Fahrbericht: Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D 4WD 2012

Neuer Glanz

Outlander Nummer drei soll die Diamanten im Mitsubishi-Logo aufpolieren – mehr Komfort und Sicherheit sowie weniger Verbrauch

Allrad-Kompetenz zeigte Mitsubishi bereits mit dem ersten vierradgetriebenen PX 33 von 1934. Nun schicken die Japaner den neuen Mitsubishi Outlander der dritten Generation ins Rennen, der ab September vom gegenwärtigen SUV-Boom profitieren soll. Mit 4,66 Metern entspricht das Mittelklasse-SUV in etwa der Größe des Vorgängers, doch unter dem Blech hielt der Fortschritt Einzug: Abstandsregeltempomat und Notbremsassistent sind jetzt auf Wunsch ebenso an Bord wie ein Spurhalteassistent.

Die neue, windschlüpfigere Karosserie wiegt 100 kg weniger als die des Vorgängers und soll trotzdem mehr passive Sicherheit bieten. Für den Antrieb sind entweder ein 2,0-Liter-Benziner oder ein 2,2-Liter-Diesel zuständig – beide leisten 150 PS. Der Benziner verfügt über ein Fünfgang-Schaltgetriebe oder eine stufenlose Automatik, der Diesel wird serienmäßig mit einem Sechsgang-Getriebe oder einer Sechsstufen-Automatik (Option) bestückt.

DURCHZUGSKRÄFTIG BEI NIEDRIGEN DREHZAHLEN
Wahlweise stehen für Benziner und Diesel Front- oder Allradantrieb zur Verfügung. Zusammen mit der Start-Stopp-Automatik (optional) soll der Outlander zum Knauserkönig werden. Ein serienmäßiger EcoMode-Schalter versetzt zum Beispiel die Klimaanlage in den Energiesparmodus und nimmt die Motorleistung etwas zurück. Zwar sind die Fahrzeuge noch nicht vollständig homologiert, doch Mitsubishi peilt für die fünfsitzige, frontgetriebene Dieselversion einen EU-Verbrauch von nur fünf Liter Diesel auf 100 Kilometern an.

Der neue Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D 4WD gefällt mit ordentlichem Raumangebot vorn wie hinten. Die Bedienung gibt keine Rätsel auf, doch für die Bedientaste des Bordcomputers hätte es einen besseren Platz als im Armaturenbrett gegeben. Der Sitzkomfort ließ auf unserer ersten Ausfahrt keine Schwächen erkennen. Positiv: Anders als beim Vorgänger bietet der neue Outlander endlich die axiale Einstellung des Lenkrads.

Der neue 2,2-Liter-Diesel entpuppt sich als laufruhiger Begleiter, der ohne spürbares Turboloch an die Arbeit geht. Ein maximales Drehmoment von 380 Nm zwischen 1500 und 2750 /min ermöglicht eine ebenso schaltfaule wie niedertourige Fahrweise. Oberhalb der 4000 /min-Marke wirkt der Nippon-Diesel allerdings zäh – der Aufenthalt in diesen Drehzahl-Regionen ist aber ohnehin eher unnötig.

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Deutlich verbessert wurde der Abrollkomfort, der sich in einem sensibleren Ansprechverhalten der Feder-Dämpfer-Elemente bemerkbar macht, und auch der angenehme Geräuschpegel sorgt für entspannteres Reisen. Kurviges Terrain erfordert dagegen große Lenkwinkel und viel Kurbelei. Zudem schiebt das MASC (ESP) engagierter Kurvenhatz relativ früh den elektronischen Riegel vor. Den Outlander gibt es als „Inform“, „Invite“ „Intense“ und „Instyle“ , die Preise stehen noch nicht fest. Sie dürften sich in etwa auf dem Niveau des Vorgängers bewegen. Für den frontgetriebenen Benziner wären somit ca. 25.000 Euro fällig, für den Allrad-Diesel etwa 33.000 Euro.
Elmar Siepen

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