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Fahrbericht: Skoda Rapid 1.2 TSI 2012

Skoda Rapid 1.2 TSI

Der neue Skoda Rapid bietet viel Platz und einen riesigen Kofferraum für wenig Geld – genau das Richtige für junge Familien

Eckdaten
PS-kW86 PS (63 kW)
AntriebVorderrad, 5 Gang manuell
0-100 km/hk.A.
Höchstgeschwindigkeit183 km/h
Preis13.990,00 €
Seit Jahren liegt Skoda im Trend, die tschechische Marke des VW-Konzerns löst ihren Slogan „simply clever“ mit preisgünstigen und geräumigen Familienautos ein – und wächst und wächst. Nach dem Stadtflitzer Citigo kommt jetzt mit dem Skoda Rapid ein Raumwunder für Familien und Sparfüchse, die gern mit Kind und Kegel unterwegs sind.

Bei einem Gepäckraumvolumen von 550 Litern kann man problemlos in den Urlaub fahren, ohne die Rückbank umlegen zu müssen. Doch auch das geht im Verhältnis 40:60 einwandfrei und steigert die Transportkapazität auf 1.490 Liter. Bis zu fünf Personen finden im Tschechen gute Platzverhältnisse und eine üppige Beinfreiheit vor.

Der Rapid, die inzwischen siebte Modellreihe von Skoda, wird zunächst mit sechs verschiedenen Motoren von 75 bis 122 PS angeboten – darunter vier Benziner und zwei Diesel. Als Einstieg dient der Dreizylinder 1.2 MPI mit 75 PS, der 1.4 TSI mit 122 PS und der 1.6 TDI mit 90 PS sind optional auch mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe erhältlich.

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Die Basis des Rapid bildet die PQ34-Plattform, die auch schon beim Golf IV zum Einsatz kam. Die Verbundlenker-Hinterachse stammt ebenfalls vom Golf IV und wurde in der Spur minimal verbreitert, vorn sind McPherson-Federbeine installiert. Die Grundabstimmung ist straff. Unser Testwagen, der mit Dunlop Sport Maxx auf 16-Zöllern bereift war, legte mit den Sportreifen einen kernigen Abrollkomfort bei langsamem Tempo an den Tag.

Mit zunehmender Geschwindigkeit wird der Fahrkomfort besser. Bei zügiger Fahrweise in Kombination mit Bodenwellen treten mitunter leichte Ausfederbewegungen auf und bringen Unruhe ins Fahrwerk. Auch der Geradeauslauf, sonst ohne Tadel, muss dann mit der präzisen elektro-hydraulischen Servolenkung korrigiert werden. Insgesamt wirkt das Fahrwerk zu hart gefedert und zu weich gedämpft.

Skoda will hier allerdings bis zur Markteinführung noch nachbessern. Dabei wird auch die Positionierung des Autos offenkundig: Der Skoda Rapid ist eher Familien-Transporter denn Familien-Sportler. Er ist ein angenehmes Auto fürs Dahingleiten und entspanntes Reisen, mit einem zufriedenstellenden Geräuschkomfort und tadellosen Sitzen, die etwas straff sind, aber eine gute Körperabstützung bieten. Die Verarbeitung ist angesichts des Preises sehr gut – alles passt, nichts wackelt, Fugen- und Spaltmaße gehen in Ordnung.

Und doch hätte es vielleicht etwas weniger Hartplastik sein können. Zwar sind die meisten Oberflächen genarbt, aber ein aufgeschäumtes Armaturenbrett sucht man vergebens. Die Bedienung wiederum ist vorbildlich einfach, alles erklärt sich von selbst, und die Übersichtlichkeit der Tasten und Schalter lässt keine Wünsche offen.

Der gefahrene 1.2 TSI mit 86 PS hängt gut am Gas und sorgt für ordentliche Fahrleistungen. Obenherum wird der Turbomotor etwas brummig, ansonsten gibt er sich kultiviert und sparsam. 5,1 Liter soll dieser Rapid auf 100 km laut EU-Verbrauch konsumieren. Auch in Sachen Sicherheit ist der Rapid auf der Höhe der Zeit.

Sechs Airbags, ein serienmäßiges ESP und Tagfahrlicht bilden die Basisausstattung. Selbstverständlich hat der Rapid auch wieder einige clevere Lösungen à la Skoda zu bieten. So ist ein Eiskratzer einfach innen in den Tankklappendeckel eingeschoben, eine Warnweste befindet sich unter dem Beifahrersitz, in der Seitentür gibt es einen Abfallbehälter, und auch ein Smartphone-Halter ist im Angebot.

Der Rapid, der zwischen Fabia und Octavia angesiedelt sein wird, empfiehlt sich als „Familienauto mit Solidität, Funktionalität und großem Raumangebot“, so Skoda-Vertriebschef Jürgen Stackmann. Dabei soll der Rapid weltweit die zweite Volumenstütze von Skoda werden. Über 900.000 Fahrzeuge möchte man jährlich an die Kunden bringen. Die Markteinführung in Deutschland erfolgt Mitte November.

„Mit dem Rapid setzen wir die größte Modelloffensive in unserer Unternehmensgeschichte fort, in den kommenden Jahren bringen wir durchschnittlich alle sechs Monate ein neues Modell auf den Markt“, unterstreicht der Skoda-Vorstandsvorsitzende Winfried Vahland die Bedeutung des Rapid. Eines steht jetzt schon fest: In Sachen Raumangebot macht dem Rapid in seiner Klasse so schnell keiner etwas vor. Und auch mit einem voraussichtlichen Einstiegspreis von 13.990 Euro möchte er unter den Familien-Limousinen der Platzhirsch sein.
Volker Koerdt

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Skoda Rapid 1.2 TSI im Fahrbericht

Skoda Rapid 1.2 TSI

PS/KW 86/63

0-100 km/h in k.A.

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 183 km/h

Preis 13.990,00 €