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Porsche Panamera Exclusive Series - Fahrbericht zur limitierten Luxus-Limousine

Zeit für das Besondere

570 PS stark und auf 100 Stück limitiert: 
Luxus auf höchstem Niveau bietet der Porsche Panamera Exclusive Series allemal - und Fahrfreude noch dazu

Porsche Panamera Exclusive SEries
Technische Daten

MotorV8-Biturbo, 4-Ventiler
Hubraum4.806 cm³
Leistung419 kW / 570 PS bei 6.000/min
Max. Drehmoment800 Nm bei 2.500/min
Getriebe7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
AntriebAllrad
L / B / H5.165 / 1.931 / 1.425 mm
Leergewicht2.080 kg
Fahrleistungen0-100 km/h in 3,9 s
Höchstgeschwindigkeit310 km/h
EU-Verbrauch10,5 l/100 km
Grundpreis249.877 €

Es gibt derzeit wohl nur wenige Fahrzeuge, die Sportlichkeit derart gekonnt mit Luxus verbinden wie der Porsche Panamera turbo S – gerade in der Executive genannten Langversion. Diese diente der Porsche Exclusive Manufaktur, der Abteilung des Sportwagenherstellers für besonders anspruchsvolle Kundenwünsche, als Basis für eine streng auf 100 Stück limitierte Sonderedition: den Panamera Exclusive Series.

Porsche Panamera Exclusive Series im Fahrbericht

Äußerlich ist das gute Stück anhand weniger wirkungsvoller Details erkennbar. Als da wären: ein 20-Zoll-Radsatz im Sport-Classic-Design, handgefertigte Plaketten in den vorderen Kotflügeln und natürlich die dezente Zweifarb-Metalliclackierung in Tiefschwarz und Maronenbraun, die von Hand auf jedes Fahrzeug aufgetragen wird. Gut zu wissen: Durch exakt definierte Segmente sei es laut Hersteller trotz des sanften Überganges des Farbverlaufs kein Problem, einzelne Stellen – beispielsweise nach einem Unfall – nachzulackieren.

Das Highlight des knapp 250.000 Euro teuren Panamera ist zweifelsohne der Innenraum, der die ganze Individualisierungskompetenz der Exclusive Manufaktur aufzeigt. Die extraweiche Lederausstattung im Farbton Agatha Maronenbraun, die sich über die vier weitreichend verstellbaren Einzelsitze, den unteren Teil der Armaturentafel sowie die Mittelkonsole erstreckt, stammt vom italienischen Traditionsbetrieb Poltrona Frau. Sie wurde speziell für dieses Fahrzeug entworfen. Eine Besonderheit der Lederausstattung neben den geprägten Porsche-Wappen auf den Kopfstützen: Die einzelnen Löcher der Perforation für die Sitzbelüftung greifen die Grundform des Markenemblems auf. Diese und weitere Feinheiten wie die belederten Lamellen der Luftausströmer oder die sanft in schwarz auslaufenden Holzleisten zeugen von der Detailverliebtheit, mit der die Entwickler bei der Komposition des Interieurs zu Werke gegangen sind.

Doch nicht nur die Materialqualität, sondern auch die Verarbeitungsgüte ist vom Allerfeinsten. Highend-Marken wie Bentley waren das erklärte Vorbild für die Innenraumgestaltung – ein Vergleich, den der limitierte Panamera keineswegs zu scheuen braucht.

Die Basisi: Porsche Panamera turbo S mit V8-Biturbo

Doch wie sieht es mit den Fahreigenschaften aus? Der 4,8 Liter große und 570 PS starke Biturbo-V8 liefert jederzeit eine mehr als souveräne Vorstellung ab. Dank des enorm hohen Drehmoments von bis zu 800 Newtonmetern, das bereits bei 2500 Umdrehungen komplett anliegt, ist der Vortrieb schon bei niedrigen Drehzahlen enorm. In 3,9 Sekunden sei der Standardsprint aus dem Stand auf 100 km/h erledigt, so die Werksangabe. Die 200-km/h-Grenze soll nach nur 13,2 Sekunden fallen. Erst bei 310 km/h endet der Vortrieb.

Noch imposanter als die längsdynamischen Fähigkeiten ist jedoch, wie der rund 5,17 Meter lange und immerhin 2080 Kilogramm schwere Luxusliner mit Kurven umgeht. Ohne zu murren durchpfeilt das serienmäßig mit adaptiven Dämpfern ausgerüstete Dickschiff alle Arten von Biegungen mit immens hohen Geschwindigkeiten. Selbst Wechselkurven stellen für den großen Porsche kein Hindernis dar. Ohne einen Anflug von Aufschaukelbewegungen meistert er selbst diese Herausforderungen bravourös. Die ultrapräzise Lenkung erleichtert das Treffen der Ideallinie maßgeblich. Dank des serienmäßigen Allradantriebs sind Traktionsverluste zu keinem Zeitpunkt ein Thema. Und falls dem Fahrer doch einmal die Straße auszugehen droht: Die belastbare KarbonKeramik-Bremsanlage ist in diesem Fall standardmäßig an Bord.  

Marcel Kühler