ADAC Kindersitz-Test 2012: 33 Kindersitze im Vergleich Fünf Mangelhafte

24.05.2012

Der ADAC und die Stiftung Warentest haben 33 Kindersitze auf ihre Sicherheit getestet und verglichen: Fünf erhalten nur die Note "mangelhaft"

Beim Kindersitz-Kauf sollten Eltern besonderes Augenmerk auf stabile Seitenwagen legen. Das rät Andreas Ratzek vom ADAC Technik Zentrum in Landsberg. Der Autoclub hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest 33 Auto-Kindersitze getestet – 5 wurden als "mangelhaft" bewertet. Davon fielen 3 für Kinder mit einem Körpergewicht zwischen 15 und 36 Kilogramm (Klasse II/III) durch, weil sie keine oder lediglich eine abnehmbare Rückenlehne mit Seitenwangen haben und daher nach Ansicht der Experten bei einem Seitenaufprall keinen ausreichenden Schutz bieten können.

 

KindersitzTest 2012: Vergleich durch ADAC & Stiftung Warentest

Der ADAC kritisiert schon seit Jahren, dass für die amtliche Zulassung nach der EU-Norm ECE-R 44-04 keine Seitencrashtests erforderlich sind. Dabei sei das Verletzungsrisiko bei einem Seitenaufprall deutlich höher als bei den häufigeren Frontalkollisionen, weil Autoflanken nur eine vergleichsweise geringe Knautschzone hätten.

Dass ein hoher Preis kein Garant für Qualität ist, zeigten zwei weitere Kindersitze, die im aktuellen Test "mangelhaft" waren: Ein 209 Euro teurer Sitz für Kinder mit einem Gewicht bis 18 Kilogramm (Klasse 0/I) und ein 269 Euro teures Modell für 9 bis 36 Kilogramm (Klasse I/II/III) boten beim Frontalcrash nicht ausreichend Rückhalt. Bei einem Modell lockerten sich die Sitzgurte, bei dem anderen löste sich die Befestigung. Die 33 getesteten Kindersitze kosten zwischen 55 und 350 Euro.

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Neben den 5 durchgefallenen Modellen bekamen 17 die Note "Gut", 10 ein "Befriedigend" und 1 ein "Ausreichend". Getestet wurde auf Sicherheit, Bedienung und Ergonomie, Schadstoffbelastung sowie Verarbeitung und Reinigung. Erfreulich ist, dass 2 Modelle, die ADAC und Stiftung Warentest beim Kindersitztest im vergangenen Oktober wegen zu hoher Schadstoffbelastung mit "mangelhaft" bewertet hatten, nachgebessert wurden und nun kaum noch Schadstoffe aufweisen. Gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe machten diesmal bei keinem Sitz Probleme.

Der ADAC empfiehlt, vor der Anschaffung eines Kindersitzes nach Möglichkeit auszuprobieren, ob das gewünschte Modell überhaupt ins Auto passt und sich dort einfach und sicher befestigen lässt.
dpa/az

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