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Volkssport: Subaru BRZ im Test

Subaru BRZ

Ab 22. September geht das kompakte Coupé Subaru BRZ mit 200 PS starkem Boxermotor zu Preisen ab 29.000 Euro an den Start. Erster Test

Eckdaten
PS-kW200 PS (147 kW)
AntriebHinterrad; Sperrdifferential (opt.), 6 Gang manuell
0-100 km/h7.10 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit226 km/h
Preis29.000,00 €
Nicht alle Ehen werden im Himmel geschlossen – schon gar nicht in der Autoindustrie. Hier ist manche Allianz kläglich gescheitert. Auch zwischen Subaru und Toyota lief nicht alles knitterfrei. Seit 2008 hält der größte Autohersteller der Welt 16,5 Prozent an Subarus Mutterkonzern Fuji Heavy Industries (Busse, Lokomotiven, Flugzeuge).

Mit dem Toyota GT86 und dem Subaru BRZ ist jetzt das erste gemeinsame Projekt marktreif: Ein 2+2-Sitzer mit 200 PS starkem Boxermotor, der von Subaru federführend entwickelt und gebaut wird, aber auch Technik von Toyota wie das VSC (ESP) erhält. Die beiden japanischen Hersteller wollen damit an ihre jeweiligen Traditionen bezahlbarer Coupés anknüpfen. Mit einem Einstiegspreis von 29.000 Euro (Toyota 29.990 Euro) stimmen zumindest die finanziellen Eckdaten.

FLACH BAUENDER BOXER UND HINTERRADANTRIEB

Bis auf die Markenlogos und in einigen Details wie den serienmäßigen Bi-Xenon-Scheinwerfern, Grill und Nebelleuchten sind die Volkssportler fast identisch. Wobei beide Hersteller Kompromisse eingegangen sind: Der flach bauende Boxermotor ist ein typisches Markenzeichen von Subaru, dafür musste man auf den Allradantrieb verzichten.

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Der leichtere Hinterradantrieb tut dem Coupé aber gut: Mit 1.237 Kilo geriet das Auto nicht nur schlank – ein vergleichbarer VW Scirocco wiegt etwa 60 kg mehr –, sondern seine Fahrdynamik auch ausgesprochen spaßvoll. Mit im Sport-Modus entschärftem VSC zeigt der BRZ in beherzt angegangenen Kurven ein sanftes Übersteuern – dank niedriger Sitzposition auf guten Sportsitzen funktioniert das Popometer tadellos und hält den Fahrer jederzeit auf dem Laufenden.

Apropos Sitze: Zwei Passagiere fühlen sich im Subaru BRZ gut untergebracht. Das Cockpit mit großem Drehzahlmesser und die Bedienelemente sind auf den Fahrer zugeschnitten, Raumgefühl und Kopffreiheit können trotz kompakter Abmessungen überzeugen. Die eng geschnittene zweite Reihe sollte jedoch Jacken und Einkaufstaschen vorbehalten bleiben.

Die exakte Lenkung, die gut positionierte und knackige Schaltung sowie die sehr kräftigen Bremsen passen ebenfalls gut zum sportlichen Charakter des Subaru, dessen Fahrwerk übrigens genauso abgestimmt ist wie das des GT86. Über den Motor scheiden sich die Geister: Bis 4000 Touren reagiert er etwas schläfrig auf Beschleunigungsbefehle, bei höheren Drehzahlen geht er deutlich engagierter zu Werk – dann lässt übrigens auch ein Boxer-typischer Sound das Herz höher schlagen.

Aber selbst zwischen 4000 und 7600 /min, wenn der Begrenzer einsetzt, fehlt dem Saugmotor eine Leistungsexplosion, wie sie etwa Turbos bieten. Der Boxer entfaltet sich vielmehr gleichmäßig linear. Das gefällt oder gefällt nicht. Mit einer gemessenen Beschleunigung von 7,1 Sekunden bis Tempo 100 (Werksangabe: 7,6 s) darf man aber zufrieden sein. Der Testverbrauch von 9,7 Litern fällt hingegen etwas zu hoch aus.
Klaus Uckrow

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Subaru BRZ im Test

Subaru BRZ

PS/KW 200/147

0-100 km/h in 7.10s

Hinterrad; Sperrdifferential (opt.), 6 Gang manuell

Spitze 226 km/h

Preis 29.000,00 €