Audi gegen Porsche: Sportwagen im Markenvergleich Sport unter der Lupe

28.08.2014

Seit über 40 Jahren kooperieren Porsche und Audi. Grund genug, vier sportliche Vertreter der Marken zu vergleichen. Hier die Übersicht mit allen Duellen

Wenngleich Porsche und Audi erst seit kurzem unter dem Dach von Volkswagen vereint sind, reicht die Kooperation der beiden Marken doch weit zurück. 1969 wurde die Vertriebsorganisation Porsche of America Corporation aufgelöst und deren Aktivitäten von der Porsche-Audi Division der Volkswagen of America Incorporation übernommen.

Für die Fans an den US-Rennstrecken wurde dies durch die Schriftzüge „Porsche + Audi“ auf den Porsche-Rennern in der Can-Am-Serie sichtbar. Diese vertriebliche Zusammenarbeit schlug sich bald auch technischsowie in der Produktion nieder. So hielt beim Porsche 924 beispielsweise Audi-Technik Einzug; wie der spätere 944 wurde er im Auftrag von Porsche im Audi-Werk Neckarsulm gebaut.

Mit dem Audi RS2 entstand in den 90ern schließlich eine Kooperative in umgekehrter Richtung, als Porsche den bärenstarken Kombi mit Entwicklung, Bauteilen und Montagearbeiten in Zuffenhausen unterstützte. Allesamt also Gründe genug, die sportlichen Audi-Vertreter von damals mit den Ikonen aus dem Hause Porsche zu vergleichen

 

Die Kandidaten im Vergleich:

Audi 100 Coupe S vs. Porsche 924
Audi quattro 20V vs. Porsche 911 Carrera 3.2
Audi Sport quattro vs. Porsche 959
Audi RS2 Avant vs. Porsche 928 S4 Clubsport

 

FAZIT

Porsche und Audi – das bietet Stoff für Faszination, angefangen bei den sportlichen Speerspitzen Sport Quattro und 959. Als technische Zeitzeugen zeigen sie heute das zu ihrer Zeit technisch Machbare auf, wiesen damals neue technologische Wege wie etwa den Allradantrieb und untermauerten die im Serienbau mögliche Performance aufgeladener Triebwerke.

Sie sind automobile Ikonen, die heute wie damals vor allem eines sind: Traumwagen! Denn am Markt zu kaufen gibt es sie kaum, und wenn, dann zu Preisen, die für die allermeisten Fans außer Reichweite liegen. Diesbezüglich deutlich besser sieht es bei Audi Quattro 20V und Porsche 911 Carrera 3.2 aus. Sie wurden in vergleichsweise großen Stückzahlen produziert, und schöne Exemplare lassen sich durchaus finden.

Allerdings hat sich auch ihr Preisgefüge bereits deutlich nach oben verschoben. Der 3,2-Liter ist bereits in den Bereich des H-Kennzeichens gerückt, und seine sprichwörtliche Ausgereiftheit ließ ihn schon vor Jahren in den Fokus der Elfer-Freunde geraten. Die Nachfrage nach dem Vollblutdynamiker aus Zu enhausen wird in den kommenden Jahren ebenso weiter anziehen wie die nach dem Quattro 20V.

Wie der 911 3.2 in der G Modellreihe stellt dieser Audi den besten, weil durchentwickeltsten Vertreter der Quattro-Reihe dar. Hinzu kommen sein motorsportliches Design, begeisternde Turbo-Performance und das Audi-typische Maß an Zuverlässigkeit. Noch ein kleines Schattendasein führen Porsche 928 S4 und Audi RS2. Zwar sind die Preise besonders beim 928 ebenfalls am Klettern, doch der große Durchbruch in die Oldtimer-Szene steht noch bevor.

Mit der Markteinführung 1994 hat der RS2 gerade mal Youngtimer-Status erreicht, und dem 928 S4 fehlen noch ein paar Jahre, bis er ein H-Kennzeichen tragen darf. Genau hier liegt die Chance, noch ein Sahnestück für moderates Geld zu ergattern. Denn technisch betrachtet stellen beide Sportler echte Schätze dar. Durchaus Schmankerl sind auch der Porsche 924 und das Audi 100 Coupé.

Als erster Vertreter der Transaxle-Modelle zeigt der sparsame und doch dynamische 924 mit seinem Vierzylinder einmal mehr die enge Verbindung zu Audi. Wer Porsche für kleines Geld fahren will, liegt bei ihm goldrichtig. Das Audi 100 Coupé S lebt hingegen von seiner zeitlos schönen Eleganz und rundet das Testfeld stilvoll ab. Dass die fahrdynamisch eher zurückhaltende Audi-Schönheit mittlerweile hohe Preise erzielt, ist ihrer gesteigerten Exklusivität zu verdanken.

Jürgen Gassebner

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