Alfa Romeo Giulia QV/BMW M3: Vergleich Giulia trifft auf BMW M3

16.12.2015

Mit der neuen Giulia QV und dem BMW M3 kündigt sich ein spannendes Duell bei den sportlichen Mittelklasse-Limousinen an. Geht der Alfa steil? Erster Check!

Startet die Alfa Romeo Giulia QV (Quadrifolgio Verde) Anfang 2016, steht der ewige Mittelklasse-Regent aus Bayern, BMW M3, bereit. Kraft, Ausdauer und eine gehörige Portion Selbstvertrauen wird die hübsche Italienerin brauchen, um sich gegen den etablierten Sportler durchzusetzen. Vorneweg: Es – und sie – sieht sehr gut aus. Dem sähmigen Reihensechszylinder mit drei Litern Hubraum und 431 PS stellt die Giulia QV einen Sechszylinder in V-Form entgegen, der aus 2,9 Litern Hubraum 510 PS abruft. Beide Hersteller setzen auf Biturbo-Technik und Hinterradantrieb. Gilt der BMW M3 zudem als Leichtfuß in der Klasse der sportlichen Mittelklässler, hat die Giulia noch weniger Pfunde unter den elegant geformten Karosserielinien. Mit 1524 Kilogramm wiegt sie leer 71 Kilogramm weniger als der M3. Zudem beschleunigt sie mit 3,9 Sekunden 0,4 Sekunden schneller und verbraucht 0,3 Liter weniger als der handgeschaltete BMW M3, der sich 8,8 Liter auf 100 Kilometer genehmigt. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit (307 km/h) hängt die Giulia QV den M3, der bei 250 km/h abgeregelt ist, ab. 

 

Alfa Romeo Giulia QV und BMW M3 auf Augenhöhe

Bei den Fahrleistungen und den technischen Daten liegt Giulia vornech wie steht es um das Wohlergehen des Fahrers? Stört er sich weiterhin an zu verspielten Kleinigkeiten und Ungenauigkeiten in der Verarbeitung? Mit einem Wort: Nein! Bei der ersten Sitzprobe hinterlässt die Giulia einen klar strukturierten, aufgeräumten und äußerst simplifizierten Eindruck. Alfa hat BMWs iDrive-Bediensystem verstanden und in eine filigrane und stimmige Designwelt übertragen. Die bestimmenden, hochwertigen Materialien Leder und Alcantara sind wie beim BMW fein verarbeitet und die Ziernähte laufen akkurat. Die Knöpfe wackeln nicht und alle Informationen sind auf dem 8,8-Zoll-Display gut ablesbar – übrigens die gleich Display-Größe wie beim M3.

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Alfa hat sich mit dem BMW M3 den richtigen Gradmesser gesucht. Fraglich ist jedoch, ob die Italienerin auch beim umfangreichen und durchdachten Ausstattungsumfang des Müncheners mithalten kann. Ein vollwertiges Head-up-Display, Spurhalteassistent, PDC, Rückfahrkamera und das äußerst ausgereifte BMW-Navi Professional stehen für Münchener Premium-Qualität. Beim ersten kalten Vergleich braucht die Giulia den M3 nicht zu fürchten, zumal ein elektronisch gesteuertes Sperrdifferenzial und adaptive Dämpfen auch fahrdynamisch Großes vermuten lassen. Doch das ist alles nur Theorie, der erste harte Vergleich wird die Antwort liefern.

So viel neue Technik und wunderschönes Design muss doch auch ihren Preis haben? Ja, knapp über 70.000 Euro. Der BMW M3 kostet 71.800 Euro als 6-Gang-Schalter. 75.700 Euro verlangt BMW für das superschnelle 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, mit dem der M3 übrigens in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, nur 8,3 Liter verbraucht und dem Fahrer Schaltvorgänge abnimmt. Das hat die Alfa Giulia zum Beispiel nicht und zudem entwickelt aktuell intensiv an einer neuen Technologie, die künftig auch im BMW M3 zum Einsatz kommen könnte.

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