Auto-Batterien leiden im Winter: Mit diesen Tipps verlängern Sie die Haltbarkeit Ein guter Start

17.12.2014

Wenn es kalt wird und das Auto etwas länger steht, machen Starterbatterien gerne mal schlapp. Das muss nicht sein, wenn Autofahrer dem Energiespender etwas Aufmerksamkeit und Pflege schenken.

Der Anlasser heult und orgelt. Schließlich klackt das Relais müde. Wenn die Starterbatterie leer ist, geht nichts mehr im Auto. Vor allem im Winter fällt so ein Akku gerne mal aus, denn mit zunehmender Kälte verliert der Energiespeicher an Kapazität. Vergangenes Jahr war bei einem Drittel der über vier Millionen Panneneinsätze des ADAC die Auto-Batterie Schuld am  streikenden Motor.

 

Auto-Batterien im Winter pflegen und auf Funktion testen

«Kein Bauteil im Auto verursacht mehr Pannen als die Batterie. Ältere und gestresste Akkus sind den Anforderungen der kalten Jahreszeit nicht mehr gewachsen und quittieren den Dienst», sagt Hans-Jürgen Götz von der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ). Nicht nur der aktuelle Ladezustand sei für die Leistungsfähigkeit entscheidend, ebenso wichtig sei ihre Speicherkapazität. So stehen bei minus zehn Grad Celsius noch 65 Prozent der eigentlichen Leistung zur Verfügung, bei minus 20 Grad sind es nur noch 50 Prozent.

Die GTÜ rät daher, auf einen funktionsfähigen und voll geladenen Stromspeicher zu achten. Die bequemste Art des Ladens ist eine längere Autobahnfahrt, auf der möglichst wenige Energiefresser den Strom abzapfen. Stadt- und Kurzstreckenfahrer frischen die Batterie ihres Autos am besten per Ladegerät aus dem Zubehörhandel oder Baumarkt auf. Empfehlenswerte Geräte kosten rund 100 Euro.

«Wenn das Fahrzeug eine längere Zeit steht und die Batterie somit nicht vom Generator geladen werden kann, sollte sie gelegentlich mit einem externen Ladegerät mit Spannung versorgt werden», sagt auch Werner Steber, Technik-Experte beim Deutschen Kraftfahrzeug Gewerbe (ZDK). Spätestens wenn der Motor beim Starten langsamer durchdreht oder nur mühsam ein Motorstart möglich ist, gehört die Batterie an die Steckdose. Vor allem bei älteren Batterien ist das sinnvoll.

Der Zustand der Batterie lässt sich übrigens ohne Motorstart prüfen. Dazu werden Plus- und Minus-Klemmen des Spannungsprüfers an den jeweiligen Polen angelegt. Im Display des Prüfers erscheint die tatsächliche Batteriespannung. Liegt diese unter zwölf Volt, ist sie zu schwach für einen Start. Mit einem speziellen Prüfer, einer Art Pipette, kann die Säuredichte bestimmt werden - allerdings nur bei Akkus mit aufschraubbarer Zellenkammer. Von der Säuredichte hängt der aktuelle Ladezustand wesentlich ab.

Zwar sind moderne Starterbatterien in der Regel wartungsfrei und lassen sich nicht öffnen. Der Füllstand der einzelnen Kammern wird aber meist durch eine Anzeige angegeben. Gegebenenfalls muss vor einem Ladevorgang - wo dies noch möglich ist - mit destilliertem Wasser nachgefüllt werden. Anderenfalls muss Ersatz her, der alte Akku kann dann gleich beim Neukauf entsorgt werden. Damit es nicht soweit kommt, ist es ratsam, die Zellen durch eine Zwischenladung regelmäßig aufzufrischen. Kriechströme verhindert man am besten durch
eingefettete Pole und fest sitzende Anschlussklemmen.

Zur Vorsorge zählt auch ein schonender Startvorgang. ZDK-Experte Steber empfiehlt dazu, vor dem Start unnötige Verbraucher wie Beleuchtung, Radio, Gebläse und Sitzheizung abzuschalten. Bei erfolglosen Startvorgängen ist es sinnvoll, nach spätestens zehn Sekunden abzubrechen, der Batterie Ruhe zu geben und den Vorgang nach einer halben Minute zu wiederholen.

Ist die Batterie zu schwach, zu alt und hält auch nach einem langen Laden über Nacht nicht die erforderliche Mindestspannung, ist sie kaputt. Dann hilft nur noch der Austausch. Denn eine entladene Batterie kann einfrieren und darf nicht fremd gestartet werden, sonst besteht Explosionsgefahr, warnt GTÜ-Experte Götz.

Bei einer neuen Batterie muss neben der korrekten Spannung, in der Regel zwölf Volt, auch die Kapazität stimmen. Die wird in Amperestunden (Ah) angegeben und findet sich auf einem Etikett auf der Batterie. Bei neueren Autobatterien kann die aufgedruckte ETN (European Type Number) hilfreich sein: Akkus mit gleicher ETN sind untereinander uneingeschränkt austauschbar. Auch die Abmessungen müssen natürlich identisch sein.

Große Unterschiede gibt es beim Preis. «Der Preis beinhaltet durchaus eine Aussage über die Qualität der Batterie, wobei die Qualität bei gleichen Daten in erster Linie die Lebensdauer der Batterie betrifft», sagt ZDK-Techniker Steber. Moderne Batterien namhafter Hersteller bieten eine doppelte Zyklenlebensdauer im Vergleich zu konventionellen Batterien - allerdings sind diese Batterien teurer.

Dazu zählen auch Batterien für Fahrzeuge mit Start-Stopp-Funktion. Bei modernen Autos mit viel Elektronik ist die Batterie eng mit der Bordelektronik verbunden. Marken-Hersteller haben dafür spezielle Produkte im Programm, die es meist nur in Werkstätten oder im Fachhandel zu kaufen gibt. Diese leisten viel und sind entsprechend technisch anspruchsvoll konzipiert. Diagnose, Speicherrücksetzung und die Neuanmeldung der Batterie in der Fahrzeugelektronik erweisen sich beim Wechsel als aufwendig. Bei diesen Autos sollte der Tausch besser durch eine Werkstatt vorgenommen werden.

AUTO ZEITUNG

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