Audi-Fahrgestellnummer (FIN): Ermittlungen Vergab Audi FINs doppelt?

von AUTO ZEITUNG 08.09.2017

Hat Audi Fahrgestellnummern doppelt vergeben? Ermittlern des Bayerischen Landeskriminalamts sei das bei Durchsuchungen der Geschäftsräume Anfang Juli aufgefallen. Audi betont, nichts davon zu wissen.

Audi hat Fahrgestellnummern doppelt vergeben, wie die Ermittlungen des Bayerischen Landeskriminalamts nach einem Bericht des Handelsblatts ergeben hätten. Eigentlich haben Ermittler die Geschäftsräume von Audi nach Beweisen im Dieselskandal untersuchen wollen, seien dabei aber auf Belege über Audi-Modelle mit identischen Fahrzeugidentifikationsnummern (FIN) gestoßen. Dabei soll es sich dabei um tausende Autos handeln, die für die asiatischen Märkte gedacht sind. "Uns ist nicht bekannt, dass FINs doppelt vergeben wurden", bezog Audi zu den Vorwürfen gleich Stellung. Da es sich bei den betroffenen Fahrgestellnummern um Modelle für den chinsischen, koreanischen und japanischen Raum handeln soll, wird gemutmaßt, dass sich Audi in China Absatzvorteile verschaffen wollte. Durch doppelt vergebene Fahrzeugidentifikationsnummer hätten die Ingolstädter nämlich mehr Modelle aus dem Heimatland importieren können. In China sind jene Modelle besonders begehrt, in die Deutschland gebaut wurden. Die FIN ist eine 17-stellige und international genormte Seriennummer, die ein Auto eindeutig identifiziert und deshalb auch nur einmal vergeben werden darf. Die entsprechende EU-Regelung trat bereits 1981 in Kraft.

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