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Mercedes C-Klasse Facelift im Fahrbericht

Mercedes C 350 BlueEFFICIENCY

Mag sich auch die Optik der Mercedes C-Klasse nach der Modellpflege nicht stark verändert haben – unter der Haut steckt ein ganz neues Auto

Eckdaten
PS-kW306 PS (225 kW)
AntriebHinterrad, 7-Stufen-Automatik
0-100 km/h6.00 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Preis46.529,00 €

Wer hätte vor 30 Jahren schon gedacht, dass mit der Einführung des kleinen, biederen 190er aus Stuttgart eine echte Erfolgsgeschichte beginnt? Seither hat Mercedes weltweit ganze 8,5 Millionen C-Klassen verkauft – allein die aktuelle Generation fand schon 1,25 Millionen Kunden. Die rollt seit März 2007 über die Straßen und hat sich zum volumenstärksten Modell im gesamten Daimler-Sortiment gemausert.

Bei der Überarbeitung war Mercedes daher zumindest optisch recht vorsichtig: Eine leicht veränderte Front mit größerem Kühler, markanterer Schürze und geschwungenen Scheinwerfern, dazu neue Lichtkanten und modifizierte Rückleuchten. Um die insgesamt 2000 Neuteile der Modellpflege zu erkennen, muss man schon etwas genauer hinsehen – oder besser in den Innenraum.

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ZEHN NEUE ASSISTENTEN
Dort fallen die komplett umgestaltete Instrumententafel, eine zentrale silberne Schalterleiste und der fest installierte Bildschirm in der Mitte auf. Auf dem knapp 18 Zentimeter großen Farbdisplay (Navi Comand Online: 3070 Euro) können jetzt während der Fahrt Informationen über das Wetter, Restaurants oder die Verkehrslage abgerufen werden. Und bei stehendem Auto bietet das System vollen Internetzugang. Die neueste Telematikgeneration ermöglicht es auch, zuvor bei Google-Maps festgelegte Routen ins Navigationssystem zu laden.

Technikfans dürfen sich zudem über eine lange Liste von elektronischen Sicherheitssystemen freuen. Insgesamt zehn neue Assistenten werden für die Mercedes C-Klasse angeboten: darunter Müdigkeitswarner, Toter-Winkel-Überwachung, Abstandsregeltempomat mit Notbremsfunktion, Fernlichtund Spurassistenten. Die meisten Helfer kosten extra – egal ob beim Einstiegsmodell C 180 mit 156 PS starkem Benziner für 32.695 Euro oder dem vorläufigen Topmodell C 350 mit 3,5 Liter großem V6 und 306 PS für 46.529 Euro. Letzteres durften wir auf einer ersten ausgedehnten Testfahrt unter die Lupe nehmen.

START-STOPP IST SERIE
Einmal auf den Multikontursitzen (512 Euro) Platz genommen, fühlt man sich sofort gut aufgehoben und von fein verarbeiteten Materialien umgeben. Der 350er ist serienmäßig mit der gerade aufgefrischten Siebengang-Automatik 7G-Tronic Plus und – wie alle anderen C-Klassen – mit Start-Stopp-System bestückt. Die Sparhilfe schaltet den Motor im Stand kaum spürbar ab und bringt ihn beim Lösen der Bremse blitzschnell wieder in Gang. Ohne große Mühe setzt der Sechszylinder die 1,6 Tonnen schwere Limousine in Schwung, die Drehzahlnadel muss dafür nicht einmal an der 2000er-Marke vorbei.

Bei normaler Fahrweise arbeitet der Antrieb flüsterleise, die Automatik sortiert die Gänge völlig unauffällig. Der C 350 ist wohl die lässigste aller C-Klassen, mit ihm geht es selbst bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn absolut gelassen zu. Dabei können Motor und Getriebe auch anders – bei Vollgas faucht der Kurzhuber ordentlich aus den zwei ovalen Endrohren und schiebt die Fuhre souverän bis auf Tempo 250. Trotz grundsätzlich straffer Abstimmung bleibt das Fahrwerk dabei komfortabel. Einzig härtere Querfugen mag die Federung nicht und lässt sie leicht störend in den Innenraum durch.

Bei unserer Ausfahrt kamen wir wegen einiger Vollgasmanöver zwar nicht ganz an die von Mercedes versprochenen sieben Liter je 100 Kilometer heran, erzielten aber mit knapp neun Litern im Bordcomputer einen für die gebotene Leistung respektablen Wert.
Markus Schönfeld

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mercedes C 350 BlueEFFICIENCY

PS/KW 306/225

0-100 km/h in 6.00s

Hinterrad, 7-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 46.529,00 €