Fahrbericht Kia Rio 2015: Facelift-Kleinwagen mit guter Ausstattung Frisch und freigiebig

29.01.2015

Mit dem Kia Rio Facelift 2015 haben die Koreaner Großes vor. Optisch aufgehübscht geht der gut ausgestattete Kleinwagen ab dem 1. Februar auf Kundenfang. Hier der erste Fahrbericht

Was will der Kia Rio sein?
Der frisch geliftete Kia Rio will mit der jüngeren Konkurrenz im Kleinwagensegment gleichziehen und moderner wirken. Dazu hübschen die Koreaner ihren Bestseller auf: Neue Stoßfänger, Chrom-Dekor, LED-Rückleuchten und zweifarbig gehaltene 17 Zoll-Leichtmetallfelgen lassen ihn von außen attraktiver und dynamischer wirken. Auch der Innenraum mutet dank neuer Materialien hochwertiger an. Das Motorenangebot bleibt bestehen, ist aber nun mehr auf Effizienz getrimmt. Die zwei Benziner (1.2 CVVT mit 84 PS und 1.4 CVVT mit 109 PS) und zwei Diesel (1.1 CRDi mit 75 PS und 1.4 CRDi mit 90 PS) verbrauchen bis zu 0,5 Liter weniger auf 100 Kilometer. Die Benziner erreichen nun sogar die EURO-6-Norm. Eine ISG genannte Start-Stopp-Automatik ist nun in der höchsten Ausstattungsvariante Spirit erhältlich. Technischer Leckerbissen wird das neu entwickelte 7-Zoll-Touchscreen-Infotainmentsystem.

 

Kia Rio Facelift 2015: Kleiner Stadtflitzer im Fahrbericht

Was ist der Kia Rio wirklich?
Das Facelift tut dem Rio merklich gut. Der Blickfang wirkt nun dank weiterer optischer Highlights frischer. Sportlich-dynamisch, weil deutlich breiter und geduckter zeigt sich der seit 2011 angebotene Koreaners am Heck. Das etwas härter ausgelegte Fahrwerk passt ebenfalls in das Bild des agilen Stadtsprinters, auch wenn starke Stöße deutlich spürbar sind. Der 1.4-Liter-Benziner trübt den sportlichen Eindruck etwas: Die 109 PS gehen nicht gerade beherzt zur Sacher, was sich vor allem an Steigungen bemerkbar macht. Wegen des kurz abgestimmten, aber sauber schaltenden 6-Gang-Getriebes ist ein Herunterschalten an Steigungen nötig. Schaltfaule Fahrer sind daher mit dem optionalen Automatikgetriebe besser beraten. Dafür erfreut der große Benziner mit kaum wahrnehmbaren Motorgeräuschen. Der auf der Testfahrt - laut Bordcomputer - erreichte Verbrauch von 6,5 Litern fällt ebenfalls positiv auf - und das trotz schnellerer Autobahnpassagen.

Apropos Autobahn, sie ist nicht unbedingt das bevorzugte Terrain des 1,4 Liter-Benziner. Ab 130 km/h dröhnt der Motor deutlich hörbar. Zwar verwöhnt der Kia Rio 2015 mit bequemen Sitzen, doch stört bei hohen Geschwindigkeiten die schwammige Lenkung. Doch der kleine Koreaner ist ja auch für die Stadt gebaut.

Im Rio arbeitet ein neu entwickeltes Infotainmentsystem mit 7-Zoll-Touchscreen. Routen werden vom Navigationssystem dank leistungsstärkeren Prozessoren in unter fünf Sekunden berechnet. Auch die bei älteren Kia-Touchscreens bemängelte pixelige Auflösung scheint passé. Einziger Nachteil: Das High-End Unterhaltungssystem ist der Top-Ausstattungslinie Spirit vorbehalten. Doch im Basis-Rio muss man auf Multimedia nicht verzichten. Serienmäßig rollt er mit einem USB-, AUX- und CD-kompatiblen Radio vom Hof. Auch ein Multifunktionslenkrad ist im Serienumfang enthalten. Gegen Aufpreis auch mit Smartphone-Kopplung via Bluetooth.

Ein weiteres neues Extra ist das beheizbare Lenkrad — ein Ausstattungsmerkmal, das bisher nur in den größeren Wagen zu finden war. Merklich verbessert wurde das gesamte Interieur. Die Materialien wirken hochwertig und sind sorgfältig verarbeitet. Selbst auf Buckelpisten gibt das Cockpit keinen Ton von sich. Die neu gestaltete Mittelkonsole gefällt mit schicker Klavierlackoptik. Ein nettes Detail ist die mit verspielten Kippschaltern bedienbare Klimatisierung. Eine manuelle Klimaanlage ist übrigens auch schon im Basis-Modell integriert. Zusätzlich zum ohnehin schon ansehlichen Interieur bietet der Spirit sogar eine Teillederausstattung inklusive griffigem Lenkrad und Sitzen in zwei Grautönen, teils mit Leder überzogen. Platztechnisch beweist der kleine Rio Größe. Zumindest auf den vorderen Plätzen sitzen auch hoch gewachsene Personen äußerst bequem. Auch der Kofferraum mit 288 bis zu 923 Litern Stauraum kann sich in der Fahrzeugklasse sehen lassen. Nur hinten Sitz man etwas beengt.

Wer sind die wichtigsten Wettbewerber?
Der Rio versteht sich als Kleinwagen der günstigeren Preisklasse. Mit einem Basispreis von knapp 11.000 Euro heißen die Rivalen Opel Corsa, Ford Fiesta oder auch der vor kurzem erschienene Konzernbruder Hyundai i20. Auch den Skoda Fabia und den Klassenprimus Polo nimmt der gut ausgestattete Koreaner ins Visier.

Wer soll den Kia Rio kaufen und was kostet er?
Der Rio richtet sich vor allem an junge Fahrer — das zeigt sich auch am Altersdurchschnitt der Rio-Halter von nur 41 Jahren. In der Ausstattungslinie Spirit geht es zudem im kleinen Koreaner edel zu und auch Multimedia-Liebhaber kommen auf ihre Kosten. Mit einem Einstiegspreis von 10.990 € (genauso viel wie vor dem Facelift) ist der gut ausgestattete Basis-Rio ein Preis-Leistungs-Hit. Wer den edleren Spirit mit fünf Türen und dem 109 PS starken Benziner fahren möchte, muss aber mindestens 16.990 € auf den Tisch legen.

Wann ist der Kia Rio zu kaufen?
Marktstart ist der 1. Februar 2015. Wer das neue Navigationssystem inklusive dem 7-Zoll-Bildschirm haben möchte, muss sich aber noch bis März gedulden. Das Paket (ausschließlich für Spirit) kostet 590 € extra.

Den ausführlichen Fahrbericht lesen Sie in der nächsten AUTO ZEITUNG

Dominik Mothes

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