Kaufberatung Audi A3 2012 (8V): Motoren, Ausstattungen und Preise Wahl der Ringe

05.02.2013
Inhalt
  1. Audi A3: Drei Diesel zwischen 105 und 184 PS
  2. Neu: Assistenzsysteme und Internetzugang
  3. Fazit

Kaufberatung: Seit 1996 wurden über drei Millionen Audi A3 produziert - der Ingolstädter ist ein Volltreffer in der Premium-Kompaktklasse. Die neue dritte Generation von 2012 soll an die Erfolge anknüpfen. Grund genug, das Angebot ausführlich zu begutachten

Wenn der neue A3 Sportback im Februar 2013 auf den Markt kommt, haben die Kunden des Ingolstädter Kompakten wieder die Wahl zwischen Drei- und Fünftürer. Beide basieren auf der Technik des neuen modularen Querbaukastens des VW-Konzerns, der auch beim neuen Golf zum Einsatz kommt.

Gegenüber den Vorgänger-Generationen warten die neuen Modelle jedoch mit einigen Unterschieden auf. So weist der Fünftürer mit 263,6 Zentimeter Radstand 3,5 Zentimeter mehr auf als der Dreitürer. Die Außenlänge wuchs um 7,3 Zentimeter. Hinzu kommt, dass bei den Einstiegsmotorisierungen (Benziner und Diesel mit 105 PS) eine leichtere und technisch einfachere Verbundlenkerachse die Radführung der Hinterräder übernimmt. Die darüber rangierenden Versionen besitzen eine Mehrfachlenker-Hinterachse.

 

Audi A3: Drei Diesel zwischen 105 und 184 PS

Während beide Karosserievarianten vorn identische Platzverhältnisse bieten, sind die Unterschiede im Fond deutlich spürbar. Dank des längeren Radstands offeriert der Sportback nicht nur merklich quattro-Versionen fassen aufgrund des etwas größeren Platzbedarfs ihrer aufwändigeren Hinterachskonstruktion 40 Liter weniger.

Für beide Karosserie-Versionen gibt es drei Ausstattungslinien. Im zweiten Quartal 2013 reicht Audi für Freunde der Leistungsgesellschaft den 300 PS starken S3 samt eigener Ausstattung nach, die beispielsweise 18-Zoll-Räder, mehr Knie-, sondern dank des längeren Dachs auch geringfügig mehr Kopfraum. Der Fünftürer wartet überdies mit mehr Platz fürs Gepäck auf. Hält der Dreitürer zwischen 325 und 1060 Litern bereit, lassen sich im Sportback Koffer und Taschen mit einem Volumen von 380 bis 1220 Litern bei umgeklappter Rücksitzlehne verstauen. Die allradgetriebenen Bi-Xenonlicht und eine Diebstahlwarnanlage umfasst. Für die schwächer motorisierten A3 haben die Kunden die Wahl zwischen der Basisausstattung Attraction, der sportiven Ambition-Linie und der komfortablen Ambiente-Ausführung. Die Attraction-Variante verfügt bereits über eine schalldämmende Akustikfrontscheibe, CD-Radio, Klimaanlage, Start-Stopp-System und Bremsenergierückgewinnung.

Die Ambition-Linie ist besonders für Dynamiker eine gute Wahl - mit 17-Zoll-Alu-Rädern, Sportfahrwerk, Sportsitzen sowie dem Fahrprogrammschalter drive select, welcher per Tastendruck die Kennlinien von Lenkung, Gaspedal und Getriebe (bei den S tronic-Versionen) verändert.

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Die Ambiente-Ausstattung wiederum wurde auf Komfort getrimmt - unter anderem mit serienmäßiger Klimaautomatik, Geschwindigkeitsregelanlage, Mittelarmlehne vorn und Lederlenkrad im Vierspeichen-Design. Der Mehrpreis gegenüber der Basis Version beträgt sowohl für die Ambitionals auch die Ambiente-Ausstattung 1900 Euro. Zwar weist die Preisliste ohne den S3 schon jetzt 13 verschiedene Motor-Getriebe-Karosserie-Kombinationen aus, trotzdem kommen in der nächsten Jahreshälfte weitere 14 hinzu. Eine 110 PS leistende Erdgas-Variante folgt dann in der zweiten Jahreshälfte.

Kaufberatung Audi A3: Hier geht's zu Teil 2

Alle Benziner sind Turbos mit Benzin-Direkteinspritzung. Das Einstiegsaggregat mit 1,2 Litern leistet 105 PS. Darüber rangiert die 1,4-Liter-Version mit 122 PS. Eine Variante gleichen Hubraums gibt es auch mit 140 PS und Zylinderabschaltung (cylinder on demand, COD), welche im Teillastbetrieb die Zylinder zwei und drei still legt. Die daraus resultierende Kraftstoffersparnis soll dazu führen, dass sich das Aggregat im Normzyklus mit nur 4,7 Liter Super auf 100 km begnügt, obwohl dieser A3 bis zu 213 km/h rennt.

Drehfreude, spontaner Antritt und hohe Laufkultur lauten die Begriffe, die einem nach den ersten Kilometern mit diesem Motor einfallen. Die Leistungsliga wird mit dem bekannten 180 PS leistenden 1.8 TFSI-Motor bedient. Dessen kräftiger Antritt verebbt erst bei maximal 232 km/h. Alle Aggregate lassen sich mit dem neuen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombinieren (Aufpreis: 1900 Euro). Den 180-PS-Benziner gibt es auch als empfehlenswerten quattro mit Allradantrieb (2200 Euro). So ist sichergestellt, dass die Kraft möglichst ohne Schlupf in Vortrieb umgewandelt wird.

 

Neu: Assistenzsysteme und Internetzugang

An der Selbstzünderfront vertraut Audi auf die 1,6- und 2,0-Liter-TDI-Triebwerke mit Partikelfilter. Das Basis-Aggregat leistet 105 PS und soll sich mit lediglich 3,8 Liter Diesel auf 100 Kilometern begnügen - bei völlig ausreichenden Fahrleistungen: Von null bis 100 km/h sollen nur 10,7 Sekunden vergehen, die Spitze liegt bei 195 km/h. Die goldene Dieselmitte bietet der 2.0 TDI mit 150 PS und 320 Nm Drehmoment. Laut EU-Norm genügen dem 216 km/h schnellen Ingolstädter gerade mal 4,1 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Auch wenn es in der Praxis 5,5 Liter sind, zählt der Audi A3 2.0 TDI damit zu den besonders Sparsamen im Lande.

An der Dieselspitze erhält der neue Premium-Kompakte eine Leistungskur. Statt der bisher bekannten 170-PS-TDI-Version leistet der neue Top-Diesel satte 184 PS. Im Alltag bietet der A3 damit Druck in allen Lebenslagen, was nicht ohne Auswirkungen auf den Fahrspaß bleibt. Hier sollte man jedoch zur quattro-Version greifen, die allerdings zunächst nur mit Doppelkupplungsgetriebe erhältlich ist, das bei den übrigen Dieseln als Option zur Verfügung steht. Beim Allradantrieb vertrauen die Audianer auf die bewährte öldruckgesteuerte Lamellenkupplung (Haldex), die eine stufenlose Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse ermöglicht. Wer Wert auf besseren Federungskomfort legt, ist mit dem magnetic ride-Fahrwerk (ab 980 Euro) gut beraten, dessen adaptive Dämpfer Schlaglöchern effektiv wegbügeln.

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In Sachen Sicherheit trumpfen die Ingolstädter auf und bestücken den neuen A3 mit Systemen, die in der Kompaktklasse bislang selten oder überhaupt nicht erhältlich sind. In allen Versionen ist beispielsweise ein weiterentwickelter Bremsassistent an Bord , der das Fahrzeug nach einer Kollision sofort zum Stillstand bringt, um Folgekollisionen zu verhindern.

Ebenfalls neu in der Kompaktklasse ist das System pre sense basic (200 Euro) für den präventiven Unfallschutz. Bei einer drohenden Kollision strafft es die Gurte und schließt die Fenster. Weitere Assistenzsysteme sorgen für Sicherheit, etwa die Spur- und Spurwechselassistenten (600 bzw. 500 Euro) sowie ein Abstandsradar (560 Euro) oder die sehr empfehlenswerte Verkehrszeichenerkennung (enthalten im Spurassistentpaket). Sie helfen, Unfälle effektiv zu vermeiden.

Kaufberatung Audi A3: Hier geht's zum 3. Teil

Den Weg zum Ziel weist beispielsweise das Navigationssystem plus mit MMI touch. Hier kann der Fahrer den Dreh-Drücksteller des MMI-Systems als Berührungsfläche nutzen und darauf die Buchstaben des Zielorts mit dem Finger schreiben oder aber die Zieladresse per Sprachsteuerung eingeben. Die Kartendarstellung auf dem Sieben-Zoll-Farbdisplay erfolgt auf Wunsch anhand der Satellitenbilder von Google Earth. Hierzu ist eine Internetverbindung notwendig, die über ein integriertes UMTS-Modul aufgebaut wird. Erhältlich ist diese Technik über die Option Audi connect (500 Euro). Sie umfasst darüber hinaus einen WLAN-Hotspot zur Nutzung mobiler Endgeräte im Fahrzeug sowie Funktionen wie zum Beispiel Online-Verkehrsinformationen, Nachrichten oder den Zugriff auf Facebook und Twitter.

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Niemand dürfte Mühe haben, sich seinen individuellen Kompakt-Audi zu konfi gurieren. Drei Uni-Lackierungen, acht Metallic-Töne, zwei Perleffekt-Lacke lassen sich, je nach Ausstattung, mit 15 Leichtmetallrädern kombinieren. Besondere Farbwünsche erfüllt die  Individuallackierung Audi exclusiv (2300 Euro). Und über 20 Stoffsowie Ledersitzbezüge dürften so ziemlich jeden Geschmack treffen.

Nach wie vor können die Kunden ihren A3 mit S line-Paketen auch auf dynamisch trimmen: Das S line-Exterieur-Paket (ab 1460 Euro) beinhaltet beispielsweise Frontschürzen mit Wabengittern und Heckschürzen mit Diffusoreneinsätzen. Das S line-Sportpaket (1900 Euro) bietet unter anderem 18-Zoll-Alu-Räder (Serie: 16 und 17 Zoll), das S line-Sportfahrwerk und das S line-Sportlederlenkrad. Von der möglichen Ausstattungsvielfalt kann die nebenstehende Ausstattungsliste nur einen kleinen Teil abbilden. Dennoch wird schnell klar: Mit dem neuen A3 haben die Ingolstädter wieder Großes vor.

 

Fazit

Trotz der Vielzahl an Ausstattungsvarianten lassen sich für A3 und A3 Sportback klare Empfehlungen abgeben. Ob Drei- oder Fünftürer hängt vom individuellen Transportbedarf ab. Praktischer ist der Sportback allemal. Was den Antrieb angeht, ragt bei den Benzinern der 1.4 TSI COD mit Zylinderabschaltung heraus: Weil er deutlich kräftiger, aber sparsamer als seine schwächeren Pendants auftritt, sollte man ihm bei der Kaufentscheidung den Vorzug geben.

Dieselfreunde fahren mit dem 150-PS-Allroundtalent am besten. Sparen lässt sich mit dem 1.6 TDI, während Drehmoment-Fans bei der 184-PS-Version voll auf ihre Kosten kommen. Dann aber sollte der quattro-Antrieb auf jeden Fall mit an Bord sein. Das Doppelkupplungsgetriebe ist immer eine Überlegung wert.
Elmar Siepen

AUTO ZEITUNG

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