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Neuer Porsche 718 Cayman: Erste Fahrt

So fährt der neue Porsche Cayman

Der neue Porsche 718 Cayman hat abgespeckt, von sechs auf vier Zylinder. Dem Fahrspaß tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil. Das Facelift ist giftiger und bissiger denn je. Mit 51.623 Euro ist es auch das neue Preis-Einstiegsmodell in die Porsche-Welt.

Jetzt ist der neue Porsche 718 Cayman ist an der Reihe. Nachdem Porsche erst den Elfer und dann den Boxster auf die neue Motorengeneration umgestellt hat, ist jetzt auch der Cayman dran. Wenn die Schwaben von September an zu Preisen ab 51.623 Euro das überarbeitete Modell ausliefern, gibt es deshalb nicht nur ein nachgeschärftes Design und das Baureihenkürzel 718 vor dem Namen. Wie schon beim Roadster bleiben nun auch beim Coupé die Sechszylinder-Sauger auf der Strecke und machen Platz für Turbomotoren mit nur noch vier Zylindern. Für Theoretiker mag das nach einem Abstieg klingen, selbst wenn Porsche die Abrüstung mit 25 PS mehr Leistung und deutlich weniger Verbrauch schön redet. Doch wer zum ersten Mal – natürlich links – den Zündschlüssel dreht, erlebt den neuen 718 Cayman bissig und biestig wie nie zuvor. Die Klangfarbe hat sich ein bisschen geändert, aber die Leidenschaft bleibt. Und kaum senkt sich der rechte Fuß aufs Fahrpedal des neuen Porsche 718 Cayman, beginnt für das Reptil das große Fressen und es verschlingt den Asphalt mit einer Gier, die dem Fahrer ein breites Grinsen ins Gesicht treibt.

Bildergalerie: Der neue Porsche 718 Cayman

Porsche 718 Cayman im Video:

 

Der neue Porsche 718 Cayman – Giftig wie nie

Schon der 2,0 Liter kleine Vierzylinder im Basis-Cayman steht jetzt mit 300 PS und 380 Newtonmetern im Datenblatt, knackt die 100-km/h-Marke im besten Fall nach 4,7 Sekunden und erreicht 275 km/h. Und wer für gute 12.000 Euro Aufpreis auf den Cayman S mit dann immerhin schon 2,5 Litern Hubraum wechselt, entdeckt das Mittemotor-Coupé als den ehrlicheren Elfer. Das liegt zum einen an Eckwerten wie den 350 PS und den 420 Newtonmetern und an Fahrleistungen wie den 4,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h oder den 285 km/h bei Vollgas. Aber es liegt vor allem an der Leichtigkeit, mit der sich der Cayman S auf Linie halten lässt, wenn man am neuen Bediensatelliten im Lenkrad erst einmal die schärfste Stufe vorgewählt hat. Nicht umsonst bekommt der neue Porsche 718 Cayman die spürbar direktere Lenkung des 911 Turbo und ein Fahrwerk, das bei allem gebotenen Restkomfort an Bestimmtheit nichts vermissen lässt. Der Antritt ist dank des mit viel ingenieuser Detailliebe kunstvoll vorgeschärften Laders spontan und ohne Verzögerung, der Durchzug besser denn je und der dritte Gang beim Handschalter mit dem breiterem Drehmomentplateau fast eine Automatik, die zwischen 30 und 150 km/h eigentlich immer passt.

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Neuer Cayman mit fast allen Assistenz-Systemen des 911er

Wem Performance wichtiger ist als Prinzipien, der macht schnell seinen Frieden mit dem Vierzylinder-Turbo. So wie der neue Porsche 718 Cayman muss ein Sportwagen fahren, selbst wenn ihm zum Elfer am Ende eben doch ein paar Pferdestärken und ein paar km/h fehlen. Auf all den Rest kann man getrost verzichten. Aufs Prestige genauso wie auf den Platz im Fond, wo trotz der beiden Sitze doch niemand sitzen kann. Und was der Elfer an Assistenzen für den Alltag bietet, das haben die 718er jetzt fast auch alles – vor allem das neue Navi mit dem größeren Touchscreen, der einfacheren Menüführung und den besseren Online-Verbindungen. Obwohl der neue Porsche 718 Cayman mit diesem Paket zum vielleicht besten Sportwagen im Porsche-Programm aufsteigt, ist er künftig sogar der billigste. Denn der Aufschlag für das Update fällt diesmal deutlich geringer aus, so dass sich das Coupé genau wie beim Elfer erstmals unterhalb des Roadsters einsortiert und der Cayman jenseits von Macan &  Co zum neuen Einstiegsmodell wird.

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Thomas Geiger