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Renault Mégane GT (2016): Fahrbericht

Der Mégane GT spielt GTI

Dank Allradlenkung jagt der neue Renault Mégane GT ab 2016 sogar den Klassenprimus GTI. Der 205 PS starke Kompaktsportler aus Frankreich vermittelt erstaunlich viel Fahrspaß.

Nicht nur optisch, auch unter der Haube lässt der neue Renault Mégane (2016) mehr Lust und Leidenschaft zu als die nüchternen Niedersachsen. Den Beleg dafür liefert gleich zum Marktstart der neue Renault Mégane GT, der mehr ist als eine sportliche Ausstattungsvariante und sich gezielt an sportliche Fahrer richtet. Angetrieben von einem 1,6-Liter mit 205 PS und 280 Newtonmeter gibt er den wilden Wirbelwind, der munter aufbrüllt, gierig am Asphalt nagt und kräftig ausschreitet. Ja, mit einem Sprintwert von 7,1 Sekunden ist er nicht so flott wie der GTI. Und 230 Sachen sind für den täglichen Kampf auf der linken Spur zu wenig. Außerdem scharrt er öfter mit den Hufen und kratzt nicht so sauber die Kurve. Und die elektronische Launch-Control ist ein schlechter Scherz, mit der man sich beim Ampelspurt schnell blamiert. Doch weil der Renault Mégane GT als erster Kompakter mit einer Allradlenkung an den Start geht, fühlt sich selbst das etwas schwächere Auto viel lebendiger an als ein GTI und macht mehr Lust auf die Kurvenhatz als der Wolfsburger.

Bildergalerie: So sportlich kommt der Renault Mégane GT

Mit dem Renault Mégane GT greift Frankreich den GTI an

Mit Perfektion ist dem Golf ohnehin nicht beizukommen und auch technisch ist der Bestseller nur schwer zu schlagen. Deshalb haben die Franzosen den Renault Mégane geschickt platziert: Er leistet sich in den "deutschen Disziplinen" keine großen Schwächen, setzt sonst aber auf seine eigenen Stärken und punktet so mit Eigenschaften, die den meisten Erfolgsmodellen fehlen: Charme und Gefühl. Doch die Franzosen wissen nicht nur um die Qualitäten ihres neuen Kompaktklasse-Herausforderers, sondern sind mehr denn je auch von seiner Qualität überzeugt. Folgerichtig haben sie die Garantie beim Mégane mal eben auf fünf Jahre verlängert und zeigen damit, dass sie sich auch bei der Langzeitqualität auf Augenhöhe mit den Deutschen sehen.

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Thomas Geiger