Fahrbericht: Audi Crosslane Coupé Concept Die neue Leichtigkeit

18.09.2013

Das Crosslane Coupé zeigt die neue Formensprache der Ingolstädter. Außerdem spielt der Audi perfekt auf der Klaviatur von Leichtbau und Elektrifizierung. Erster Fahrbericht

Richtig, da war doch was. Manche werden sich erinnern: Das Audi Crosslane Coupé war einer der Stars der Detroit Motor Show 2013. Nach der Messe verschwand das Audi Crossover hinter gut verschlossenen Türen. Aber das Konzept ist aktueller denn je, zeigt es doch neben der technischen Kompetenz klare Hinweise auf den künftigen Audi Q1. AUTO ZEITUNG hatte jetzt als erste Autozeitschrift die Möglichkeit, den Crosslane ausgiebig unter die Lupe zu nehmen und zu fahren.

"Leichtbau sichtbar machen, war eine der Prioritäten bei der Entwicklung des Crosslane", erläutert Thomas Frey, der Projektleiter Konzeptentwicklung Crosslane. Der Materialmix aus Kohlefaser, Aluminium und GFK wird an vielen Stellen am Auto deutlich. So geht der aus Aluminium gefertigte Singleframe-Grill in den Aluminiumrahmen über, die Lufteinlässe auf der Motorhaube sind bewusst so gestaltet, dass darunter der Aluminium-Spaceframe-Rahmen sichtbar wird, der sich auch im Türrahmen wiederfindet.

Auch der Innenraum spielt mit der Leichtigkeit von Aluminium und Karbon. Der 4,21 Meter lange und mit 2,56 Meter Radstand ausgestattete Crosslane basiert auf Elementen des Modularen Querbaukastens (MQB). Diese Bodengruppe soll auch die Grundlage des späteren Audi-Einstiegs-SUV Q1 bilden.

 

Audi Crosslane Coupé Concept: Leise, fast unmerklich

Zum Start trete ich auf die Bremse und drücke den Automatik-Wählhebel nach vorn. Ein leises, fast unmerkliches Geräusch sagt mir, der Crosslane ist jetzt fahrbereit. Da ist er wieder, dieser lautlose Charme des Elektroantriebs, denn im Crosslane arbeitet der gleiche Antriebsstrang wie im A1 e-tron. Ein Dreizylinder-Benziner mit 1,5 Liter Hubraum und 130 PS wird von zwei Elektromotoren unterstützt. Während der eine E-Motor 50 kW und 200 Nm Drehmoment abgibt, setzt der zweite mit 85 kW und 250 Nm noch eins drauf. Die Systemleistung beträgt insgesamt 177 PS.

Ich drücke das Gaspedal durch, und der Crosslane schnurrt wie an der Schnur gezogen zunächst einmal lautlos davon. Eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 8,6 Sekunden verwöhnt auch die leistungsorientierte Klientel. Rein elektrisch absolviert der Crosslane diesen Sprint immerhin noch in 9,8 Sekunden und fährt im reinen Batteriebetrieb bis 120 km/h. Wer es wissen will, erreicht mit dem zugeschalteten Benziner dann einen Top-Speed von 182 km/h. Die Reichweite beträgt 86 km. Doch der Clou sind nicht allein die Wertigkeit und das Antriebskonzept, sondern auch das herausnehmbare Targa-Dach. Zunächst frage ich mich: Wohin mit dem Riesending, wenn nicht zu Hause lassen? Doch Thomas Frey grinst nur und öffnet die Heckklappe.

Nachdem wir das Dach gemeinsam herausgehoben haben, sehe ich des Rätsels Lösung: Das Dach wird in zwei Halterungen im Heck eingeklinkt und auf Schienen automatisch nach vorn gezogen. Allerdings verbleibt dann nur noch ein geringer Stauraum. Doch werden die beiden hinteren Sitze nicht benötigt, werden automatisch die beiden Lehnen umgeklappt, und das Dach kann noch weiter nach vorn gefahren werden. Ansonsten fährt der Crosslane, wie man es von einem Audi erwartet: präzises Einlenken, auch wenn die Servo-Unterstützung noch fehlt, knackige Bremsen und ein straffes, aber komfortabel abgestimmtes Fahrwerk. Die sportlich geformten Sitze mit integrierten Nackenstützen offerieren guten Seitenhalt und Komfort.

Das Interieur ist eine Augenweide. Schade nur, dass es aus Kostengründen bei dem späteren Q1 so nicht in Serie gehen kann. Das hochwertige gelbe Leder, die durchlaufende Mittelkonsole aus Aluminium sowie Karbon an Türen und Bodengruppe verleihen dem Auto ein helles, freundliches Ambiente, aber auch Sportappeal und Hochwertigkeit. Der Q1 wird in der Basis als Frontantriebler erhältlich sein, aber natürlich auch mit Allrad. Mitte 2015 soll der Q1 als Fünftürer in Serie gehen, als e-tron wird er dann voraussichtlich von einem 1.4 TFSI mit 150 PS und einer E-Maschine mit 74 kW angetrieben, sodass eine Systemleistung von 204 PS ansteht. Außerdem sind Turbo-Benziner erhältlich mit 105 (1,2 Liter), 122 (1,4 Liter) und 140 PS (1,5 Liter). Zwei Diesel, ein 1,6-Liter mit 105 PS und ein Zweiliter mit 150 PS, runden das Programm ab.

Volker Koerdt

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