Audi RS 3 2015: Mitfahrt im künftigen Topmodell auf dem Nürburgring Feinschliff auf dem Ring

06.11.2014

Wir fuhren mit den Ingenieuren der quattro GmbH im künftigen Audi RS 3 über den Nürburgring. Fahrbericht von der Abstimmungsfahrt des neuen Kompaktsportlers

Sport liegt den Audi-Machern der quattro GmbH im Blut, allen voran dem neuen Geschäftsführer Heinz Hollerweger und seinem Technik-Chef Stephan Reil, der nicht selten zwischen Neckarsulm und Nürburgring hin und her pendelt. Nirgendwo sonst auf der Welt lässt sich ein Auto so intensiv erfahren wie auf der legendären Nordschleife und dem Grand Prix-Kurs. Nahezu alle Fahrzeughersteller betreiben am Ring ihre Testcenter, und nebenan sitzen direkt die  Applikationsingenieure der Zulieferer.

 

Audi RS 3 2015: Mitfahrt im neuen kompakten Sportler

Über ein halbes Jahr vor der Markteinführung dürfen wir bei der Feinabstimmung des neuen Audi RS 3 Sportback den Technikern ein wenig über die Schulter schauen. Zum Team bei quattro gehört auch Frank Stippler, erfolgreicher Langstrecken- und Tourenwagen-Rennprofi – und Ingenieur für Fahrzeugtechnik.

Stippler startet den 2,5-Liter-Turbo-Fünfzylinder im noch getarnten RS 3 – und entlockt damit sogar seinen Chefs Reil und Hollerweger ein Grinsen: Der Sportauspuff hat offenkundig beide Klappen geöffnet und entlässt einen herrlich heiseren Klang in die Werkstatthalle – so wie es nur ein Fünfzylinder  vermag.

Ab geht es mit dem schon weitgehend seriennahen, knapp unter 400 PS starken Prototypen hinaus in die  20,8  Kilometer lange Grüne Hölle. Und hier kennt der Pilot jeden Grashalm, sticht blind in wilde Kurvenkombinationen, räubert mit wenig Rücksicht auf das Material über die Randsteine und wechselt die sieben Gänge des Doppelkupplungsgetriebes beiläufig im Renntempo.

Während die Fahrdynamikregelung abgeschaltet bleibt, fällt auf, wie spontan der RS3 mit seiner direkten Progressivlenkung auch enge Radien nimmt. Besonders unter Last zieht sich der kompakte, 1520 kg leichte Fünftürer durch die Kurve – auch ein Verdienst des für den RS spe-ziell abgestimmten Allradsystems mit vorausschauender Regelung der Haldex-Kupplung (5. Generation) und verstärktem Hinterachsdifferenzial.

Seine Kurvenstabilität verdankt der RS 3 unter anderem den üppigen 19-Zoll-Rädern (235/35 R 19, vorn optional 255er) sowie der ausgewogenen Federungsabstimmung mit genügend Restkomfort. Dabei hatte das Testfahrzeug noch nicht mal die optionalen adaptiven Dämpfer (magnetic ride) an Bord. Als Schmankerl wird Audi zudem als Erster in dieser Klasse Karbon-Keramik-Bremsscheiben für die Vorderachse anbieten.

Noch ist nicht entschieden, ob der Sportback der einzige RS 3 bleibt oder ob vielleicht die für USA und Asien interessante Limousine ebenfalls eine RS-Version bekommt. Auf jeden Fall wird der fabelhafte Turbo-Fünfzylinder auch seinen Weg im neuen Audi TT RS machen – hier mit über 400 PS. Aber das ist eine andere Geschichte …

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Unser Fazit

Leichter, stärker, agiler, aber dennoch komfortabler als der Vorgänger – der RS 3 dürfte nur schwer zu schlagen sein.

Jürgen Voigt

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