Audi e-tron Sportback (2019): Erste Informationen (Update!) E-tron Sportback wird in Brüssel gebaut

von Julian Islinger 20.07.2017

Der Audi e-tron Sportback wird ab 2019 im Brüsseler Werk in Vorst gefertigt. Das viertürige Coupé soll über 500 Kilometer Reichweite bei 95 kWh Akku-Kapazität verfügen und die Modellpalette Audis um ein zweites Elektroauto erweitern.

Mit dem Audi e-tron Sportback wollen die Ingolstädter ab 2019 im Werk Brüssel ihr zweites batteriegetriebenes Auto vom Band laufen lassen. Bereits ab 2018 soll im gleichen Werk der Elektro-SUV Audi e-tron gebaut werden. Wie Produktionsvorstand Hubert Waltl am 21.06.2017 bekannt gab, wolle Audi damit zeigen, dass man das Thema Elektromobilität ernst nimmt. Ein zweites batterieelektrisches Modell würde den Standort im Brüsseler Stadtteil Vorst demnach künftig optimal auslasten. Grundlage für den Audi e-tron Sportback sei die Design-Studie, die Audi 2017 auf der Automesse in Shanghai präsentiert hat. Doch so verführerisch deren Eckdaten auch gwesen sein mögen, so richtig locken kann man damit heute niemanden mehr. Erst recht nicht, wenn das mit seinen 4,90 Metern ziemlich imposante SUV-Coupé als zweites Akku-Auto von Audi erst 2019 in Serie geht. Es ist allerdings auch nicht der reine Elektroantrieb, der den Audi e-tron Sportback zum Star machen soll. Es sind im übertragenen Sinne das Design und im wörtlichen die Scheinwerfer der ebenso eigenwilligen wie eleganten Mischung aus Q7 und A7, mit denen Audi beeindrucken möchte. Den Designern gelingt das mit einer völlig neuen Frontpartie, die geprägt ist von einem invertierten Single-Frame-Grill. Statt dem Auto wie bisher eine Maske aufzusetzen, hat Designchef Marc Lichte die sechseckigen Öffnung aus dem Blech geschnitten und diesen Effekt noch durch einen umgekehrte Farbgebung betont: Wo sonst der Grill meist schwarz lackiert ist, glänzt er jetzt in Wagenfarbe und trägt stattdessen eine dunklen Rahmen, der sich wie eine Augenbinde über die gesamte Front erstreckt. Das sieht am so frisch und neu aus, dass man für die stark taillierten Flanken mit den weit ausgestellten Radhäusern über den 23-Zöllern, die flache Heckscheibe und die kesse Kehrseite kaum mehr einen Blick hat.

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Audi baut Elektro-SUV in Brüssel

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Audi e-tron Sportback (2019) wird in Brüssel gebaut

Dass man den Audi e-tron Sportback (2019) auch im wörtlichen Sinne in einem neuen Licht sieht, liegt an den aufwändigen Scheinwerfen. Denn zum Tagfahrlicht mit LED-Projektionen auf computergesteuerten Microspiegeln und den jeweils 1,3 Millionen Pixeln feinen Laserbeamern für ein extrem leuchtstarkes und trotzdem blendfreies Fahrlicht gibt es darunter noch einmal je einen Leuchtwürfel mit 250 LED in zehn Ebenen, die beinahe holographische Lichtspiele in die Nacht zaubern. Und wer wegen des neuen Designs Probleme mit der Zuordnung hat, der kann den e-tron vorne mit vier gleißend weißen und hinten feurig rot erleuchteten Ringen trotzdem auf Anhieb als Audi erkennen. Weil Licht aber nicht nur der Sicht dient, sondern auch als Sprache taugt, haben die Bayern sich noch ein wenig mehr einfallen lassen als die aufwändigen Begrüßungsszenarien der Tagfahrleuchten. Die Hauptscheinwerfer zaubern Grafiken wie Richtungshinweise oder Leitstrahlen für den Fahrer und Zebrastreifen für die Fußgänger auf die Straße und in jeder Ecke der Karosserie gibt es einen weiteren Laser-Beamer, der zum Beispiel das Wischen der LED-Blinker auf dem Asphalt fortschreibt und so für noch mehr Aufmerksamkeit und Sicherheit sorgt.

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Aufwändige Scheinwerfer in Audis e-tron-Studie

Auch im Inneren der bei 2,93 Metern Radstand und nur vier Sitzen extrem großzügigen Luxuslounge, die politisch korrekt, vegan und nachhaltig mit Bambusfasern statt mit Leder ausgeschlagen ist, erstrahlt der Audi e-tron Sportback Concept (2019) buchstäblich in einem neuen Licht. Denn zum ersten Mal experimentiert Audi mit Lacken, die auf Knopfdruck leuchten und die Mittelkonsole oder die Sitzpolster mit ihren Lichteffekten förmlich schweben lassen. Dazu funkeln und schimmern in der Studie Bildschirme und Displays mehr als in jedem anderen Audi. Denn im Ringen um Frieden im Krieg der Knöpfe sind auch die letzten Taster jetzt einem Touchscreen gewichen, im Zuge der Gleichberechtigung gibt es erstmals auch einen Monitor für den Beifahrer sowie neuartige Digitalanzeigen für die Hinterbänkler und weil Kameras weniger Luftwiderstand haben als Außenspiegel flimmern nun auch zwei Displays in den Brüstungen der vorderen Spiegel. Natürlich ist auch der Audi e-tron Sportback Concept wie jede Studie ein bisschen überzeichnet und einige Details sind für die Serie weder bezahlbar noch technisch umzusetzen. Doch viel Schatten lässt Designchef Marc Lichte bis zum Start der Produktion auf seine neue Lichtgestalt nicht mehr fallen: "Die Studie entspricht bereits zu 80 Prozent dem Serienmodell".

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