Alternative Kraftstoffe: Alternativen zu Benzin, Diesel und Super Alternative Kraftstoffe im Fokus

26.03.2013
Inhalt
  1. Autogas 
  2. Pflanzenöl 
  3. Wasserstoff 
  4. Elektroantrieb 

Alternative Kraftstoffe galten lange Zeit als ein Thema, für das sich die Mehrheit der Autofahrer nicht interessiert hat. Ein Interesse an den Kraftstoffen war so gut wie nicht festzustellen, stattdessen wurden bewusst jene Kraftstoffe getankt, die bereits seit Jahrzehnten als etabliert gelten. Erst vor relativ kurzer Zeit hat sich dies geändert: Immer mehr Autofahrer setzen sich intensiv mit der Thematik auseinander und denken ernsthaft über einen Umstieg nach.

Dieser Wandel hat vor allem zwei Ursachen: Da wären zunächst die gestiegenen Kraftstoffpreise. In den letzten zehn Jahren haben die Preise für Benzin und Diesel kräftig angezogen. Zugleich stieg die Anzahl der Berufspendler: Tausende Deutsche nehmen jeden Tag unzählige Kilometer in Kauf, um zwischen Zuhause und Arbeitsplatz zu pendeln. Die hohen Spritpreise belasten die  Haushaltskasse dann besonders stark. Des Weiteren ist ein gestiegenes Umweltbewusstsein festzustellen. Eine wachsende Anzahl an Fahrern möchte einen Beitrag zur Schonung von Umwelt und Klima leisten.

Wenn von alternativen Kraftstoffen gesprochen wird, denken viele Autofahrer automatisch an Autogas oder Pflanzenöl. Dabei gibt es noch weitere interessante Kraftstoffe und Technologien, die eine genaue Betrachtung verdienen. Ein voreilig beschlossener Umstieg auf ein neues Fahrzeug oder die Umrüstung des bestehenden Fahrzeugs kann anderenfalls zu großer Enttäuschung führen. Nachfolgend werden die interessantesten alternativen Kraftstoffe und Antriebskonzepte mitsamt ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt.

 

Autogas 

Kraftfahrer, die sich von Benzin oder Diesel lossagen, entscheiden sich zumeist für Autogas. Dies überrascht nicht, denn der Umstieg gestaltet sich relativ leicht. Immerhin gibt es mehrere Autohersteller, die entsprechende Fahrzeuge direkt ab Werk anbieten. Außerdem lassen sich viele Benziner problemlos umrüsten.

Beliebt ist Autogas vor allem deshalb, weil es preiswert ist. Dank einer anderen Besteuerung schlägt der Kraftstoff mit weitaus niedrigeren Kosten zu Buche. Außerdem punktet er mit einer sauberen Verbrennung, in deren Rahmen deutlich weniger Schadstoffe freigesetzt werden.

Trotz der Vorzüge will ein Umstieg gut überlegt sein. Die Kosten einer Umrüstung belaufen sich auf 2.000 bis 3.000 Euro. Sie macht sich daher nur bezahlt, wenn vergleichsweise viel gefahren wird. Für Wenigfahrer ist der Umstieg kaum interessant.

 

Pflanzenöl 

So verrückt es auch klingen mag: Entsprechend umgerüstete Dieselmotoren können nicht nur konventionellen Dieselkraftstoff, sondern auch Pflanzenöl verbrennen. Hierbei muss noch nicht einmal auf frisches Pflanzenöl zurückgegriffen werden, selbst altes Frittierfett lässt sich als Kraftstoff verwenden, sofern man es richtig aufbereitet.

Als Kraftstoff ist Pflanzenöl vor allem deshalb so attraktiv, weil es regenerativ gewonnen werden kann und somit keine Abhängigkeit vom Erdöl mehr besteht. Außerdem werden bei der Verbrennung nur sehr geringe Mengen an Schadstoffen freigesetzt. Sofern man das Beschaffungsmanagement im Griff hat, lässt sich gegenüber der Verwendung konventioneller Kraftstoffe außerdem eine finanzielle Ersparnis erzielen.

Trotz dieser Vorzüge ist nicht uneingeschränkt zum Umstieg auf Pflanzenöl zu raten. Der Aufwand der Kraftstoffbeschaffung ist enorm und erfordert viel Zeit. Im Grunde setzen nur Idealisten auf diesen Kraftstoff. Sollten mehr Bürger umsteigen, wäre eine ausreichende Versorgung nicht mehr gewährleistet. Außerdem kann der massive Anbau von Raps auch auf Kosten der Umwelt erfolgen.

Eine direkte Verwendung des Kraftstoffs ist übrigens auch nicht möglich, die Motoren müssen im Vorfeld umgerüstet werden. Berücksichtigt man die Kosten, den Aufwand der Kraftstoffbeschaffung sowie die Umweltfolgen, so ist Pflanzenöl aus derzeitiger Sicht kein massentauglicher Kraftstoff.

 

Wasserstoff 

Wasserstoff wird bereits seit vielen Jahrzehnten als Kraftstoff in Fahrzeugen erprobt. Es gilt zu wissen, dass der Kraftstoff gleich für zwei unterschiedliche Antriebstechnologien verwendet werden kann. Da wäre zunächst der klassische Wasserstoffmotor. Bei ihm handelt es sich um einen modifizierten Verbrennungsmotor, weshalb die Massenfertigung zumindest in der Theorie kein Problem darstellen würde.

Das zweite Antriebskonzept basiert auf der Brennstoffzelle. In ihr findet eine chemische Reaktion statt, die letztlich zur Erzeugung von elektrischer Energie genutzt wird. Der Strom wird wiederum verwendet, um Elektromotoren anzutreiben. Entsprechende Fahrzeuge werden noch nicht in Serie gefertigt, die Prototypen gelten jedoch als vielversprechend. Im Grunde handelt es sich hierbei um eine spezielle Form des Elektroautos. Es punktet mit der Tatsache, dass Akkus durch Wasserstofftanks ersetzt werden.

Beide Antriebskonzepte sind äußerst interessant, aber für den Praxiseinsatz noch nicht zu empfehlen. Im Mai 2012 wurden in Deutschland 39 Wasserstofftankstellen gezählt. Dies sind viel zu wenige Tankstellen, um den Kraftstoff zu etablieren. Außerdem wird der industriell angebotene Wasserstoff nicht nachhaltig erzeugt. Technisch gesehen wäre dies zwar möglich, doch die Entwicklung entsprechender Verfahren schreitet nur sehr langsam voran.

 

Elektroantrieb 

Elektrische Energie kann ebenfalls als alternativer Kraftstoff betrachtet werden. Im Kfz-Bereich stecken solche Technologien zwar noch in den Kinderschuhen, ihnen wird aber flächendeckend großes Potential zugesprochen. Schließlich kann der Strom durch Nutzung regenerativer Energien gewonnen werden und gestattet zudem lokal emissionsfreies Fahren.

Das klassische Elektroauto wird in den kommenden Jahren aber noch ein Nischenprodukt bleiben. Limitierte Reichweiten, hohe Anschaffungskosten und lange Akku-Ladezeiten schrecken viele Interessenten ab. Am ehesten werden sich entsprechende Fahrzeuge auf der Kurzstrecke und bei Pendlern in Großstädten etablieren – vor allem dort, wo viel gefahren wird und daher ein Kostenvorteil erzielt werden kann. Im Vergleich zu Benzin und Diesel ist Strom nämlich deutlich günstiger.

Den größeren Durchbruch wird die Hybrid-Technologie erleben. In den kommenden Jahren werden zahlreiche Hybrid-Modelle auf den Markt kommen. Sie versprechen eine Mobilität, wie man sie bereits gewohnt ist. Allerdings hilft die Hybrid-Technologie dabei, den Kraftstoffverbrauch maßgeblich zu senken, kürzere Strecken können sogar rein elektrisch gefahren werden.

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P. Ratz

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