65 Neuheiten bis 2017 Teil 2: Deutsche Modelle von Mercedes bis VW Deutsche Küche - Teil 2

22.01.2014
Inhalt
  1. MERCEDES: NEUE AUTOS IN ALLEN KLASSEN
  2. PORSCHE: EIN 960er MIT SUPER MITTELMOTOR
  3. OPEL: ADAM CABRIO, ASTRA UND CORSA
  4. VOLKSWAGEN: ANGRIFF AN ALLEN FRONTEN

Es ist angerichtet: Hinter den Kulissen fabrizieren die deutschen Autohersteller die Modell-Menüs der nächsten fünf Jahre. Ein exklusiver Blick in die geheimen Töpfe bringt 65 Neuheiten. Sehr spannend, sehr lecker – wir haben für Kaufinteressierte auch schon wichtige Details. In unserem zweiten Teil widmen wir uns den neuen Modellen von Opel, Porsche, Mercedes und VW

> > Zum ersten Teil der 65 Neuheiten mit neuen Modellen von Audi, BMW und Ford

 

MERCEDES: NEUE AUTOS IN ALLEN KLASSEN

Mercedes erhöht die SUV-Schlagzahl: Erster Neuling ist im März der GLA – das erste Kompakt-SUV der Marke, das frühere Fahrer der A-Klasse ansprechen soll, denen das neue Modell zu flach und sportlich ist. Der mit Frontund Allradantrieb erhältliche GLA startet bei 29.304 Euro und ist anfänglich mit zwei Benzin-Motoren (156 und 211 PS) und zwei Dieseln (136 und 170 PS) im Angebot. Viel tiefer in die Tasche greifen müssen Interessenten des neuen S-Klasse-Coupés, das den noch auf der alten S-Klasse basierenden CL ablöst. Die Serienversion steht im März auf dem Genfer Salon – sie wird mit den Benzinern der S-Klasse (455 bis 585 PS) bestückt.

Und erstmals seit den 70er-Jahren wird Mercedes wieder ein S-Klasse Cabriolet anbieten. Der luxuriöse Viersitzer wird aber nicht durch vier Türen zu entern sein wie die frühere Studie Ocean Drive. Der Termin für die wohl faszinierendste Art, S-Klasse zu fahren, ist wie das Auto selbst: offen. Wir tippen auf 2016. Unter Dach und Fach sind dafür Daten und Termine der neuen C-Klasse.

Zurück zum Flaggschiff: Ab September soll die erste Dreiliter-S-Klasse zeigen, wie sparsam Luxus sein kann. Der S 500 Plug-in-Hybrid wird von einem neuen 333 PS starken Dreiliter-V6-Turbobenziner und einem 80-kW-Elektromotor beflügelt. Bis zu 30 km weit soll die via Steckdose aufladbare S-Klasse elektrisch fahren – Normverbrauch: 3,0 l/100 km.

Noch mehr S-Klasse: Die Langversion streckt sich auf 5,25 m. Mehr Platz bietet die im Radstand weiter um 20 cm gestreckte XL-S-Klasse, die im November nächsten Jahres kommt und frühere Maybach 57-Kunden locken soll. Später folgt eine noch fast 50 cm verlängerte Pullmann-Version, die den Maybach 62 ersetzt. Es geht auch kürzer: Auf dem Pariser Salon im Oktober 2014 debütiert der intern als „Porsche Fighter“ bezeichnete Mercedes GT, der den Flügeltürer SLS AMG nicht ersetzt, ihm aber folgt. Rund 150 kg leichter als der SLS soll das knackige Coupé sein (Cabrio nicht geplant) – und dem Porsche 911 fahrdynamisch auf den Leib rücken. Herz ist ein neuer, 480 PS starker 4,0-Liter-V8-Biturbo.

Von anderem Holz ist die B-Klasse Electric Drive, die ab 2015 auch zu uns rollt. Für Vortrieb sorgt ein 136 PS starker Elektromotor, der seine Energie aus einer 28,5-kWh-Lithium-Ionen-Batterie holt. Die Ladezeit für eine Strecke von 100 Kilometern beträgt 1,5 Stunden, sofern 400 Volt anliegen. Reichweite? Bis zu 200 Kilometer. Wie die B-Klasse sind auch der für Anfang 2015 geplante CLA Shooting Brake und das etwas später folgende A-Klasse Cabrio Sprösslinge der neuen Kompaktarchitektur. Rund 4,70 m lang, soll der Edel-Kombi CLA die Eleganz des großen, technisch auf der E-Klasse basierenden CLS Shooting Brake nach unten transportieren und trotzdem genügend Platz bieten. Die Motoren reichen von 122 bis 360 PS beim Zweiliter-Turbo im CLA 45 AMG Shooting Brake.

Computer-Design: Jean-Francois Hubert, Reichel CarDesign, De Lusi

Ein zweiter Blick auf die vorgesehene SUV-Phalanx der Stuttgarter: Im Sommer nächsten Jahres erscheint die Coupé-Version des großen Praktikers ML, die den Namen MLC tragen wird und dem künftigen BMW X6 in die Parade fahren soll. Marktforscher glauben, dass speziell Kunden in asiatischen Ländern und in den USA nach muskulösen Gelände-Coupés gieren. Allradantrieb 4Matic und die Motorenpalette kommen vom ML. Ob der Vierzylinder-Diesel (204 PS) eingesetzt wird, ist noch offen. Eine Stufe tiefer rangiert der auf 2015 terminierte GLK-Nachfolger, von dem es im Jahr darauf ebenfalls eine viertürige Coupé-Version geben wird, nämlich den GLC. Beide nutzen die Technik der neuen C-Klasse.

 

PORSCHE: EIN 960er MIT SUPER MITTELMOTOR

Bei den Zuffenhausenern harmoniert die Power der Autos bestens mit der wirtschaftlichen Performance. In diesem Jahr werden sie einen neuen Absatzrekord feiern – über 150.000 verkaufte Autos. Zudem sind etliche neue Modelle in Sichtweite. So rollt zum Jahresende das neue, 520 PS starke und 174.431 Euro teure 911 Turbo Cabrio (S-Version: 560 PS, 207.989 Euro) zu den Händlern. Im März startet dann der neue 911 Targa, erstmals wieder ganz klassisch mit herausnehmbaren Dachhälften.

Und im April kommt der neue Mittelklasse-SUV-Sportler Macan. Der 4,68 m lange Fünfsitzer (Breite 1,92 m; Höhe 1,62 m; Bodenfreiheit 230 mm), der in Leipzig gebaut wird und neue Fahrdynamik-Maßstäbe setzen soll. Er startet anfangs mit drei Motoren: 3,6-Liter-V6 mit 340 und 400 PS (Turbo), dazu ein 258 PS starker Dreiliterdiesel. Die Kraftübertragung übernimmt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das Ladevolumen reicht bis zu 1500 l. Eine Coupé-Version des Macan ist nicht geplant, obwohl es schon einen ansehnlichen Designvorschlag gab, doch das SUV sei laut Porsche auch so schon schnittig und sportlich genug. Allerdings: Für den Cayenne ist das Thema Coupé-Ableger schon gesetzt – Realisierung aber erst in der nächsten Modellgeneration.

Im Juni nächsten Jahres kommen Boxster und Cayman in den schärferen GTS-Versionen – die Leistung steigt jeweils um rund 20 PS. Dazu plant Porsche auch einen Cayman GT4 mit einem neuen Sechszylinder-Biturboboxer. Erscheinungsdatum: Frühjahr 2015.

Noch ein Blick in die fernere Zukunft: Bis 2017 könnte Porsches Supersportler 960 auf Basis des neuen Mittelmotor-Sportbaukastens starten, den Porsche auch für Audi R8 und Lamborghini Gallardo entwickelt. Der 960 ist ein Rivale für den Ferrari 458 und liegt preislich zwischen 911 Turbo und 918 Spyder. Das Auto soll „die Gene vom 911 haben“ – und als Prestigetriebwerk einen über 750 PS starken Achtzylinder-Biturbo-Boxermotor (Sechszylinder als Basismotorisierung). Langfristig denkt Porsche auch an ein viertüriges Panamera Cabrio, aber erst in der zweiten Modellgeneration der Limousine, deren Nachfolger 2016 startet und optisch der Panamera Shooting Brake-Studie Sport Turismo ähnelt. Dieses Auto mit großer Heckklappe, das Porsche 2012 in Paris zeigte, hat eine fast hundertprozentige Chance auf Realisierung – nach 2017 als Topmodell der neuen Panamera-Baureihe.

Wenig Aussichten hat dagegen aktuell das Projekt 551, ein kleiner Mittelmotor-Roadster mit Vierzylinder-Turbomotoren unterhalb des Boxster – zu dicht an Boxster und Cayman. „Wir haben das Projekt aber nicht ad acta gelegt“, heißt es bei Porsche. Womöglich werde es unter dem Blickwinkel der sich weltweit verschärfenden CO2-Vorschriften wieder reizvoller.

 

OPEL: ADAM CABRIO, ASTRA UND CORSA

Was führen die Rüsselsheimer im Schilde? Das Adam Cabrio wird auf dem Genfer Salon im März enthüllt. Der Knuffige aus Eisenach wird wie der Fiat 500C von einem elektrischen Rolldach bemützt und hat zur Markteinführung im Oktober einen neuen Dreizylinder-Turbobenziner mit 115 PS. Der Kleinste aus der SIDI-Motorenfamilie kommt auch im neuen Corsa, der November 2014 als Drei- und Fünftürer startet. Sein Design greift die frischfreche Adam-Linie auf, gezielter Chromeinsatz soll die neue Wertigkeit zeigen. Auch im Corsa wird der jüngst vorgestellte 1,6-Liter-Turbodiesel (136 PS) arbeiten. Im Januar geht der überarbeitete Opel Meriva in den Handel. Er wird ebenfalls mit dem kräftigen Spardiesel angeboten, der mit 320 Nm Kraft für alle Lebenslagen hat. Mitte 2015 startet dann der Astra. Der Neue basiert auf der überarbeiteten GM-Plattform Global-Delta und ist fast 100 kg leichter. Mehr Platz, ein neues Bediensystem, sparsamere Motoren (auch der 115-PS-SIDI) und ein peppiges Design sollen den Kompakten fit machen fürs Duell mit dem VW Golf.

Computer-Design: Jean-Francois Hubert, Reichel CarDesign, De Lusi

Zum Insignia: Zur gerade aufgewerteten Modellfamilie gesellt sich im Juli der CountryTourer 4x2, die Frontantriebsvariante des rustikalen Kombis. Zur Wahl stehen ein Zweiliter-Benziner (250 PS) und der Zweiliter-Biturbodiesel (195 PS). Allradantrieb mit Punch bietet der überarbeitete Insignia OPC, der ab Januar zu haben ist – 2,8-Liter-V6-Turbo mit 325 PS. Eine neue ESP-Software soll für noch mehr Fahrdynamik sorgen

 

VOLKSWAGEN: ANGRIFF AN ALLEN FRONTEN

Die Wolfsburger vergrößern die Bestseller-Familie Golf. So startet im April nächsten Jahres die erste Elektro-Version, für die VW eine Spitze von 140 km/h und 180 km Reichweite verspricht. Im Juli folgt der Golf Plug-in-Hybrid TwinDrive (150-PS-TSI; 80-kW-E-Motor, 50 km Reichweite). Dazwischen erscheint im Juni der Golf Sportsvan. Hinter dem hochtrabenden Namen verbirgt sich der Nachfolger des Plus, der auf Basis des modularen Querbaukastens (MQB, für Autos mit vorn quer eingebauten Motoren) um 13 cm auf 4,34 m gewachsen ist, flotter aussieht und mit einem Ladevolumen von bis zu 1512 Litern sowie einer Lenkradheizung aufwartet.

Damit schließt der Sportsvan die Lücke zum Touran, dessen Neuauflage 2015 wieder mit Klapptüren und auf MQB-Basis mit längerem Radstand ebenfalls mehr Platz hat. Selbst der Beetle R, der zum Jahresende 2014 starten könnte, passt zu diesen News, er hat ja etliche Golf-Gene. Mit rund 285 Vierzylinder-Turbo-PS, 20-Zoll-Rädern und verbreiterten Kotflügeln macht der Kultige auf dicke Hose. Noch hat er aber nicht das endgültige Okay des Vorstands.

Viel früher, schon im nächsten Monat, kommt der neue Golf R – mit nun 300 PS und Allradantrieb. Er soll in 5,3 s auf 100 km/h rennen. Per Performance-Paket wird seine Spitze später gegen Aufpreis von 250 auf 280 km/h geschraubt. Fehlt noch der offene Golf: Das aktuelle viersitzige Cabrio muss noch eine Weile durchhalten, denn der geräumigere Nachfolger auf MQB-Basis kommt erst 2016. Natürlich wieder mit Stoff-Faltdach. Auch der neue Polo hat noch Zeit: Zum Frühjahr nächsten Jahres gibt es zunächst ein Facelift, dazu ein neues Cockpit mit feinerer Mediaund Navi-Technik. Der Nachfolger auf MQB-Basis rollt 2016 an. Auch er wird mehr Platz bieten, dazu neue Power, etwa Einliter-Dreizylinder mit 70, 85 und 110 PS.

Früher startet die neue Passat-Familie. Premiere haben die Limousine und der Kombi Variant auf dem Pariser Salon im Oktober 2014, ab November wird verkauft. Beide MQB-Autos werden 100 kg leichter und bieten noch mehr Platz und Laderaum. An Bord: neue Zweiliter-TDI mit 150 und 184 PS (bisher 150/170 PS).

Auch der verschärfte SUV-Angriff ist in Wolfsburg durchgeplant. So soll als großer Kleiner im Frühjahr 2016 der Taigun bei den Händlern stehen – ein 3,86-Cityflitzer auf maximal verlängerter Up-Basis mit bis zu 987 Liter Ladevolumen.

Für die Lücke zwischen Taigun und Tiguan ist bei VW jetzt wieder ein größeres Polo-SUV (MQB-Basis, rund 4,20 m) im Gespräch. „Dazwischen ist gut Platz für ein neues Auto,“ hieß es auf der IAA. Zumal der Tiguan-Nachfolger, der im September 2015 kommt, von 4,43 auf rund 4,70 m Länge zulegt – und dennoch gut 100 kg leichter werden soll. Seine kürzere, schnittigere Coupé-Version, die als Studie CrossCoupé gezeigt wurde, folgt im Frühjahr 2016. Beide werden als Topdiesel den Zweiliter-Biturbo mit 230 PS nutzen. Dann haben wir noch den XXL-Tiguan, der einen eigenen Namen erhält. Wir reden vom 4,80-m-Siebensitzer, den wir als Studie VW CrossBlue fuhren und der in puncto Größe das Maximale der MQB-Architektur zeigt. Übrigens: Alle Tiguan-Ableger starten laut VW auch als Plug-in-Hybride.

Computer-Design: Jean-Francois Hubert, Reichel CarDesign, De Lusi

Wolfgang Eschment / Stefan Miete

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