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Fahrbericht: Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WD 2012

Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WD

Den neuen Honda CR-V kennzeichnen viel Feinschliff im Detail und eine angenehme Unaufgeregtheit. Verkaufsstart ist Anfang November

Eckdaten
PS-kW150 PS (110 kW)
AntriebAllradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
0-100 km/h9.70 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit190 km/h
Preis29.700,00 €

Als Honda Mitte der 90er-Jahre den ersten CR-V auf den Markt brachte, war das Konkurrenzumfeld noch sehr übersichtlich. Mittlerweile ist der Wettbewerb härter geworden im Segment der kompakten SUV, das in Europa Jahr für Jahr wächst. Grund genug also für die Japaner, sich bei der Konzeption der mittlerweile vierten Honda CR-V-Generation besonders kräftig ins Zeug zu legen.

Beim sehr übersichtlichen Motorenangebot tat sich wenig, wenngleich die aus dem Vorgänger bekannten Triebwerke für mehr Kraftstoffökonomie in vielen Details überarbeitet wurden. Es bleibt beim Zweiliter-Benziner mit nun 155 PS und dem 2,2-Liter-Turbodiesel mit 150 PS. Neu ist hingegen, dass der durchzugsschwache, auf Drehzahl angewiesene Benziner auch als Frontantriebs-Variante erhältlich ist. Mit Preisen klar unter 27.000 Euro soll er Ein- und Umsteiger locken, während am anderen Ende der Preis-Skala zusätzliche Aussttatungsdetails wie eine elektrisch betätigte Heckklappe, Bi-Xenonscheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht oder ein Sicherheits-Paket mit Spurhalteassistent, Abstandsregeltempomat und Kollisionswarner stehen.

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Den Turbodiesel gibt es allerdings nur mit Allradantrieb, der die Hinterräder durch eine elektronische Steuerung nun erheblich schneller zuschalten soll als das bisherige wenig überzeugende System mit zwei Hydraulikpumpen. Wählen kann der Käufer nur zwischen einer manierlich arbeitenden Wandlerautomatik mit lediglich fünf Gängen und einem Sechsgang-Getriebe. Das lässt sich ohne nennenswerten Kraftaufwand bedienen und ist mit einer Start-Stopp-Automatik verbandelt.

DREHFREUDIGER DIESEL, GERINGE FAHRGERÄUSCHE

Unterwegs zeigt der Selbstzünder viele Diesel-Tugenden: Er tritt stämmig an, hängt gut am Gas und hat auch nichts gegen Drehzahlen jenseits der 4000er-Marke. Dabei lässt er erfreulich wenig von sich hören, denn der neue Honda CR-V soll dank einer Extraportion Schalldämmung um drei Dezibel leiser geworden sein als der Vorgänger – subjektiv entspräche das einer Halbierung der Fahrgeräusche.

Durch das komfortorientiert abgestimmte Fahrwerk und die etwas betulichen Reaktionen auf Lenkbefehle profiliert sich der CR-V weiterhin als unaufgeregtes SUV, das mit seinem guten Platzangebot auch hinten ein Freund der reiselustigen Familie werden will. Der für diese Klasse mit 589 bis 1669 Liter erwähnenswert große Kofferraum passt da bestens ins Bild. Langbeinige Mitfahrer im Fond könnten aber über den Sitzkomfort klagen. Denn um in der drei Zentimeter flacher geratenen Karosserie genügend Kopffreiheit zu realisieren, legte Honda die Rücksitzbank tiefer. Man sitzt also mit stärker angewinkelten Beinen als bisher und wenig Kontakt der Oberschenkel zum Sitzpolster.

Genaue Preise und Ausstattungsumfänge will Honda noch nicht verraten. Schon das Basismodell Comfort ist mit Zweizonen-Klimaautomatik, Tempomat, CD-Radio, Berganfahrassistent, Multifunktionslenkrad, elektrischen Fensterhebern, Funk-Zentralverriegelung und Alu-Rädern ansehnlich ausgestattet. Ein Schnäppchen war der Honda CR-V bisher nicht und wird es auch nicht werden: In der Grundausstattung dürfte der Diesel wie bisher knapp 30.000 Euro kosten.
Michael Harnischfeger

Inhaltsübersicht

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Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WD im Fahrbericht

Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WD

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.70s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 29.700,00 €