Auffahrunfall: Wer auffährt, ist nicht automatisch schuld Wer auffährt, ist schuld

30.07.2014

Wer auffährt, ist schuld – Diese einprägsame Faustregel aus der Fahrschule gilt nicht immer. Auch bei einem Auffahrunfall ist die Schuldfrage nicht immer eindeutig, wie die Experten von der direct line erklären:

Zweifellos sollten sich Autofahrer auf den Straßen vorausschauend bewegen. Dazu gehört auch, einen Sicherheitsabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern einzuhalten, der es erlaubt, auf unvorhersehbare Ereignisse zu reagieren. Daraus ergab sich in der Rechtsprechung der sogenannte Anscheinsbeweis: Dieser legt im Schadenfall eine Missachtung des Sicherheitsabstandes oder schlichtweg Unachtsamkeit seitens des Auffahrenden nahe.

 

Auffahrunfall: Wer auffährt, ist nicht automatisch schuld

Richtig ist aber, dass die Schuld immer derjenige trägt, der vorsätzlich oder fahrlässig gegen die Verkehrsregeln verstoßen hat. So kann die Schuld auch beim Vordermann liegen, wenn dieser völlig unvermittelt und ohne Grund auf die Bremse steigt und dadurch einen Unfall verursacht. Das ändert sich nur dann, wenn die Ursache für das Bremsmanöver nachvollziehbar ist. Dies hängt allerdings immer von den Umständen des Einzelfalls ab. Daher ist es in einer solchen Situation besonders wichtig, Zeugen hinzuzuziehen.

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