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Auf einer Plattform

Auf einer Plattform

Mitsubishi Colt und smart forfour stellen zwei unterschiedliche Kleinwagenkonzepte dar. Beide basieren zwar auf der gleichen Technik, dennoch zeigen sich klare Unterschiede - und diese nicht nur in puncto Optik

Der Mitsubishi Colt trifft auf den smart forfour - zwei Stadtflitzer, wie sie von der Machart her nicht unterschiedlicher sein könnten: Der eine ist ein kurzer Van, der andere ein unkonventionell und auffällig gestylter Kleinwagen. So scheint es zumindest auf den ersten Blick. Doch es gibt Gemeinsamkeiten. Beide basieren auf der gleichen Plattform, werden von den gleichen Motoren angetrieben und laufen im niederländischen Born von der gleichen Produktionslinie vom Band. Der Grund: Der DaimlerChrysler-Konzern, der seit Herbst 2000 an der Pkw-Sparte von Mitsubishi Anteile hält, möchte mit der gemeinsamen Plattformstrategie der beiden Autos die hohen Entwicklungskosten minimieren. Doch trotz Verwandtschaft zeigen Mitsubishi Colt und smart forfour nicht nur in Sachen Optik Eigenständigkeit.

Karosserie

Große, stabile Bügelgriffe eröffnen den Weg ins Innere des smart. Das verspielte Interieur wirkt erfrischend, birgt aber auch funktionelle Nachteile. So lassen sich die eng skalierten Rundinstrumente nur schwer ablesen, die Schalter der elektrischen Fensterheber befinden sich tief zwischen den Vordersitzen platziert, und die Sonnenblenden erweisen sich schlichtweg als zu klein. Während der Abstand zur großen Windschutzscheibe den Insassen vorn ein gutes Raumgefühl vermittelt, kommt im schmaler geschnittenen Fond nur bedingt Freude auf. Hier schlägt die Stunde des Mitsubishi, der auf Grund seines breiteren Innenraums und vor allem dank des höheren Karosserieaufbaus ein deutliches Plus an Bewegungsfreiheit gewährt. Auch bei der Variabilität sticht der Colt den forfour aus. Die Rückbank - bei beiden in Längsrichtung verschiebbar - kann beim Japaner nicht nur komplett im Verhältnis 60 zu 40 umgeklappt, sondern mit wenigen Handgriffen ausgebaut werden. Das Ladevolumen beträgt 220 bis maximal 1070 Liter (smart: 202 bis 910 Liter). Zudem ist der Beifahrersitz des Colt für den Transport von sperrigem Ladegut um-klappbar, smart verlangt hierfür 195 Euro extra. Für weitere 120 Euro verwandelt sich der forfour vom herkömmlichen Vier- zum Fünfsitzer. Dafür ist die Sicherheitsausstattung mit ESP und einem Bremsassistenten nahezu komplett, nur Kopf-Airbags kosten 250 Euro extra. Will der Mitsubishi-Interessent seinen Colt auf dieses Niveau bringen, sind satte 800 Euro für das Sicherheits-Paket fällig. Zwar wirkt der smart in Sachen Verarbeitung solider, große Spaltmaße an Türen, Kotflügel und Hauben trüben jedoch den Gesamteindruck. Beim Mitsubishi zeugen unsauber eingepasste Kunststoffe sowie Knarzgeräusche ebenfalls von wenig Liebe zum Detail.

KarosserieMax. PunkteSmart Forfour 1.5Mitsubishi Colt 1.5
Raumangebot vorn1005763
Raumangebot hinten1003945
Übersichtlichkeit1005965
Bedienung/ Funktion1007983
Kofferraumvolumen1002732
Variabilität703855
Zuladung/ Anhängelast802022
Sicherheit1507460
Qualität/ Verarbeitung200127123
Kapitelbewertung1000520548
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Smart Forfour 1.5

PS/KW 109/80

0-100 km/h in 9.50s

Frontantrieb, 5 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 15.140,00 €

Mitsubishi Colt 1.5

PS/KW 109/80

0-100 km/h in 9.70s

Frontantrieb, 5 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 15.990,00 €