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Der neue Subaru XV 1.6 (2012) im Fahrbericht

Mit dem neuen XV will Subaru im Großstadtrevier wildern: Der Crossover soll der Konkurrenz von Nissan und Mitsubishi Kunden abjagen

Eckdaten
PS-kW114 PS (84 kW)
AntriebAllradantrieb, permanent, 5 Gang manuell
0-100 km/h13.10 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit179 km/h
Preis21.600,00 €

Ein Kombi in leicht rustikaler Optik mit erhöhter Sitzposition, aber den Fahreigenschaften eines Pkw: Solche Crossover-Modelle hat Allradspezialist Subaru mit Outback und Forester schon seit den 90er-Jahren im Programm. Trotzdem geht der aktuelle Boom an der Marke ein wenig vorbei. Nissan Qashqai und Mitsubishi ASX erreichen Top-Zulassungszahlen, während Subaru unter den Produktionsausfällen nach der Erdbebenkatastrophe gelitten hat. Jetzt melden sich die Japaner – Toyota ist Anteilseigner und Entwicklungspartner – mit dem neuen Subaru XV zurück. Das „X-Over-Vehicle“ soll nicht nur klassische Subaru-Kunden wie Jäger, Reiter oder Bergbewohner ansprechen, sondern auch im Großstadtrevier punkten.

DER ALLRADANTRIEB IST IMMER SERIENMÄSSIG
Das neu entwickelte Modell weist mit Allradantrieb und Boxermotoren alle traditionellen Subaru-Tugenden auf. Zur Auswahl stehen die bereits bekannten Zweiliter-Triebwerke als Benziner (150 PS) und Diesel (147 PS) sowie ein neuer Benziner mit 1,6 Liter Hubraum. Das Aggregat aus der neuen dritten Boxergeneration von Subaru leistet 114 PS und ersetzt die schwächeren Motoren mit 1,5 Liter Hubraum. Beim Subaru XV wird es wahlweise mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe samt zuschaltbarer Reduktion oder einem stufenlosen CVT-Getriebe (2100 Euro Aufpreis) kombiniert.

Der knapp 1,4 Tonnen schwere Japaner ist als Handschalter auch mit dem kleinen Boxer ausreichend motorisiert. Schon aus niedrigen Drehzahlen schnurrt der Motor munter los, im Stadtverkehr macht man im XV also keine schlechte Figur. Die Lenkung arbeitet genau, die Schaltung bereitet keine Mühen. Das Fahrwerk erscheint straff, aber nicht unkomfortabel. Das Kurvenverhalten ist leicht untersteuernd und unproblematisch, und dank des elektronisch geregelten Allradantriebs fährt sich der Subaru XV wie auf Schienen.

Wer regelmäßig lange Strecken absolviert, ist mit dem gut 2000 Euro teureren großen Benziner und besonders mit dem famosen Boxerdiesel für rund 5000 Euro mehr besser bedient. Die Benziner sind serienmäßig jeweils mit einem Start-Stopp-System ausgerüstet, was sich beim Norm-Verbrauch positiv auswirkt: Mit 6,5 Litern (VT-Automatik: 6,3 Liter) pro 100 Kilometer erreicht der 1,6-Liter-Boxer akzeptable Werte. Bei einer Tour über kleine Straßen der hügeligen Toskana zeigte der Bordcomputer allerdings realistische acht Liter an.

Allen drei Motor-Varianten gemeinsam ist ein gutes Raumangebot für bis zu fünf Insassen und ihr Gepäck. Die breiten, komfortablen Vordersitze aus dem größeren Legacy geben ausreichenden Seitenhalt, Bein- und Kopffreiheit im Fond sind gut. Die Verarbeitung wirkt souverän, die Subarutypische Leidenschaft für Mittelkonsolen aus Hartplastik ist aber noch erkennbar. Dafür zeigt sich die Ausstattung in der Basisversion Active relativ komplett: Klimaautomatik, Radio/CD, Zentralverriegelung gibt’s zum Einstiegspreis von günstigen 21.600 Euro. Die Konkurrenz bietet fürs gleiche Geld nur Fronttriebler.
Klaus Uckrow

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Subaru XV 1.6i

PS/KW 114/84

0-100 km/h in 13.10s

Allradantrieb, permanent, 5 Gang manuell

Spitze 179 km/h

Preis 21.600,00 €