Test: Infiniti FX30d 2012

Neuer Versuch

Japanische Premium-Marken tun sich in Deutschland schwer. Dass das nicht nur am Image liegt, sondern auch am technischen Finish, beweist der geliftete Infinti FX30d

Das Crossover-SUV mit Dreiliter-V6 aus dem Renault/ Nissan-Regal sieht charaktervoll aus – darüber hinaus setzt Infiniti aber lediglich auf eine Ansammlung von Oberklasse-Ausstattungsdetails. Genau betrachtet lässt der nicht einmal besonders preisgünstige Infiniti FX30d dann zu viele Fragen unbeantwortet, um als smarte Alternative zu europäischen SUV à la BMW X6, Range Rover oder Porsche Cayenne zu gelten.

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Von den 238 PS ist wenig zu spüren, der FX30d braucht immer wieder die Kickdown-Peitsche, um einer gleichförmigen Cruiser-Fortbewegung zu entkommen. Wirklich komfortabel ist der Infiniti aber auch nicht: Bereits in der Normal-Position der Verstelldämpfung rollt er auf kurzen Fahrbahnschlägen sehr steifbeinig ab.

Die Lenkung ist dagegen zu rückmeldungsarm, und das Handling trotz mitlenkender Hinterachse bei niedrigen Tempi träge sowie auf kurvigen Landstraßen bestenfalls stoisch-neutral – als Sportler hat der Infiniti FX30d also auch schlechte Karten. Leichte Funktions- und Ergonomiemängel im ansonsten schicken, aber relativ engen Cockpit – etwa die Multimedia-Bedienung mit einer Mischung aus weit weg eingebautem Touchscreen und zu kleinen Tasten sowie der kleine Einstellbereich von Sitzen und Lenkung – zementieren unser kritisches Urteil.

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