Deutsche Neuheiten von Audi A3 GT bis Mercedes SLC AMG Staraufgebot

27.01.2012
Inhalt
  1. Audi: Erstmals ist ein sportlicher Van in Sicht
  2. BMW: Der neue 3er GT nimmt feste Formen an
  3. Mercedes: Scharfer CLC-Kombi und kleiner SLS
  4. Ford: Neuer Mondeo und ein Kuga-Nachfolger
  5. VW: Tiguan-Nachfolger, Up als Cross-Version
  6. Porsche: Cajun vor dem Start, 929 in Sichtweite

It’s showtime: Wir zeigen Ihnen zwölf spannende deutsche Modell-Neuheiten der nächsten Jahre, für die sich das Warten lohnt. Schöne Überraschungen inklusive

Die Designstudios der deutschen Automobilhersteller, in denen mit neuen Modellen die Zukunft der Marken wächst, sind gesichert wie Militärbasen. Aber nichts ist so geheim in der Branche, dass es nicht früher oder später bekannt wird. Das ist wie mit den Geheimnissen, die Frauen ihrer besten Freundin verraten – "Das erzähle ich wirklich nur dir!" Nachdem wir diesen Umstand geklärt haben, enthüllen wir gleich zwölf Top-Secret-Themen: Überraschungen von BMW, Audi, Mercedes, Ford und VW.

 

Audi: Erstmals ist ein sportlicher Van in Sicht

Der Hammer kommt aus Ingolstadt. Zum ersten Mal denkt Audi ernst über einen sportlichen Van nach. Nach der verjährten Studie Roadjet (2006), optisch keine Offenbarung, verschwand das Thema. Aber jetzt gibt es einen neuen Vorschlag der Designer – und frischen Wind durch die Tatsache, dass Rivale BMW einen kompakten, ziemlich flotten Frontantriebs-Van plant.

Zudem hat Audi mit dem neuen modularen Querbaukasten (MQB) aus der VW-Entwicklung, auf dem auch der neue A3 fußt, nun die passende technische Basis zur Hand – mit extrem kurzen Karosserie-Überhängen und langem Radstand. Ergo große Innenräume, ideal für Audis Projekt. Das wird ein Mix aus Sportlimousine, Van und Kombi im Format des VW Touran, also mit rund 4,40 Meter Länge. Offen ist, ob der Hochdach-Audi A3 GT mit fünf Sitzen fährt oder à la Tiguan die Option auf eine dritte Sitzreihe hat.

Vermutlich wird es ein Zweireiher, hören wir, denn das macht die angestrebte coupéhaft abfallende Dachlinie (fünf cm niedriger als beim Touran) möglich. Ladevolumen: etwa 600 bis 1800 Liter. Auch ein Surfbrett soll dank umlegbarer Beifahrersitzlehne hineinpassen, und die Fond-Sitzlehnen sind in der Neigung mehrfach einstellbar. Alles andere lässt sich vom neuen A3 abgreifen, der im Juni nächsten Jahres startet: der 140 Turbo-PS starke 1,4-Liter-TFSI mit Zylinderabschaltung im Teillastbereich, die Vierzylinderdiesel mit 136 und 163 PS, programmierbare Instrumente und die adaptiven Front- scheinwerfer. Für die Top-Diesel und -Benziner ist der Allradantrieb quattro geplant, und als Starttermin des dynamischen Familienmobils wird 2014 diskutiert.

Nächste News: Die Q-Familie erwartet noch mehr Nachwuchs. Neben dem geplanten coupéhaften, viertürigen Audi Q6, der zwischen den klassischen SUV Q5 und Q7 rangiert, wird im Management nun auch ein Audi Q4 diskutiert ("Wir testen gerade die Absatzchancen"), der als 4,50-Meter-Offroadsportler mit und ohne Allradantrieb in die Lücke zwischen Q3 und Q5 fahren soll. Flacher und dynamischer, lautet die Devise. Das Auto (MQB-Basis) ist zudem eine Steilvorlage für S- und RS-Kracher mit Leistungen bis über 300 PS. Auch ein sparsamer Plug-in-Hybrid ist fix möglich. Startdatum: 2015.

 

BMW: Der neue 3er GT nimmt feste Formen an

Bei BMW wird es ebenfalls spannend. Das betrifft speziell die neue 3er-Reihe, denn die vorgesehene GT-Version und das avisierte viertürige Coupé nehmen Gestalt an, wie unsere Bilder zeigen, die auf aktuellen Prototypen beruhen. Zum BMW 3er GT: Der kleine Kollege des 5er GT – höhere Karosse, viel Platz im Fond, Schrägheck, große Heckklappe – mit dem Entwicklungscode F35 ist quasi fertig, er startet bereits Anfang 2013. Unterschied zum 5er GT: Auch er hat eine verschiebbare Rückbank mit einstellbarer Lehne, aber keine zweiteilige Heckklappe. Die Motoren kommen aus der 3er- und der 5er-Reihe – inklusive des 245 PS starken Zweiliter-Turbos.

Auch die viertürige Coupé-Version auf 3er-Basis ist beschlossene Sache – ab 2014. Das Auto heißt dann BMW 4er, das soll schon in der Nomenklatur mehr hermachen. Und es ist rund fünf Zentimeter länger sowie etwa drei Zentimeter flacher als die normale 3er Limousine, um sich auch optisch von der Brot-und-Butter-Kost zu differenzieren. Durch eine leicht tiefere Sitzposition soll die Kopffreiheit im Fond des elegant gestylten 4er selbst größeren Insassen passen. Motorisch sieht es ähnlich aus wie beim 3er GT, auch eine xDrive-Allradversion ist in der Planung.

 

Mercedes: Scharfer CLC-Kombi und kleiner SLS

Bei den Stuttgartern lauert eine ganze Modellfamilie (Heft 26/11), deren Vorhut die schon im Test gelobte neue B-Klasse ist. Zu den interessantesten Ablegern der geplanten A-Klasse-Kompaktreihe gehört der neue CLC Shooting Brake, ein trendiger Sportkombi, der dem Audi A3 Sportback und größeren Konkurrenz-Autos das Leben schwer machen soll. Denn mit 4,60 Metern erreicht der coupéhafte, auf Anfang 2014 terminierte Lifestyle-Kombi die Länge des heutigen C-Klasse T-Modells. Der Shooting Brake – umklappbare Fondsitze, elektrische Heckklappenbetätigung (Option) – hat Frontantrieb, Allradantrieb kostet extra. Die vorgesehene Motorenpalette: Zum Start gibt es Vierzylinderturbos (1,6-Liter-Benziner/122 und 156 PS, 1,8-Liter-Diesel/109 und 136 PS), die mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden können. Ein 345 PS starker Zweiliter-Biturbo folgt als AMG-Spitze.

Folgen wird auch ein sportliches Kaliber mit Stern: Der kleine Kollege des Flügeltürers SLS AMG ist jetzt beschlossene Sache. Sein Auftrag: Angriff auf den Porsche 911. Noch hat er keinen offiziellen Namen – SLC AMG wäre denkbar.
Weil die Planer auf die Kosten achten, soll die bewährte Bodengruppe des heutigen Flügeltürers als technischer Unterbau dienen: Alu-Spaceframe-Karosse, Motor vorn, Antrieb hinten.

Eine Mittelmotor-Lösung wurde verworfen, Mercedes setzt lieber auf klassische Proportionen: lange Motorhaube und ein weit hinten liegendes Passagierabteil. Für standesgemäße Power soll hier der neue 4,0-Liter-Turbo-V8 sorgen, der zunächst in der kommenden S-Klasse (Verkauf ab 2013) eingesetzt wird und bis zu 500 PS mobilisiert. Zum Zeitplan: Schon 2015 soll der SLC AMG bei den deutschen Händlern stehen. Flügeltüren hat er allerdings nicht, dafür ist er mit seinen gut 4,40 Metern etwas zu kurz.

 

Ford: Neuer Mondeo und ein Kuga-Nachfolger

Die US-Weltmarke aus Dearborn mit ihrem deutschen Ableger in Köln zelebriert gerade den Start ihrer neuen Mittelklässler. Heißt bei uns natürlich wieder Ford Mondeo und auf dem Heimatmarkt USA witzigerweise Fusion – nicht mit dem deutschen Ford-Kleinwagen zu verwechseln. Den optischen Ausblick auf die neue Modellreihe hat Ford auf der Frankfurter IAA schon mit der Modellstudie Evos gegeben: Der Fusion debütierte im Januar auf der Automesse von Detroit – unser Mondeo hat im März auf dem Genfer Salon seine Premiere, der Deutschland-Verkauf startet erst Anfang 2013 mit sparsamen 1,6- und 2,0-Liter-EcoBoost-Benzinern (150 bis 240 PS). Zudem steht der neue 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder (125 PS) bereit – wie alle Motoren der Reihe ein aufgeladener Benzin-Direkteinspritzer mit variabler Nockenwellenverstellung. Auch in Sicht: eine Hybrid- und eine Plug-in-Hybridversion.

Mit gleichen Motoren sowie Front- und Allradantrieb startet spätestens Anfang 2013 der neue Kuga, auf den die Modellstudie Vertrek bereits vor Jahresfrist hindeutete. Der Neue, der in den USA als Escape gerade seine Publikumspremiere feierte, wird genauso schnittig, aber klar geräumiger als der aktuelle Kuga. Das Ladevolumen steigt, die Ladekante ist rückenfreundlich niedriger, und die Heckklappe öffnet sich per Bewegungssensor bequem automatisch (Option).

 

VW: Tiguan-Nachfolger, Up als Cross-Version

Die Wolfsburger haben auf der Tokyo Motor Show mit der Cross Coupé-Studie ihre neue SUV-Linie enthüllt. Damit ist nun offiziell das Design des Tiguan-Nachfolgers fixiert. Auch der nutzt die MQB-Basis, offeriert bei fast gleicher Länge aber mit fünf Zentimeter mehr Radstand mehr Platz als bisher. Er wird um bis zu 80 Kilo leichter und etwa zwei Zentimeter flacher. Die in Japan präsentierte Coupé-Version dürfte ab 2014 zum zweiten Tiguan-Serienmodell avancieren.

Im Übrigen plant VW noch ein ganz neues SUV zwischen Tiguan und Touareg: einen preisgünstigen Siebensitzer mit bis zu 4,80 Meter Länge. Die Sitze der Reihen zwei und drei sind wegklapp- oder ausbaubar (dritte Reihe), und auch dieser Offroader nutzt den VW-Allradantrieb mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung (Haldex).

In der Up-Familie verdichten sich die Termine. Anfang März kommt der kleine Fünftürer, im Frühjahr 2013 der wilde GT, dessen Einliter-Dreizylinder per Direkteinspritzung und Turbodruck mit 110 PS feuert. Zeitlich dichter dran ist der Cross Up, ein Rustikaler mit leichter Geländetauglichkeit: kräftigere Radhäuser und Stoßfänger, 15 mm mehr Bodenfreiheit, modifiziertes Fahrwerk, 16-Zoll-Alu-Räder und 185er-Reifen – er soll nun schon im Herbst 2012 starten.

 

Porsche: Cajun vor dem Start, 929 in Sichtweite

Deutschlands Sportwagenbauer plant eine Neuheiten-Flut: Boxster- und Cayman-Nachfolger, neue 911er-Versionen, 918 Spyder, Mittelmotor-Roadster Porsche 551. Hier sehen Sie eine relativ seriennahe Version des Kompakt-SUV Cajun: Es kommt im Herbst 2013 erst als Viertürer – 4,60 m lang, 1,90 m breit, 1,63 m hoch, nutzt die Audi Q5-Basis, hat VW-Konzernmotoren (240- und 290-PS-TSI, TDI mit 190/265 PS), dazu ein Porsche-Toptriebwerk mit über 300 PS, später eine Plug-in-Hybridvariante.

Neues auch vom Projekt Porsche 929, einem zweisitzigen Heckmittelmotor-Supersportler, der mit einem expressiven Design nach 2015 gegen den Ferrari 458 antreten soll. Seine Befürworter haben gerade Oberwasser, und es gibt einige Eckdaten. Das Auto dürfte rund 4,60 Meter lang sein, mindestens 350.000 Euro teuer und über 600 PS stark (neuer V8-Biturbo), womöglich auch mit Hybrid-Technik. Porsche-Chef Matthias Müller: "In dieser Region wäre was Aufregendes möglich."
Text: Wolfgang Eschment/Stefan Miete
Computerdesign: Jean-François Hubert (3), DeLusi (1), Reichel Car-Design (6)

AUTO ZEITUNG

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