Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Aufstieg aus der Mitte

Aufstieg aus der Mitte

Fahrkomfort

Sportlicher und agiler soll sie geworden sein, die neue C-Klasse. Doch keine Sorge: Ordert man den C 220 CDI mit dem Standardfahrwerk, das bereits selbsttätig anpassende Dämpfer umfasst, darf man sich eines geschmeidigen Federungs- und Abrollkomforts sicher sein. Zwar verarbeitet der BMW Querfugen und Kanaldeckel noch etwas gelassener, die C-Klasse trumpft dafür umso mehr auf, je gröber das Geläuf wird. Tiefe Bodenwellen und Schlaglöcher bringen den Mercedes weit weniger aus der Ruhe als die Konkurrenz. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man die Marterstrecke leer oder mit voller Beladung unter die Räder nimmt. Insgesamt unharmonischer fällt das Federungsverhalten der beiden straff abgestimmten Probanden aus dem VW-Konzern aus. Beiden mangelt es an Absorptionsvermögen auf feinen wie groben Unebenheiten, und auch die Abrollgeräuschdämmung lässt – beim Passat mehr noch als beim A4 – zu wünschen übrig. Bei voller Beladung sprechen die Federelemente des Audi zwar etwas feinfühliger an, die sehr straffe Grundtendenz bleibt aber erhalten. Zu den deutlich hörbaren Abrollgeräuschen gesellen sich bei Audi und VW noch die – vor allem in kaltem Zustand – kernigen Verbrennungsgeräusche des TDI-Motors. Besonders auf langen Strecken zeigt sich hier die Überlegenheit des Mercedes, der seine Insassen weder mit lauten Antriebs- noch mit nervigen Windgeräuschen belästigt. Das kann der BMW zwar ähnlich gut, sein Motor ist jedoch etwas deutlicher zu hören als der des Mercedes. Wer so manche Stunde auf der Autobahn verbringt, ist mit keinem der vier Probanden schlecht bedient, wobei Audi, BMW und VW mit aufpreispflichtigen Sport- beziehungsweise Komfortsitzen antreten. Die beste Seitenführung und eine ausgeprägte sowie besonders rückenfreundliche Lehnenkontur offerieren die Sessel von BMW und Audi, jedoch sind die 3er-Sitze recht schmal geschnitten. Weniger Seitenhalt gewähren die VW- und die Mercedes-Sitze, zudem fallen die Rückenlehnen in der C-Klasse etwas zu kurz aus. Die beste Passform hinten bietet die Audi-Rückbank, und auch im VW reist es sich recht bequem – nicht nur wegen des üppigen Platzangebots. BMW und Mercedes lassen es dagegen stark an Schenkelauflage vermissen. Dennoch fährt der Mercedes im Komfortkapitel mit 19 Punkten Abstand zum BMW den ersten Kapitelsieg ein.

FahrkomfortMax. PunkteBMW 320 dVW Passat 2.0 TDIAudi A4 2.0 TDIMercedes C 220 CDI
Sitzkomfort vorn150103102106100
Sitzkomfort hinten10062667062
Ergonomie150121121124123
Innengeräusche5027252433
Geräuscheindruck10078686882
Klimatisierung5033353739
Federung leer200142133135143
Federung beladen200140133137143
Kapitelbewertung1000706683701725
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Motor & Getriebe

Seinen Ruf als kultivierter Reisewagen untermauert der C 220 CDI mit seinem leisen, kultivierten 170-PS-Diesel, der seine Kraft sehr gleichmäßig entwickelt. Den mit 163 PS nominell schwächeren und etwas rauer laufenden BMW 320d erreicht er in den Fahrleistungen jedoch nicht ganz. Dafür lässt der Benz jedoch den ebenfalls 170 PS starken Audi hinter sich, dem es zudem an Laufkultur mangelt. Der mit identischem Triebwerk ausgerüstete VW geht zwar ähnlich ruppig zur Sache, der Passat sprintet dafür aber dem Rest des Feldes davon. Das hat er auch seinem automatisierten Doppelkupplungsgetriebe (DSG) zu verdanken, das sich schnell und ruckfrei sequenziell schalten lässt und zudem über einen komfortablen Automatikmodus verfügt. Lediglich beim starken Herunterbremsen verursacht das automatisch herunterschaltende DSG leichte Ruckbewegungen. Dennoch hat der VW mit seinem DSG der Konkurrenz einen entscheidenden Vorteil voraus. Denn bei BMW sind für ein konventionelles Automatikgetriebe 2160 und bei Mercedes 2178 Euro fällig. Für den Audi gibt es in Verbindung mit dem 170-PS-TDI erst gar keine Automatik-Option. Aber auch das konventionelle Schalten von Hand bereitet bei Audi, BMW und Mercedes keine Probleme. Während die Schalthebelführung der C-Klasse etwas klarer definiert sein könnte, brillieren der Audi und ganz besonders der BMW mit präziser schaltbaren Getrieben. Mit 7,4 Litern pro 100 km erobert sich der A4 2.0 TDI die Krone des Sparkönigs, dicht gefolgt vom BMW mit 7,6 Litern. Mercedes (8,4 Liter) und der VW (8,0 Liter) landen auf den Plätzen und ebnen dem ausgewogenen 320d damit den Weg zum Kapitelsieg.

Motor und getriebeMax. PunkteBMW 320 dVW Passat 2.0 TDIAudi A4 2.0 TDIMercedes C 220 CDI
Beschleunigung200149154142147
Elastizität0----
Höchstgeschwindigkeit20095909899
Getriebeabstufung10086858278
Kraftentfaltung5035373537
Laufkultur10067626269
Verbrauch250193188195183
Reichweite2515171915
Kapitelbewertung925640633633628
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

BMW 320 d

PS/KW 163/120

0-100 km/h in 8.60s

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 225 km/h

Preis 32.000,00 €

VW Passat 2.0 TDI

PS/KW 170/125

0-100 km/h in 8.10s

Frontantrieb, 6 Gang Direktschaltung

Spitze 220 km/h

Preis 30.596,00 €

Audi A4 2.0 TDI

PS/KW 170/125

0-100 km/h in 9.30s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 228 km/h

Preis 31.400,00 €

Mercedes C 220 CDI

PS/KW 170/125

0-100 km/h in 8.80s

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 229 km/h

Preis 34.212,00 €