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Fahrbericht: Mazda 6 Kombi 2.2 Skyactiv-D (2012)

Echt einladend

Fahrbericht: Die schicke Kombi-Version ist das leckere Tortenstück des neuen Mazda 6. Und der 175 PS starke Bi-Turbodiesel das Sahnehäubchen

Kombis, die stylisch daherkommen und mit vielen Talenten unserem flexiblen Lebensstil entsprechen, sind angesagter als klassische Limousinen.

Hier haben wir als Ableger des neuen Mazda 6 ein besonders feines Exemplar, das Sie ab 19. November bestellen und ab 2. Februar abholen können. Der 4,80 Meter lange Japaner sieht ziemlich hip aus und erweist sich bei näherer Bekanntschaft als moderner Alleskönner.

Seine Gäste finden hier ohne Federlesens viel Platz, hinten sitzt man bequemer und luftiger als in so manchen Oberklasse-Modellen, und sogar für die Füße gibt es in der zweiten Reihe gute Bewegungsfreiheit.

Hinter der hoch öffnenden Heckklappe wartet ein großer Kofferraum mit angenehm niedriger Ladekante auf großes Gepäck, die geteilten Rücksitzlehnen lassen sich mit einem Griff sowohl vom Innenraum als auch von hinten leicht umlegen.

MAzda 6: Der 175-PS-diesel zeigt viel Kraft und Kultur

Die entstehende Schräge stört kaum. Der Clou ist die Laderaumabdeckung, die beim Öffnen der Heckklappe automatisch mit nach oben schwingt und so den ganzen Laderaum freigibt. Sie lässt sich zudem fix demontieren und in einem Fach unterm Ladeboden verstauen.

Zusätzlich gibt es zwei stabile Ausklapphaken für volle Einkaufstüten. Auch die Bedienung gefällt, speziell der praktische Dreh-Drücksteller namens "Multi Commander“auf der Mittelkonsole, zumal daneben trotz einiger Direktwahltasten (Audio, Navi, Telefon, Setup) noch Platz für einen richtigen Handbremshebel ist.

Der Infotainment-Touchscreen (5,8 Zoll) liegt gut im Blick, könnte aber etwas größer sein – wir sind hier durch XL-Formate schon verwöhnt. Motorisch griffen wir zum Biturbo-Topdiesel, gut bekannt aus dem SUV CX-5 der Marke. Der drehfreudige und vorbildlich durchzugsstarke Vierzylinder hängt wirklich scharf am Gas – Überholvorgänge passieren locker aus dem Fußgelenk. Leise und kultiviert läuft der Vierzylinder außerdem.

Mazda postuliert einen Verbrauch von nur 4,6 Litern, und der Sprung zur Praxis ist nicht sehr hoch, denn der Bordcomputer zeigte uns bei zügiger Fahrweise 6,7 Liter.

Hier helfen der niedrige cW-Wert des Kombis von 0,28 und die Gewichtsabnahme von rund 100 Kilo im Vergleich zum Vorgänger. Auch die Fahrkünste dieses Kombis, dessen knackige Sechsgang-Schaltung (Automatik optional) an die des Roadster MX-5 erinnert, sind von der feinen Sorte.

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Er wieselt flink um die Ecken, dabei machen sich vor allem die direkte Lenkübersetzung (14,2) und die überarbeitete Mehrfachlenker-Hinterachse positiv bemerkbar. Im Übrigen stehen alle gängigen Hilfssysteme parat – unter anderem radargestützte Abstandsregelung, Fernlicht- und Spurwechselsowie City-Notbremsassistent.

Was stört: Das schneidige, coupéhafte Dach zwingt vorn beim Einsteigen zur Verbeugung (Autor: 1,93 Meter Größe), und die Sicht nach hinten ist durch die breite Säule und das kleine Fenster so schlecht wie bei der Konkurrenz. Fair, dass Limousine und Kombi mit 24.990 Euro in der Basis gleich teuer sind (145-PS-Benziner).

Der an die Komplett-Ausstattung gekoppelte 175-PS-Diesel kostet jedoch satte 35.090 Euro. Aber hier genügt auch der hubraumgleiche 150-PS-Diesel für 28.490 Euro. Mit dem ist man ebenfalls nicht untermotorisiert. 
Wolfgang Eschment


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