Auto Einzeltest Nissan Juke 1.6 DIG-T 2WD
Nissan Juke 1.6 DIG-T 2WD im Test
Nissan Juke 1.6 DIG-T 2WD
Aus AUTO ZEITUNG 16 / 2010
Nissan Juke 1.6 DIG-T 2WD
Mit seinem eigenständigen Design soll der Crossover an den Erfolg des Qashqai anknüpfen
Der neue Nissan Juke soll mit eigenständigem Design und bis zu 190 PS starken Motoren an den Erfolg des größeren Qashqai anknüpfen. Erster Test des Crossover
| Eckdaten | |
|---|---|
| PS-KW: | 190 PS (140 kW) |
| Antrieb: | Vorderrad, 6 Gang manuell |
| 0-100 km/h: | 7.30 Sekunden |
| Höchstgeschwindigkeit: | 215 km/h |
| Preis: | 21190 € |
Die spontanen Zurufe bei nahezu jedem Ampelstopp reichen von, „Ist der süß“, über „Lustiges Ding“ bis hin zu „Kerniger Typ“. Wobei kernig das Wesen des Nissan Juke wohl am besten beschreibt, denn der bullige Japaner hat es faustdick unterm Blech – zumindest in der Topmotorisierung. Dann presst der kleine Vierzylinder dank Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung 190 PS aus 1,6 Liter Hubraum auf die Straße – wahlweise mit Allradantrieb und stufenlosem Automatikgetriebe oder mit manuellem Sechsganggetriebe über die Vorderräder. Wir haben uns für die frontgetriebene Variante für den ersten Test entschieden. Sie ist nicht nur fast 3000 Euro günstiger, sondern vor allem gut 150 kg leichter. Und weniger Gewicht heißt mehr Fahrspaß.
Unser Testwagen steht gut im Futter. Zudem baut er erfreulich viel Traktion auf und sprintet so in nur 7,3 Sekunden auf Tempo 100 – 0,7 Sekunden unter der Werksangabe. Auch in den beiden oberen Gängen setzt der Juke kraftvoll zum Überholen an und hängt dabei so mache PS-starke Limousine ab. Der Testverbrauch hält sich in Anbetracht der Leistung mit 8,1 Litern auf 100 km im Rahmen.
Im Gegensatz zur allradgetrieben Variante, die über eine aufwändige Mehrfachlenkerlösung verfügt, führt der frontgetriebene Juke seine Hinterräder mit einer Verbundlenkerachse. In schnellen Wechselkurven unterstützt das Heck den Fahrer mit leichten Lastwechselreaktionen – vom ESP sauber reguliert und erfreulicherweise nicht schon im Ansatz unterdrückt. So wetzt der Japaner flott über kurvige Landstraßen und wuselt leichtfüßig durch den Großstadtdschungel. Je nach Geschmack kann der Fahrer seinen Juke dabei über das Nissan-Dynamik- Control-System im Normal-, Eco- oder Sportmodus bewegen. Die Programme verändern die Kennlinien von Motorabstimmung und Lenkkraftunterstützung.
Innen gefällt die Sitzposition hinter dem steil stehenden Lenkrad und dem gut zur Hand liegenden Schalthebel. Die sportlich geschnittenen Sitze bieten ausreichenden Halt und einen ordentlichen Einstellbereich. Erst im Fond des kleinen Crossover wird das Raumangebot knapp. Das abfallende Dach schränkt die Kopffreiheit ein, und die schmalen Türen erschweren den Einstieg. Dank langer Federwege bietet der Juke trotz sportlicher Grundausrichtung ausreichend Reserven auf schlechten Pisten. Einziger Wermutstropfen: Die nur mäßigen Bremswerte des von uns getesteten Vorserienmodells trüben den positiven Gesamteindruck.
Michael Godde















































