Audi Lichttechnik - LED ist angesagt Lichtzeichen

04.04.2015

Die Tage von Halogen und Xenon sind gezählt. Leistungsfähige Laser für alle Arten von Projektionslicht sowie organische Leuchtstoffe bestimmen bei Audi die Zukunft

Audi präsentiert eine neue Lichttechnik für die Zukunft.


Matrix-Laser


Die Scheinwerfer von morgen sind eigentlich multifunktionale Beamer, die jede beliebige Art von Lichtverteilung erzeugen können. Kamerabasierte Sensorik erfasst dabei die Umgebung und passt das Licht optimal an, sodass der Fahrer stets die beste Sicht hat, andere Verkehrsteilnehmer aber nicht geblendet werden. Das funktioniert derzeit schon ganz gut mit der LED-Matrix-Technik (nächste Seite). Die neue Laser-Technik eröffnet hier jedoch noch mehr Möglichkeiten bis hin zu Lichtzeichen auf dem Asphalt, die den Fahrer zum Beispiel beim Halten der Spur oder bei der Navigation leiten. Der Laser muss dafür nicht unbedingt im Scheinwerfer selbst untergebracht sein, was die Baugröße minimiert.

Der Laser schickt sein blaues Licht z.B. via Lichtleiter durch ein Phosphor-Element, das daraus weißes Licht macht. Zentrales Bauteil ist das elektronisch gesteuerte Digital Micromirror Device (DMD), das aus hunderttausenden von Mikrospiegeln von nur wenigen Hundertstel-Millimeter Größe besteht. Jeder einzelne Spiegel lässt sich bis zu 5000 Mal pro Sekunde kippen. Damit kann das auftreffende Laserlicht in Richtung und Intensität variabel refl ektiert werden, woraus ein komplexes Lichtbild mit bis zu 420.000 Pixeln und klar abgegrenzten Hell-/Dunkelzonen entsteht.

 

OLED

Sie heißen zwar auch LED, haben aber mit den allseits gebräuchlichen Licht Emittierenden Dioden technisch kaum etwas gemeinsam. Organische LED, kurz OLED, bestehen nicht aus Halbleiterkristallen, sondern sind organische Verbindungen, die beim Anlegen einer elektrischen Spannung Licht aussenden. Die OLED-Paste muss man nur dünn auftragen, wodurch der Platzbedarf sehr gering ist. Da die OLED-Verbindung unter direktem Einfl uss der Umgebung schnell altert, evakuiert man sie derzeit auf dünne Displayglasscheiben, die sich zum Beispiel als Hecklichtskulptur prima auch räumlich anordnen lassen, was besonders die Designer freut. Serienstart? In etwa zwei bis drei Jahren.

 

Matrix-LED

Mit dem Matrix-LED-Licht hat die Licht-Zukunft schon begonnen, denn bei Audi ist diese Technik bereits in zahlreichen Modellen verfügbar, hier gezeigt am Beispiel des im Sommer startenden Audi Q7. Das vollständig auf LED-Technik basierende Licht löst im Grunde die starre Unterteilung zwischen Abblend- und Fernlicht auf, sodass der Fahrer meist ständig mit dem automatisierten Fernlicht unterwegs sein kann, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.

Differenzierte Sensorik: Diese Lichtautomatik nutzt unter anderem die Daten des Navigationssystems und der Frontkamera, um die relevanten Umgebungsbedingungen zu erfassen. Für die variable Ausleuchtung nach vorn sorgen pro Scheinwerfer mehrere gruppierte Fernlicht-LED, die sich per Steuergerät blitzschnell einzeln ein- und ausschalten oder auch in 64 Stufen dimmen lassen. Damit kann man ein homogenes, helles Fernlicht erzeugen, aber auch entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge aus dem Lichtkegel komplett ausblenden. Darüber hinaus erlaubt das Matrix- LED-Licht die aktive Anpassung des Lichts an den Straßenverlauf, und zwar ohne verschleißträchtige bewegliche Mechanik im Scheinwerfer. Für diese vorausschauende Kurvenlichtfunktion werden der Lenkeinschlag und auch die Navidaten ausgewertet.


Interieur-Lichtsystem


Die Gestaltung des Innenraumlichts nimmt eine immer größere Bedeutung ein. Doch was meist gestalterischen Zwecken dient, kann durchaus an funktionaler Bedeutung gewinnen. Dabei spielen die in Form und Farbe sehr flexibel anwendbaren LED die Rolle interaktiver Kommunikatoren. Der aufleuchtende Lenkradkranz kann beim autonomen Fahren zum Beispiel den Fahrer auffordern, einzugreifen – oder das rote LED-Band unterhalb der Scheibe dient als Auffahrwarnung. Und das Aufl euchten des Tür-Furniers warnt beim Aussteigen zum Beispiel vor einem sich nähernden Radfahrer.

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