Fahrbericht: Toyota Prius Plug-in-Hybrid 2012

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Ab Oktober gibt es den Prius auch als Plug-in-Hybrid. Er lässt sich an einer Steckdose aufladen und soll 25 Kilometer rein elektrisch fahren

Auch wenn der Toyota Prius erst seit der Jahrtausendwende über unsere Straßen stromert, darf er doch längst als Hybrid-Klassiker bezeichnet werden. Mittlerweile in der dritten Generation, ist er mit knapp drei Millionen Fahrzeugen das meistverkaufte Hybridauto weltweit.

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Jetzt ergänzt Toyota das Angebot um ein weiteres Modell, das sich zusätzlich auch an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose aufladen lässt. Eine volle Ladung dauert etwa 90 Minuten – dann kann der Toyota Prius Plug-in-Hybrid mit seinem neuen Lithium-Ionen-Akku (4,4 kWh) im Heck ganze 25 Kilometer weit rein elektrisch fahren. Die theoretische Reichweite mit einer Tank- und Batteriefüllung steigt so auf beachtliche 1240 Kilometer. Eingefleischte Prius-Fahrer werden kaum einen Unterschied zum normalen Modell feststellen. Der Kofferraum ist mit 443 Litern genauso groß, und weil sich das Gesamtgewicht durch den schwereren Akku nur um 55 Kilogramm erhöhte, bleiben auch die Fahrleistungen annähernd identisch.

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Über den EV-Schalter (Electric Vehicle) kann der Fahrer das rein elektrische Fahren aktivieren und rollt so lautlos durchs Land – immerhin bis Tempo 85. Erst wenn der Akku leer ist oder das Gaspedal voll durchgetreten wird, springt der Benzinmotor an und übernimmt den Vortrieb. Das geschieht absolut geschmeidig und völlig ruckfrei über ein stufenloses Automatik-Getriebe. Das Plus an Akku-Kapazität hat aber seinen Preis: Kostet der normale Toyota Prius noch 26.500 Euro, zahlen Kunden für die Plug-in-Variante 36.200 Euro.
Markus Schönfeld

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