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Aston alla Milanese - Aston Martin Vanquish Zagato Roadster

Aston alla Milanese

Selten trug eine Zusammenarbeit zwischen Briten und Italienern so wunderbare Früchte wie die Kooperation von Aston Martin mit Zagato

Eckdaten
PS-kW466 PS (343 kW)
AntriebHeckantrieb, 6 Gang manuell
0-100 km/hk.A.
Höchstgeschwindigkeitk.A.
Preisk.A.

"Schick mir einen Vanquish, damit ich ihm das Dach abschneiden kann", lautete der Vorschlag. Um solch eine Idee an Dr. Ulrich Bez heranzutragen, braucht man entweder den Mut eines Husaren oder die Gewissheit, eng mit ihm befreundet zu sein. Für Dottore Andrea Zagato gilt letzteres. Seit Zagato und Bez vor zwei Jahren beschlossen, eine Sonderserie des DB7 mit neuer Karosserie und kürzerem Radstand zu bauen, kommunizieren sie auf kurzen Wegen miteinander. Der DB7 Zagato war ein Bombenerfolg. 99 Coupés sollten gebaut werden, aber 145 Bestellungen gingen ein. Kurzerhand einigten sich Bez und Zagato darauf, noch einen Roadster zu gestalten. Vom ersten Federstrich am Computer des Zagato-Chefdesigners Nori Harada bis zur Vorstellung des DB American Roadster 1 auf der Los Angeles Auto Show 2003 vergingen nur drei Monate, und auch diese limitierte Auflage war im Nu ausverkauft. Nichts lag für Zagato näher, als nach einer Fortsetzung des Erfolgs zu suchen. Die Idee, auch vom V12 Vanquish eine offene Zagato-Variante aufzulegen, ist von zwingender Logik und kommt Aston Martin im Grunde sehr gelegen. Denn die kleine Firma braucht derzeit all ihre Kapazitäten für den Produktionsanlauf von DB9 und DB9 Volante und bereitet parallel dazu den für 2005 vorgesehenen Start des neuen V8-Modells vor. Der bildschöne und ebenfalls mit Zwölfzylinder ausgestattete DB9 rückt dem Topmodell Vanquish bedrohlich auf den Pelz. Doch für die Weiterentwicklung des V12 Vanquish bleibt kaum noch Zeit. Sonderkarosserien in limitierten Serien könnten dem mächtigen Sportwagen weiterhin seine Sonderstellung im Aston Martin-Programm garantieren. Zwei Vorschläge dafür wurden auf dem Genfer Salon präsentiert und auf Publikumsreaktionen hin getestet: ein Sportkombi-Aufbau von Bertone und der blaue Roadster von Zagato. Der Vanquish Roadster fällt extremer aus als der DB9 Volante. Er besitzt kein gefüttertes Verdeck, sondern nur eine leichte Stoffkapuze. Für schlechtes Wetter ist ein Hardtop vorgesehen. Der komplette Vorderwagen blieb unangetastet. "Der Vanquish hat eine der schönsten Sportwagen-Fronten aller Zeiten. Ich sah keinen Sinn darin, etwas zu ändern", erläutert Andrea Zagato. Neu ist nur der hintere Teil des Autos, von den Türen bis zum Stoßfänger. Die typischen Zagato-Höcker in der transparenten Dachabdeckung und die weichere Heckpartie mit runden Rückleuchten bringen den Stil des Hauses ins Spiel. Der Zagato Roadster ist damit mehr als nur ein Vanquish ohne Dach. Er hat seinen eigenen Charakter und eine sehr individuelle Ausstrahlung – Extravaganz in ihrer schönsten Form. Kirschrote Ledersitze und Verkleidungen an Stelle britischer Edelholzfurniere verleihen dem Interieur italienisches Temperament und unwiderstehlichen Playboy-Charme. Als "Frauenfalle" ist der Vanquish Roadster in dieser Farbkombination unschlagbar, ein Garant für unterhaltsame Flirts. Kaum vorstellbar, dass Aston Martin seinen Fans dieses Vergnügen lange vorenthält. Auch wenn die Briten schwer beschäftigt sind: Die Zeit fürs "dolce vita allo Zagato" sollten sie sich nehmen. Karsten Rehmann

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Aston Martin Vanquish Zagato Roadster

PS/KW 466/343

0-100 km/h in k.A.

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze k.A.

Preis k.A.