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Alle VW-Konzernmodelle Teil 3: Seat und Skoda

Die günstigen Alternativen

VW will weltgrößter Autohersteller werden und plant eine Modelloffensive. Wir zeigen, welche Modelle es heute schon gibt. Teil 3 der Modellübersicht: Seat und Skoda

So langsam hat es sich herumgesprochen: Wer VW-Technik zu günstigeren Preisen will, kauft einen Skoda oder einen Seat. Speziell die tschechische VW-Tochter ist bekannt für ihre praktischen und preiswerten Autos. Vorbei ist auch die Zeit, als ein Skoda Felicia oder ein Seat Toledo mit der Technik des Golf II herumfuhr. Aktuelle Seat und Skoda bekommen mit wenigen Monaten Verzögerung die aktuellen TSI- und TDI-Motoren sowie DSG-Getriebe.

Den Fabia RS mit 180-PS-TSI und Siebengang-DSG hat Skoda sogar fast zeitgleich mit dem VW Polo GTI vorgestellt. Vermutlich wird der Tscheche jedoch etwas günstiger angeboten. Zudem gibt es ihn auch als Kombi. Ein anderes Beispiel: Der neue Skoda Superb Combi bietet die gleiche Technik wie der VW Passat Variant, jedoch mehr Platz. Und das zu einem günstigeren Preis.

VW grenzt sich dennoch ab. VW Tiguan und Skoda Yeti nutzen die gleiche Technik. Der Skoda ist jedoch deutlich kürzer und kommt bei konservativen Küfern wegen seiner Form weniger gut an als der VW. Und selbst falls der Yeti dem Tiguan Kunden abluchst: der Gewinn bleibt im Konzern.

Seat soll als südländische Marke Sport und Emotion bieten. Weil das nicht jeder weiß, sind die Verkaufszahlen eher mager. Das Werk in Martorell ist nur zu 60 Prozent ausgelastet, die Marke schreibt Verluste. Mit Hilfe von neuen Modellen soll in fünf Jahren ein gewinn in den Büchern stehen. Markenchef James Muir sagte dazu: „Das ist der letzte Versuch für die Marke.“

Gegründet wurde Seat am 8. Mai 1950 unter dem Regime des Generals Franco. Die „Sociedad Espanola de Automoviles de Turismo S.A. (Seat)“ stellte ab 1953 Fiat-Lizenzmodelle her. Banken und die Institucion Nacional Industria (INI) gehörten 93 Prozent der Anteile. Fiat hielt zunächst 7 Prozent und stockte den Anteil 1967 auf 37 Prozent auf.

Als sich die Italiener 1980 von Seat trennten, interessierte sich Volkswagen für das Unternehmen. Die Wolfsburger wollten an dem Wachstumsmarkt Spanien teilhaben und sahen günstige Fertigungsmöglichkeiten. Nach dem Abschluss des Kooperationsvertrages am 30. September 1982 konnte VW in Pamplona den Polo produzieren und Audi-Modelle zollfrei einführen. Außerdem profitierten VW und Audi von dem spanischen Vertriebsnetz mit rund 1000 Seat-Vertragshändlern. Seat fertigte in Lizenz den Passat/Santana, 1986 übernahm VW erste 51, dann 75 Prozent des Unternehmens.

Den 1895 von Vaclav Klement und Vaclav Laurin gegründeten Automobilhersteller Skoda übernahm VW nach dem Fall der Mauer. Am 28. März 1991 unterzeichneten Volkswagen und Skoda einen Kooperationsvertrag, am 16. April übernahm der Konzern 31 Prozent der Anteile. Am 30. Mai 2000 übernahm VW von der tschechischen Regierung alle Skoda-Aktien.
Andreas Of

Hier geht es zum ersten Teil: Alle Modelle von Audi
Hier geht es zum zweiten Teil: Die Schnellen und Edlen aus dem VW-Konzern
Hier geht es zum vierten Teil: Alle Volkswagen-Modelle

Die neueste Übernahme: VW kauft Italdesign