Audi quattro in der Kaufberatung Wertmeister quattro

11.04.2015

Kein anderer Audi hat eine solche Wertexplosion erlebt wie der Urquattro. Inzwischen hat sich die Preisentwicklung aber verlangsamt. Kaufberatung

Zuerst ausnahmsweise mal die schlechte Nachricht: Wer mit einem Audi quattro als Spekulationsobjekt richtig Geld verdienen will, der kommt zu spät. Denn der Allrad-Klassiker aus Ingolstadt hat den Tiefpunkt seiner Wertentwicklung längst hinter sich. Vor etwa 14 Jahren war das.

Damals wurden Audi quattro für umgerechnet 10.000 Euro gehandelt. Heute sind es je nach Modell und Zustand mehr als 46.000 Euro. Kein anderer Audi und nur wenige Klassiker überhaupt haben eine solche Wertexplosion erlebt. Jetzt die gute Nachricht:


Der quattro scheint sich preislich stabilisiert zu haben


Laut den Experten von Classic Data sind die Marktwerte zuletzt nur noch leicht gestiegen. Wer aktuell nach einer sicheren Wertanlage im Automobilsektor sucht, dürfte mit diesem Auto ein kal-kulierbares Risiko eingehen. Billiger wird der Audi quattro aller Voraussicht nach nicht mehr.

Hat man ein gutes Exemplar gefunden, darf man sich auf technische Finessen und ganz speziellen Fahrspaß freuen. Der erste Audi mit permanentem Allradantrieb, der so genannte Ur-quattro, schöpfte 1980 aus einem 2,1-Liter-Fünfzylinder mit Hilfe eines KKK-Turboladers 200 PS.

Genug Leistung, um den nur 1300 Kilogramm schweren Wagen in knapp sieben Sekunden auf Tempo hundert zu katapultieren – und zwar ganz gleich, auf welchem Untergrund. 1987 wurden der Hubraum geringfügig vergrößert und die Verdichtung angehoben. Die Leistung blieb allerdings zunächst unverändert. Erst in der letzten Ausbaustufe, als quattro 20V, kamen 1989 noch einmal 20 PS dazu.

Unter quattro-Enthusiasten ist es ein beliebtes Streitthema, welche Motorisierung die begehrenswertere ist: der erste 2,1-Liter-10-Ventiler oder der 20-Ventiler; insgesamt wurden rund 11.500 quattro gebaut. Einigkeit herrscht in einem Punkt: Das Zwischenmodell mit dem alten 10-Ventil-Kopf und dem neuen Hubraum des 20V hat die wenigsten Fans (vom auf traurige 162 PS kastrierten Kat-Modell zu schweigen).

Abzulesen ist dies an den aktuellen Marktwerten, die bei Autos der Baujahre 1987 bis 1989 deutlich niedriger liegen als bei jüngeren oder älteren quattro. Die frühen Modelle, erkennbar an den eckigen Doppelscheinwerfern, punkten mit dem Reiz des Ursprünglichen und fahren inzwischen mit dem begehrten H-Kennzeichen.

Die späten 20V dagegen, deren Breitbandscheinwerfer ein besseres Licht spenden, gelten durch den günstigeren Drehmomentverlauf ihres Motors als alltagstauglicher und auch haltbarer. Karlheinz Schmidt vom 1. Bayrischen Urquattro Club kennt Fahrzeuge, die weit über 400.000 Kilometer gelaufen sind. Zudem sei die Ersatzteilversorgung hier etwas besser. Längst nicht alle Teile des thermisch stark belasteten Turbomotors sind noch erhältlich.

Allgemein ist die Nachfrage deutlich größer als das Angebot. In den einschlägigen Online-Plattformen tauchen nur wenige Inserate auf. Einige der offerierten Autos stehen seit langem im Netz, weil sie schlecht restauriert oder völlig überteuert sind. Am ehesten wird man mit Hilfe der beiden deutschen quattro-Clubs fündig (1-buc.de, urquattro-club.de), oder in der Schweiz, wo es immer wieder mal gut erhaltene Exemplare zu kaufen gibt.

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Gerrit Reichel

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