Audi S1: Fahrbericht, Bilder und technische Daten Sportback als Spaßmacher

24.03.2014

Der Audi A1 hat die Klasse der Premium-Kleinwagen mitbegründet. Der Ingolstädter setzte dabei nicht auf unnötigen Firlefanz, sondern war von Anfang an einfach nur ein exzellent gemachtes kleines Auto. Jetzt hat er auch Allradantrieb und 231 PS. Fahrbericht

Stimmt. Es gab schon einmal einen A1, der mit quattro-Antrieb und bitterböse voranpumpendem 256-PS-Motor verkauft wurde. Die Chancen stehen allerdings gut, dass Sie nie einen dieser 333 knapp 50.000 Euro teuren A1 quattro niemals zu Gesicht bekommen haben. Aber in Zukunft werden Sie öfter die Gelegenheit dazu haben, einen supersportlichen Kleinwagen mit vier Ringen zu bewundern: Audi schickt jetzt den S1 mit Allradantrieb und 231 PS auf die Straßen.

 

Fahrbericht Audi S1 2014: Sportback als Spaßmacher

Damit machen es die Ingolstädter der Konkurrenz von Mini noch schwerer. Schon im vergangenen Jahr war der A1 dem Retro-Mobil von BMW mit mehr als 27.000 Zulassungen in Deutschland dicht auf den Fersen – der Mini kam zwar auf über 34.000 Zulassungen, allerdings mit einer Fülle verschiedener Modellvarianten vom SUV bis zum Roadster. Und mit der gerade gestarteten dritten Generation dürfte die Produktvielfalt der BMW-Tochter eher noch größer werden, während man bei Audi weiter nur auf den dreitürigen A1 und den fünftürigen Sportback setzt, aber bei den Motorisierungen Potenzial sieht.

Und mit dem neuen S1 schaltet Audi jetzt eine Eskalationsstufe des A1 frei, die den Mini weiter unter Druck setzt: Selbst der limitierte John Cooper Works GP auf Basis des „alten“ Mini hat lediglich 218 PS in petto und muss diese Power ausschließlich über die Vorderräder auf die Straße bringen.

Im Audi S1 hämmert der Zweiliter-Turbomotor dagegen brutale 231 PS sowie ein Maximaldrehmoment von 370 Nm hinaus, und er darf das souverän über einen speziell zugeschnittenen Allradantrieb tun: Über eine an der Hinterachse platzierte Lamellenkupplung werden je nach Traktion und Fahrmodus fließend die Hinterräder mit eingespannt, die Regel-Software darf im S1 betont dynamische Akzente setzen. Hinzu kommt eine elektronische Quersperre, die mit Bremseingriffen an den kurveninneren Rädern eine radselektive Momentensteuerung ermöglicht und zweistufig zu- oder abschaltbar ist. Darüber hinaus wurde der S1 mit einem aufwändigeren Fahrwerk sowie neu entwickelter Lenkung angewürzt.

Die scharf geschnittenen Scheinwerfer, der optionale Heckflügel, die vierflutige Auspuffanlage in der wuchtigen Diffusor-Heckschürze und das schwarze Lätzchen zwischen den ebenfalls neu gestalteten Rückleuchten lassen den S1 schon im Stand wie einen gespannten Muskel wirken. Und beim Blick ins Cockpit ist man verblüfft, wie hochwertig und aus einem Guss dieser Renn-Knirps gestaltet ist. Das aufpreispflichtige Interieur-Optik-Paket (1750 Euro) mit lackierten Sitzschalen, lackiertem Mittelkonsolen-Unterteil und feinen Rot-Akzenten an den Luftausströmern sowie die Leder-Sportsitze addieren hier nur einen weiteren edlen Akzent.

Zündung an und los – der S1 stürmt sofort vehement vorwärts, klingt dabei herrlich tief und satt. Sein souveräner Schub aus dem Drehzahlkeller wird Sekunden später zu einer ekstatischen Kraftentladung. Gut, dass dieses unerbittliche Temperament auf ein hervorragend abgestimmtes Allradsystem trifft: Auch beim deftigen Herausbeschleunigen aus engen Ecken ist keine Traktionsschwäche zu bemerken, nicht einmal Einflüsse auf die Lenkung sind spürbar. Der S1 marschiert einfach nur gewaltig voran.

Der kurze Radstand macht den Kleinen dabei zum Kurvenfeuerzeug. Der S1 lenkt kompromisslos ein, wirkt im Radius hellwach und fast aggressiv. Gas am Kurveneingang weg, und der Audi dreht sofort mit dem Heck ein, er ist über die fein abgestimmte Lenkung jedoch stets perfekt zu dirigieren. Auf dem Beipackzettel steht also: Kein Sport-Imitator für Einsteiger, der neue Audi S1 geht richtig zur Sache.

Unser Fazit

Schnell, scharf, schick: Der Audi S1 Sportback mag ein teures und kleines Auto sein, bietet aber Fahrspaß in XL.

Johannes Riegsinger

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