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Fahrbericht: Opel Astra 1.4 Turbo 2012

Gute Pflege

Fahrbericht Opel Astra 1.4 Turbo: Opel frischt seine Kompaktklasse mit neuen Assistenten und einer Stufenheckversion auf. Obendrein liefert der Turbobenziner jetzt mehr Dampf

Auch die vierte Astra-Generation (Baureihe J) ist ein echter Kundenliebling. Seit ihrer Markteinführung im Dezember 2009 haben die Rüsselsheimer allein in Deutschland gut 200.000 Modelle abgesetzt, weltweit sogar 700.000 Exemplare.

Und das, obwohl die gerade für den osteuropäischen Markt so wichtige Limousine noch gar nicht im Angebot stand. Die ist erst jetzt in Moskau präsentiert worden und ebenso wohlproportioniert wie der größere Insignia.

Doch auch bei den klassischen Modellen (Fünftürer, Dreitürer GTC und Kombi Sports Tourer) legt Opel nach und spendiert dem Bestseller eine frischere Optik, eine leicht überarbeitete Motorenpalette und moderne Assistenzsysteme.

Opel Astra: Frontkamera mit Auffahrwarner und Spurhalter

Wichtigstes Sicherheitsextra in der neuen Preisliste ist dabei die Frontkamera (700 Euro), die Verkehrszeichenscanner, Spurhalteassistent und Abstandswarner beinhaltet. Letzterer kann über einen neuen Knopf am Lenkrad aktiviert werden und zeigt den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug in Sekunden an.

Fährt man zu dicht auf, warnt ein Piepton vor der Kollision. Im nächsten Jahr soll das System um einen Notbremsassistenten erweitert werden, der selbstständig bremst und einen Unfall verhindern kann.

Auch vor Autos im toten Winkel werden Astra-Fahrer jetzt gewarnt – dank neuer Ultraschallsensoren in den Außenspiegeln. Und endlich bietet Opel für sein Kompaktmodell eine Rückfahrkamera an, die sich im Griff der Kofferraumklappe versteckt.

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Nach wie vor im Sortiment ist das exzellente FlexRide-Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern (980 Euro). Über die beiden Knöpfe "Tour“ und "Sport“ unter dem Zentraldisplay lassen sich so unterschiedliche Dämpferabstimmungen abrufen – entweder sanft und komfortabel oder sportlich-straff.

In jedem Fall sprechen Federn und Dämpfer sehr sensibel auf die verschiedensten Untergründe, Schlaglöcher und Querfugen an. Rappelig oder schaukelig geht es im Astra dabei nie zu. Auch die Lenkung mit dem etwas geschrumpften Lenkrad gefällt, obwohl sie für ambitionierte Fahrer etwas zu leichtgängig sein dürfte.

neu: BiTurbo-diesel und benziner mit overboost

Für rasante Vielfahrer und vor allem Flottenkunden bietet Opel im neuen Astra ab Ende des Jahres den aus dem Insignia bekannten Zweiliter-Biturbo-Diesel mit 195 PS an. Der schiebt ohne irgendeine Anfahrschwäche schon bei 1200 Umdrehungen kräftig an und entfaltet seine Leistung dabei erstaunlich unauffällig, aber sehr gleichmäßig.

Bei Privatkunden steht dagegen der 1,4 Liter große Turbobenziner mit 140 PS hoch im Kurs, den Opel jetzt auch als Autogas-Variante LPG offeriert (ab 20.890 Euro). Zudem haben die Rüsselsheimer dem Motor eine Overboost-Funktion gegönnt, die bei Vollgas zehn Prozent mehr Drehmoment zur Verfügung stellt(220 statt 200 Newtonmeter).

Den Unterschied merkt man beim Fahren nicht, weil der drehfreudige Vierzylinder ohnehin kräftig anpackt. Vor allem ab 3000 Touren lässt das Downsizing-Aggregat keinen Zweifel an seiner Potenz.

Astra 2012: Fast lautlos bei niedrigen Drehzahlen

Bei sportlichem, aber nicht aufdringlichem Sound bewegt sich die Drehzahlnadel munter auch gern über die 6000er-Markierung hinweg. Die Schaltung arbeitet dazu passend präzise und knackig. Wer es ruhiger angehen lässt, kann den Astra auch gemütlich und fast lautlos bei niedrigen Drehzahlen bewegen – und sich über niedrige Verbräuche freuen. Nach unserer ersten sportlichen Ausfahrt durch den Taunus standen 7,7 Liter als Durchschnittsverbrauch im Bordcomputer.

Allerdings waren wir auch mit der ecoFLEX-Version samt Start-Stopp-System,  Leichtlaufreifenund verbesserter Aerodynamik unterwegs. Die lässt sich Opel mit 355 Euro extra bezahlen. In der günstigsten Ausstattung Fun kostet der 140-PS-Astra mindestens 19.045 Euro.
Markus Schönfeld

>>Alle technischen Daten finden Sie auf der nächsten Seite