Vergleich: Alfa Romeo Giulia QV vs. BMW M3 und Jaguar XE S Europameister

28.08.2015

Sie ist da! Die neue Alfa Romeo Giulia rückt zur Rettung der legendären italienischen Marke aus und macht dabei keine Kompromisse: Als Giulia QV mit 510 PS strebt sie nach der Krone der sportlichen Mittelklasse. Sehen Power-Limousinen wie der BMW M3 oder Jaguars Raubkatze XE S da noch Land?

Alfa Romeo! Echte Auto-Fans mussten sich in den vergangenen Jahren hier so einige Tränen aus den Augenwinkeln wischen: Was für eine Marke – und welche Diskrepanz zu den tatsächlichen Produkten des Hauses! Lediglich der extreme Leichtbau-Sportwagen 4C sendete 2013 ein Überlebenszeichen: Die Asche hat noch Glut, und auf einmal stand fest, dass es die Alfa Romeo-Truppe zumindest verstanden hat, dass zukünftige Modelle leidenschaftlich und kompromisslos ausfallen müssen.

 

Alfa Romeo Giulia QV vs. BMW M3 und Jaguar XE S

Noch einmal zwei Jahre später hat das Warten endlich ein Ende, die Italiener legen mit der ersten neuen Giulia seit 1978 ein markerschütternd emotionales Auto vor, einen Sportwagen für die Mittelklasse, der mit Jahrzehnten technischer Mittelmäßigkeit drastisch aufräumt und Alfa zurück in den 
europäischen Auto-Olymp katapultieren soll: Traktionsstarker Heck- oder Allradantrieb, explosiv antretende Sportmotoren, intelligent eingesetzte Leichtbau-Materialien, ganz klar sportliche Ausprägung mit paritätischer 50:50-
Balance, ultradirekte Lenkung und ein knackiges Fahrwerk – aus diesen Zutaten strickt man keine 
braven Großserien-Autos, sondern bis in die Wolle fahrdynamisch gefärbte Fahrspaß-Geräte.

Selbstverständlich wird es Turbo-Vierzylinder und drehmomentstarke Dieselmotoren geben. Zum Marktstart der neuen Giulia, der im ersten Quartal 2016 erfolgt, wird jedoch zuerst mit einem supersportlichen Quadrifoglio Verde-Modell mit Heckantrieb das Territorium markiert, das nicht weniger als der stärkste Serien-Alfa aller Zeiten ist. Doch reicht das allein aus, um im harten Wettbewerbsumfeld bestehen zu können? Immerhin tummeln sich im gleichen Segment so einige Hochkaräter: Etwa der BMW M3 oder der ebenfalls noch brandneue Jaguar XE S, die wir zu einem ersten Vergleich heranziehen.

In Sachen Leistung hat die Giulia QV schon einmal die bildschöne Nase vorn. Ein 510 PS starker Dreiliter-Biturbo-V6 mit Zylinderabschaltung zur Verbesserung der Effizienz, der in Zusammenarbeit mit Ferrari entwickelt wurde, peitscht die rassige Italienerin in nur 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und direkt in einen ebenso illustren wie überschaubaren „Unter vier Sekunden“-Club. Der BMW M3 setzt dem einen gleichfalls doppelt aufgeladenen 3,0-Liter-Reihensechser entgegen, dessen 431 PS genügen, um aus dem Stand in immerhin 4,3 Sekunden Landstraßentempo zu erreichen. Mit dem optionalen Doppelkupplungsgetriebe verkürzt sich der Sprintwert sogar auf 4,1 Sekunden. Der Jaguar, den es ausschließlich mit Achtstufen-Automatik gibt, lässt es mit seinem 340 PS starken Kompressor-V6 etwas gemächlicher angehen und durchbricht die 100-km/h-Schallmauer erst nach 5,1 Sekunden.

Alfa Romeo Giulia QV: Top Leistungs-Gewicht

Neben der reinen Motorkraft ist das Leistungsgewicht ein entscheidender Faktor für eine herausragende Performance. Und auch in dieser Disziplin hängt der neue Alfa seine Konkurrenten ab. Die 510 PS seines Triebwerks treffen im Fall des Alfa auf rund 1500 Kilogramm Leergewicht – was einem Leistungsgewicht von lediglich 2,9 Kilogramm pro PS entspricht. Der mit 1520 Kilogramm ebenso recht leichtgewichtige M3 und der 1590 Kilogramm gleichfalls nicht sonderlich übergewichtige XE S haben mit 3,5 respektive 4,7 Kilogramm pro PS das Nachsehen. Verantwortlich für das geringe Gewicht des Alfa ist der gezielte Einsatz von Leichtbaumaterialien. Wie beim BMW M3 besteht das Dach beispielsweise aus Karbon, zusätzlich auch die Motorhaube, und Bremsanlage sowie Fahrwerk sind aus Aluminium gefertigt.

Damit sind die Vorzüge des Italo-Sportlers aber bei Weitem nicht erschöpft. Mit stolz geschwellter Brust weist die Alfa-Mannschaft denn auch auf „die direkteste Lenkung im Segment“ oder „eine perfekte Gewichtsverteilung“ hin. Einen aktiven Frontsplitter zur Verbesserung der Aerodynamik, eine Anleihe aus der Formel 1, hat keiner der beiden Konkurrenten an Bord. Die verstellbare Dämpfung, ein Torque-Vectoring-System und die variable Antriebsmomenten-Verteilung über das elektronische Hinterachs-Differenzial gehören ebenfalls zum Technik-Paket. Schächen zeigt der Alfa höchstens bei den Assistenzsystemen.

Dass wir bis jetzt noch kein Wort über das Design verloren haben, zeigt, wie tief der Paradigmen-Wechsel der Marke geht: Bisher musste häufig eher uninspirierte Konzern-Technik mit extravagantem Design schmackhaft gemacht werden. Die neue Giulia hat das nicht nötig.

Unser Fazit

Alfa Romeo gibt mit der unerbittlich dynamischen Giulia QV ein beeindruckendes Lebenszeichen von sich. Die rassige Italienerin hat klar das Zeug dazu, der neue Star unter den Sportlimousinen zu werden. Alfa Romeo ist zurück.

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