Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Auf allen Wegen

Auf allen Wegen

Mercedes bringt die zweite Auflage des ML auf den Markt. Von Grund auf neu, soll er die Messlatte auf ein neues Niveau legen

Seit 1997 gehört der Mercedes ML zu den erfolgreichsten Fahrzeugen auf dem stark umkämpften Markt der Offroader. In den letzten Jahren wurde die Konkurrenz jedoch immer stärker. Mit dem neuen ML will Mercedes verloren gegangenen Boden zurückerobern. Bei den Benzinern ist es vor allem der ML 350, der sich gegen BMW X5 3.0i, Porsche Cayenne und VW Touareg V6 behaupten muss. Unser Vergleichstest zeigt, ob der neue ML das Zeug zum Sieger hat.

Karosserie

Der Mercedes übertrumpft seine Konkurrenz mit schierer Größe. Das Raumgefühl, dass der Stuttgarter seinen Insassen bietet, ist beeindruckend. Sowohl auf den vorderen als auch auf den hinteren Plätzen genießen die Passagiere reichlich Bewegungsfreiheit. Sogar großgewachsene Fahrer haben noch eine gute Handbreit Luft zwischen Scheitel und Dachhimmel, selbst wenn der ML über ein Schiebedach verfügt. In den stark miteinander verwandten Modellen Touareg und Cayenne besteht ebenfalls kein Anlass zur Klage. Enger hingegen geht es im X5 zu. Insbesondere auf der Rückbank hocken die Mitreisenden näher beisammen. Zudem müssen sie dabei ihre Knie stärker anwinkeln, als es in VW und Porsche und erst recht im Mercedes vonnöten ist. Der Blick in den Kofferraum zeigt die gleiche Rangordnung. Mit über 2000 Liter Ladevolumen markiert der ML auch hier das Maß der Dinge. Porsche, VW und BMW reihen sich dahinter ein. Sowohl Sitzfläche und Rückenlehne der hinteren Sitzreihe lassen sich bei ML, Cayenne und Touareg geteilt umlegen. Dadurch entsteht eine ebene Ladefläche, im Gegensatz zum X5. Bei ihm klappt lediglich die Rückenlehne asymmetrisch geteilt nach vorn. Was nicht in den Wagen passt, kommt in den Anhänger. Alle, bis auf den BMW, dürfen bis zu 3,5 Tonnen an den Haken nehmen. Allerdings lässt sich der X5, der ab Werk nur 2400 Kilogramm ziehen darf, gegen Aufpreis von 110 Euro auch mit 3500 Kilogramm Anhängelast bewegen. Neben der Frage des Nutzwerts steht das Sicherheitsdenken bei Kunden dieser Fahrzeugklasse hoch im Kurs. Bis auf das nur von Mercedes angebotene Presafe steht der Älteste im Bunde, der X5, dem neuen ML in nichts nach. Porsche und VW müssen hier zurückstecken: Für beide gibt es keine hinteren Seiten-Airbags. Qualität - dafür steht der BMW. Nicht nur die hohe Güte der ausgewählten Materialien, auch die Verarbeitung setzt in diesem Quartett den Maßstab. Beim Vorgänger noch ein eklatanter Mangel, kann der neue ML in diesem Punkt fast zum BMW aufschließen. Im Gegensatz zu VW und Porsche klappert oder knistert im Mercedes nichts. Der Touareg überspielt diese Schwäche mit edlen Materialien. Davon kann beim Porsche keine Rede sein. Die Schalter aus billigem Kunststoff werden auch durch die aufpreispflichtige Lederbespannung von Armaturentafel und Türverkleidungen (2700 Euro) nicht hochwertiger. Dass Porsche aber weiß, wie es geht, zeigt der neue, hochwertige 911.

KarosserieMax. PunkteMercedes ML 350BMW X5 3.0iPorsche CayenneVW Touareg V6
Raumangebot vorn10090818484
Raumangebot hinten10089788484
Übersichtlichkeit10077787475
Bedienung/ Funktion10088908183
Kofferraumvolumen10080667870
Variabilität7040334343
Zuladung/ Anhängelast8063446267
Sicherheit1501131119891
Qualität/ Verarbeitung200168172155168
Kapitelbewertung1000808753759765
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mercedes ML 350

PS/KW 272/200

0-100 km/h in 8.70s

Allradantrieb, permanent, 7 Gang Automatik

Spitze 225 km/h

Preis 47.966,00 €

BMW X5 3.0i

PS/KW 231/170

0-100 km/h in 9.90s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang Automatik

Spitze 210 km/h

Preis 46.550,00 €

Porsche Cayenne

PS/KW 250/184

0-100 km/h in 9.80s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 214 km/h

Preis 48.984,00 €

VW Touareg V6

PS/KW 241/177

0-100 km/h in 11.20s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang Automatik

Spitze 208 km/h

Preis 43.550,00 €