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Auto Fahrbericht Ferrari 599 GTO

Erster Fahrbericht: Ferrari 599 GTO mit 670 PS

Ferrari 599 GTO
Der Ferrari 599 GTO ist schlicht der schnellste Straßen-Ferrari aller Zeiten

Ferrari 599 GTO
Er ist schlicht der schnellste Straßen-Ferrari aller Zeiten

Er ist schlicht der schnellste Straßen-Ferrari aller Zeiten. Der 670 PS starke 599 GTO ist der vorläufige Endpunkt der Entwicklung

Eckdaten
PS-KW: 670 PS (493 kW)
Antrieb: Hinterrad, 6 Gang Automatik
0-100 km/h: 3.40 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 335 km/h
Preis: 320000 €

Raffaele De Simone betont: „Der GTO ist näher am 599 XX als an der Basisversion GTB.“ Der Ferrari-Testfahrer muss es wissen, er fuhr mit der 700 PS-Rennversion 599 XX gerade eine Rekordrunde (6.58,16 min) auf der Nürburgring-Nordschleife. Der neue GTO, limitiert auf 599 Stück, musste seine Feuertaufe jedoch auf der hauseigenen Rennstrecke in Fiorano bestehen. Allein der finale Bremsentest ging hier über zehn Runden. De Simone: „Ich bin gefahren wie mit dem Messer zwischen den Zähnen.“

ZIEL: WENIGER GEWICHT
Die Vorgabe für Bremsen-Spezialist Brembo war mörderisch. Zehn Runden Fiorano unter Volllast, das kann die optionale Karbonbremse für den 599 GTB nicht leisten. Ferrari verlangte aber auch eine Gewichtsreduktion. Ergebnis: Obwohl die GTO-Scheiben bei gleichem Durchmesser zwei Millimeter stärker sind, ist die gesamte Anlage drei Kilo leichter. Eine bessere Wärmeabfuhr an den Bremskolben, Beläge aus Keramik und ein zweistufi ges ABS steigern die Leistungsfähigkeit.

Genauso exklusiv sind die Reifen des GTO: Die Michelin Pilot Super Sport sind eine Kombination aus den alltagstauglichen Pilot Sport-Pneus und den für die Rennstrecke optimierten Pilot Sport Cup. 285er-Gummis (GTB: 245er) an der Vorderachse, 315er hinten – der GTO rollt auf großem Fuß. Zudem sind die Felgenbreiten auf 9,5 und 11,5 Zoll angewachsen. Auch das Fahrwerk hat es in sich: Federn mit steiferer Kennung, härtere und hohle Stabilisatoren, dazu adaptive Dämpfer (SCM 2) mit schnellerer Steuerung.

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Der GTO kommt dank ausgeklügelter Aerodynamik ohne feststehenden Heckfl ügel aus. Die gesamte Luftführung ähnelt jener des kompromisslosen 599 XX, besonders am Unterboden. 140 Kilo Abtrieb soll der GTO so bei Tempo 200 erzeugen (GTB: 70 kg). Eine halbseitige Abdeckung der vorderen Bremsscheiben optimiert gleichzeitig Aerodynamik und Kühlung. 100 Kilo Gewicht spart der GTO gegenüber der Basis GTB ein.

Das teilweise sehr dünne Karbonmaterial im Innenraum zeugt davon, allein die Karbon-Sitze sind 17 Kilo leichter. Der wertige Eindruck bleibt aber erhalten. Auf Landstraßen verwöhnt der GTO sogar mit einem gewissen Abrollkomfort, der den Extremvarianten anderer Hersteller fremd ist.

Auf der Rennstrecke verlangt der 599 GTO volle Konzentration, der Ritt am Rande der Haftgrenze ist ein Balanceakt. Per Drehregler (Manettino) am Lenkrad lassen sich die Parameter für alle fahrdynamischen Komponenten einstellen. Wer will, kann es auch ohne CST (ESP) versuchen, doch Ferrari empfi ehlt die „Race“-Einstellung mit aktiver Traktionskontrolle und ESP. Der 1,6 Tonnen-GTO wirkt enorm leichtfüßig und reagiert blitzartig auf Lenkbefehle.

Das sequenzielle F1-Getriebe schaltet in 60 Millisekunden hoch (runter: 120 ms). Längere Schaltpaddel erleichtern die Bedienung. Der V12-Motor mit optimierten Ansaugwegen und geringeren Reibungsverlusten leistet 670 statt 620 PS – und feiert jeden Gasbefehl mit einem infernalischen Auspuffröhren.

Ein aktiv gesteuertes Soundrohr leitet zudem den Ansaugklang ins Cockpit. Eine neue Anzeigeoption informiert über die Ausnutzung der Fahrdynamikreserven. Während der Fiorano-Rekordrunde in 1.24 Minuten von Raffaele De Simone war diese Anzeige wohl immer bei 100 Prozent. Holger Eckhardt

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Der Ferrari 599 GTO ist schlicht der schnellste Straßen-Ferrari aller Zeiten
Ferrari 599 GTO
PS/KW 670/493
0-100 km/h in 3.40s,
Hinterrad, 6 Gang Automatik
Spitze 335 km/h
Preis 320000 €
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