Audi TT RS Roadster: Test Der TT RS Roadster als Extrem-Cabrio

von Jürgen Voigt 11.09.2017

Test: Als RS wird der Audi TT Roadster zum stürmischen Sportwagen. Seine 400 quicklebendigen PS, ein rotzigfrecher Sound und der Preis lassen da keine Zweifel.

Eigentlich hat der TT ja schon hinlänglich bewiesen, dass er ein richtiger Sportwagen ist. Spätestens die RS-Variante, die bereits in der vorherigen Generation schon herrlich heiser dem Fünfzylinder-Kult huldigte, lässt daran keinen Zweifel. In der aktuellen Generation hat Audi noch einmal kräftig nachgelegt. Das betrifft nicht nur den Motor, der nun satte 400 PS erreicht. Auch am Sound des 2,5-Liter-Turbos wurde so emsig gefeilt, dass der TT RS fast so unverschämt rotzig klingt wie ein zehnzylindriger R8 – zumindest wenn die Auspuffklappensteuerung auf Durchzug schaltet, etwa auf Tastendruck oder im Dynamikmodus. Das Spektakel untermauert der TT RS im Test mit astreinen Messwerten. Bereits nach 3,8 Sekunden lesen wir 100 km/h auf dem vollelektronischen Instrumenten-Board ab, 200 km/h sind laut GPS-Messelektronik in exakt 14,2 Sekunden erreicht. Serienmäßig regelt der RS bei 250 km/h ab, für 1500 Euro setzt der Begrenzer erst bei 280 km/h ein. Trimmt man das Auto per Drive Select-Schalter im Lenkrad auf Dynamik, ordnen sich Lenkungs-, Fahrwerks- und Antriebssteuerung konsequent der Performance unter. Die Gänge rasten blitzschnell ein, und die kurz gewählten Übersetzungen nötigen dem neuen Alu-Fünfzylinder ein hohes Drehzahlniveau ab. Mit der Progressivlenkung lässt sich der 1580 kg leichte Allradler vortrefflich direkt mit minimalen Bewegungen am griffigen Lenkrad und starker Traktion um die Ecken zirkeln.

Der Audi TT RS im Video:

 
 

Test: Der Audi TT RS Roadster als Extrem-Cabrio

Lediglich unter extremer Beanspruchung könnten die Lenkung und auch die Bremse etwas mehr Gefühl vermitteln. Die Bremsleistung selbst hingegen steht außer Frage. Bei kalter Anlage braucht der Audi für eine Vollbremsung aus Tempo 100 gerade mal 32,2 Meter (warm: 32,7 m). Doch der TT RS kann auch ganz soft. Wie kaum ein anderer Sportwagen beherrscht er den Alltag und das lässige Cruisen. Dazu betreibt man den auffällig aggressiv gestylten Roadster im Drive Select-Modus „comfort“, und der RS klingt auf einmal fast zahm. Obendrein wählt man konsequent die hohen Gänge, was das Drehzahl- und Verbrauchsniveau vergleichsweise niedrig hält. Im gemischten Testbetrieb sind es 10,2 Liter, bei bewusst sparsamer Fahrweise knapp unter neun Litern. In nur zehn Sekunden ist das aufwendig gefütterte Akustikverdeck in unserem Test verschwunden, und der Roadster lädt zum entspannten Touren ein. Selbst bei höherem Tempo bleiben mit hochgefahrenen Scheiben und Windschott böse Böen draußen. Sogar das Kofferraumvolumen ist mit 280 Litern sowohl bei offenem als auch geschlossenem Dach praxisgerecht. Nicht nur der Preis von 69.200 Euro zeichnet also den edel ausgestatteten TT RS als exklusiven Sportwagen aus…

Messe Audi TT RS (2016)
Audi TT RS (2016): Preis (Update)  

TT RS kostet 66.400 Euro

Audi TT RS Roadster
PositivHohes Dynamik- und Qualitätsniveau, Top-Fahrleistungen, guter Komfort
NegativTeuer, im Dynamikmodus ziemlich krawallig
Technische DatenAudi TT RS Roadster
Motor5/4, Turbo
Hubraum2480 ccm
Leistung400 PS
Maximales Drehmoment480 Nm
Getriebe7-Gang, Doppelkupplung
AntriebAllrad
0-100 km/h3,8 s
Höchstgeschwindigkeit280 km/h
Leergewicht1580 kg
L/B/H in mm4191/1832/1345
Testverbrauch10,2 l SP/100 km
Grundpreis69.200 Euro

von Jürgen Voigt von Jürgen Voigt
Unser Fazit

Kaum ein Sportwagen vereint so scheinbar gegensätzliche Eigenschaften wie der Audi TT RS Roadster. Performance und Dynamik stehen dank famoser Fünfzylinder- und quattro-Technologie außer Frage. Auf der anderen Seite: gediegener Fahrkomfort und eine ebensolche Verarbeitung.

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