Alfa Romeo MiTo Quadrifoglio Verde im Fahrbericht Einstiegs-Alfa

14.10.2011

Mit seinem 170 PS starken Multiair-Turbo ist der MiTo Quadrifoglio Verde der perfekte Einstieg in die Alfa-Welt. Doch die MiTo-Palette hat mehr zu bieten

Man hat es nicht leicht, so als Alfa mit einem grünen Kleeblatt auf dem Kotfl ügel. Schließlich adelt das Quadrifoglio Verde seit Ugo Sivoccis Targa Florio-Sieg von 1923 besonders schnelle und sportliche Alfa-Modelle. Diese Bürde schultert der Alfa Romeo MiTo, der mit vollem Beinamen 1.4 TB 16V Multiair Quadrifoglio Verde heißt, mit aller Leichtigkeit seiner 170 PS. Mit anderen Worten: Der kompakte Alfa geht so vorwärts, dass es all jenen, die in ihren Jugendjahren mit Alfasud ti unterwegs waren, kleine Tränen der Rührung in die Augenwinkel treibt.

Oder in Zahlen: Der 170 PS starke MiTo beschleunigt in 7,5 Sekunden auf 100 km/h und rennt 219 km/h schnell. Dabei begnügt er sich – dank Multiair-Technologie und Downsizing – mit einem Drittelmix von sechs Liter Super je 100 km und einem CO2-Ausstoß von 139 g/km. Wobei natürlich anzumerken ist, dass bei häufiger Nutzung der gebotenen Dynamik der Verbrauch höher ausfallen kann.

 

ALFA ROMEO MITO QV: KULTIVIERTER TURBO

Der starke Turbo bietet jedoch nicht nur exzellente Fahrleistungen und niedrigen Treibstoffkonsum. Das Hightech-Triebwerk läuft sehr Immer dabei: der typische D.N.A.-Schalter kultiviert, dreht blitzschnell hoch und hängt feinfühlig am Gas. Und wer den serienmäßigen D.N.A.- Schalter in die Position „Dynamic“ schiebt, wird mit einer kleinen Extraportion Drehmoment, noch besserem Ansprechen und geschärftem Handling belohnt. Dazu passt das neue, knackig zu schaltende Sechsganggetriebe. Keine Frage, Ugo Sivocci würde sein Kleeblatt freudig auf diesen Alfa kleben.

Dabei ist der bärenstarke Multiair-Motor nur eine der Möglichkeiten, die die MiTo-Motorenpalette bietet. Weitere vier Benziner und zwei Diesel-Triebwerke lassen kaum Wünsche offen. Den Einstieg bildet der 1.4 16V, den es mit 78 und 95 PS ab 14 450 Euro gibt. 135 PS leistet der 1.4 TB, ebenfalls mit Multiair-Einlasssteuerung – er ist mit einem Normverbrauch von 5,6 Liter Super und 129 g CO2/km der sparsamste MiTo-Benziner.

20 PS stärker ist der 1.4 TB, der auf Multiair verzichtet. Dieselfreunde können zwischen zwei Triebwerken wählen: dem neuen 1.3 JTDM 16V (95 PS) mit Multijet-Common- Rail der neuesten Generation und dem 1.6 JTDM 16V (120 PS). Der 1.3 JTDM (Normverbrauch: 4,3 Liter Diesel; 112 g CO2 /km) ist der sparsamste Antrieb für den Alfa Romeo MiTo.

Mit der Auswahl des richtigen Triebwerks hören die Wahlmöglichkeiten im MiTo-Showroom noch lange nicht auf. Das umfangreiche Ausstattungs- und Zubehörprogramm bietet so viele individuelle Möglichkeiten, dass es vermutlich keine zwei exakt identischen MiTo gibt.

UNZÄHLIGE OPTIONEN
Das beginnt schon bei der Basisausstattung. Die ist mit sechs Airbags, aktiven Kopfstützen, elektrischen Fensterhebern, D.N.A.-Fahrdynamikschalter, Tagfahrlicht oder Zentralverriegelung mit Fernbedienung (und vielem mehr) schon sehr umfangreich.

Dazu kann der MiTo-Käufer für 1500 Euro das Tursimo-Paket ordern. Es enthält Extras im Gegenwert von 2300 Euro, unter anderem: Klimaanlage, 16-Zoll-Alus, Lederlenkrad und Multifunktionsdisplay. Kein Wunder, dass die allermeisten MiTo-Käufer in Deutschland auf dieses Angebot nicht verzichten.

Das alles gilt übrigens nicht für den 170-PS-Multiair, er hat als Quadrifoglio Verde eine noch umfangreichere Grundausstattung als der Turismo, inklusive 17-Zoll-Alus, zweiflutiger Auspuffanlage und schwarzen Dachhimmels.

Zudem ist die Turismo-Ausstattung mit zwei Sportpaketen aufrüstbar, die unter anderem größere Räder oder in Wagenfarbe lackierte Dachspoiler enthalten, Preis: 800 bzw. 1000 Euro. Ebenfalls 800 Euro kostet das Komfortpaket, das mit Klimaautomatik, Parksensoren hinten oder Cruise Control punktet.

Doch selbst wer in den verschiedenen Paketen nicht das Richtige für seinen MiTo findet, kann seinen Wunsch-Alfa weiter verfeinern. Das beginnt bei den zehn Farbtönen, in denen der Alfa lieferbar ist, und hört mit den in verschiedenen Farben verfügbaren Karosserieapplikationen wie Spiegelkappen, Scheinwerfer- und Rückleuchtenumrahmungen sowie den diversen Räder-Kombinationen noch lange nicht auf. Italophilen Alfisten jagen bereits Farbbezeichnungen wie Bianco Spina, Rosso Alfa oder Giallo Corsa wohlige Schauer über den Rücken.

Zudem kann der MiTo mit Dekorfolien weiter geschmückt werden. Die Preisliste bietet auch für das Interieur diverse Optionen. Etwa das Navi mit Audioanlage und 6,5- Zoll-Display oder das Blue&Me-Navi mit Freisprecheinrichtung, hochwertige Ledersitze sowie ein Bose-Soundsystem. Für mich einen Quadrifoglio in Rosso Alfa, per favore!
Heinrich Lingner

AUTO ZEITUNG

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