim Interieur wird jedes Detail lange vor der Produktionsentscheidung skizziert |
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Reitz wurde 2005 Director Fiat Stile und 2008 Style Director bei Alfa Romeo. Reitz ist ein Neffe von Ferdinand Piëch. "Der Onkel findet ganz gut, was ich hier mache", sagt der Alfa-Designchef |
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Erblich bedingt fährt der Enkel von Ferdinand "Ferry" Porsche einen Sportwagen aus Zuffenhausen. "Ich komme aus einer Autofamilie. Wir bauen Sportwagen." Gibt es eine schönere Erklärung für Autoleidenschaft? |
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Der Autor und Christopher Reitz beim Plaudern im Café Turin |
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Das Lenkrad des Alfa Romeo 8C wurde in allen Details in einer Skizze entworfen |
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Christopher Reitz mag Coupés: "Ein Coupé ist cooler als ein Cabrio." Doch außer Coupés wie dem 8C würde auch ein SUV gut zur Marke Alfa Romeo passen |
Designchef bei Alfa Romeo – das ist kein leichter Job. Christopher Reitz scheint wie gemacht dafür: Er liebt alles Schöne
Über Schönheit lässt sich streiten. Doch es gibt auch Objekte, die über jede Diskussion dieser Art erhaben sind. Niemand würde zum Beispiel auf die Idee kommen, einen Alfa Romeo 8C von 1938, einen Alfa Giulia GT aus den 70ern oder einen aktuellen Alfa 159 als hässlich zu bezeichnen. Jedenfalls gibt es so gut wie keinen Beauty-Wettbewerb für Autos, ob für Klassiker oder aktuelle Modelle, bei dem Alfa Romeo nicht irgendwo auf dem Podest landet. Wer dafür sorgen soll, dass die Marke auch in Zukunft so faszinierende Autos baut, steht also vor einer beachtlichen Herausforderung. Haben Alfa-Designer schlaflose Nächte?
Spannende Aufgabe
Christopher Reitz wirkt trotz seines Jobs ziemlich ausgeschlafen. Der Deutsch-Österreicher ist seit einem Jahr Chef des Centro Stile Alfa Romeo. Unter seiner Leitung entstehen die „bella macchine“, die schönen Autos der nächsten Jahre, vielleicht der nächsten Jahrzehnte. Von der Belastung, dem Druck ist zumindest äußerlich wenig zu spüren. Reitz wirkt unbeschwert, fröhlich und fast ein bisschen jungenhaft – jedenfalls jünger als die 41 Jahre, die man in seinem Lebenslauf findet. „Klar, die Arbeit für Alfa Romeo ist eine große Herausforderung! Aber auch eine interessante, eine spannende Aufgabe.“
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Christopher Reitz lässt seinen Blick durchs Café Turin wandern, genießt die Atmosphäre des ältesten Kaffeehauses der Stadt. Zwischendurch ein Telefonat in fließendem Italienisch, ein Gespräch mit dem Kellner. Er arbeitet nicht nur in dieser Stadt, er lebt hier. „Turin ist pure Inspiration, überall gibt es Schönes. Und ich liebe schöne Dinge!“ Stilvolle Geschäfte, Mode, Schmuck, ästhetisch angerichtetes Essen, aber auch zum Beispiel Boote nutzt er als Quelle für Anregungen. Edle Materialien wie Hölzer und Stoffe lassen sich im Interieur eines Autos verwenden. „Und bei Booten sind die Proportionen meist sehr stimmig und elegant. Auch bei einem schönen Auto kommt es auf die Proportionen an.“



































































