Neuer Audi RS 3 Sportback: Erste Fahrt Harmonischer Fünfklang im RS 3

Der neue Audi RS 3 fährt klasse, aber am liebsten hören wir dem Fünfzylinder bei der Arbeit zu. Unsere erste Fahrt im neuen RS 3!

Ein Audi A3 mit 367 PS? Was nach mehr oder minder vertrauenswürdigem Tuning-Produkt klingt, findet man in der offiziellen Audi-Preisliste als sportlichste Ausprägung des A3. Die heißt natürlich Audi RS 3 und ist made bei quattro. Das sind die Leute in Neckarsulm, die auch den Supersportler R8 oder den Power-Kombi RS 6 Avant auf die Straße bringen. Man hat also einen Ruf zu verlieren. Allein deshalb war beim neuen Audi RS 3 das Festhalten am 2,5-Liter-Turbo-Fünfzylinder Pflicht. Für das unverwechselbare heisere Fauchen und den ausgeprägt kräftigen Drehmomentaufbau bereits ab etwa 1200 Touren braucht man nun mal den hubraumstarken Fünfzylinder der jetzt mit optimierter Luft- und Abgasführung die Euro-6-Abgasnorm erfüllt und weniger verbraucht als bisher. Das liegt auch am niedrigeren Gewicht des neuen Audi RS 3, was obendrein die Dynamik beeinflusst. Bereits auf der Landstraße zieht der neue RS 3, den es nur als fünftürigen Sportback ab sofort im Konfigurator und ab Juni beim Händler gibt, so kraftvoll durch wie er klingt.  Dafür muss man noch nicht mal manuell in die Schaltstrategie des serienmäßigen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes (S tronic) eingreifen oder gar 850 Euro in die schaltbare Sportabgasanlage investieren. Mehr zum Thema: Alle Infos zum RS 3 Sportback Facelift

Neuer Audi RS 3 Sportback im Video:

 

 

Neuer Audi RS 3 mit 2,5-Liter-Fünfzylinder

Obwohl: So richtig feist und fett klingt der neue Audi RS 3 damit schon, wenn man den drive select-Schalter auf dynamic legt, womit dann auch die Lenkungsunterstützung, die Gasannahme, die Getriebesteuerung und die Kraftverteilung des neuen quattro-Antriebs auf sportlich geeicht werden. Sowohl der dann stärker heckorientierte Antrieb als auch die per Bremseingriff geregelte radselektive Kraftverteilung (torque vectoring) sorgen für ein agileres Eigenlenkverhalten – soweit die Theorie. In der Praxis funktioniert das Ganze dann auch auf der Rennstrecke, wo der neue Audi RS 3 dank seiner mit zunehmendem Lenkeinschlag progressiven Lenkung mit guter Beherrschbarkeit und Präzision überzeugt. Schon vor dem Kurvenscheitelpunkt kann man bereits beherzt aufs Gas steigen und kraftvoll beschleunigen. Auch beim Bremsen (Karbon-Keramik-Scheiben vorn für 4500 Euro) bleibt der neue Audi RS 3 standfest. Seine umgängliche Art kommt natürlich auch dem Alltagsnutzen zugute. Trotz straffer Grundabstimmung des Sportfahrwerks federt der Audi recht manierlich, als Option gibt es zudem adaptive Dämpfer (magnetic ride, 980 Euro). Serienmäßig sind hingegen die hochwertige Verarbeitung und die vielen liebevollen Details – so wie man das von einem 52.700 Euro teuren Audi RS 3 auch erwarten darf.

Mehr zum Thema: Das ist die Audi RS 3 Limousine

Unser Fazit

Der neue RS 3 ist nicht nur eine stärkere Variante des Vorgängers, sondern bildet nun ein breiteres Spektrum zwischen Alltag und Rennstrecke ab. Diese emotionale Vielfalt hat ihren Preis.

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