65 Neuheiten bis 2017 Teil 1: Deutsche Modelle von Audi bis Ford Deutsche Küche

25.11.2013
Inhalt
  1. AUDI: JETZT VIELE PLUGIN-HYBRIDE IN SICHT
  2. BMW: MIT GANZ NEUEN SUV IN ALLE LÜCKEN
  3. FORD: ZWEI NEUE SUVMODELLE KOMMEN

Es ist angerichtet: Hinter den Kulissen fabrizieren die deutschen Autohersteller die Modell-Menüs der nächsten fünf Jahre. Ein exklusiver Blick in die geheimen Töpfe bringt 65 Neuheiten. Sehr spannend, sehr lecker – wir haben für Kaufinteressierte auch schon wichtige Details

> > Zweiter Teil der 65 Neuheiten mit neuen Modellen von Mercedes, Porsche & VW

Deutsche Autos schmecken genauso gut wie die deutsche Küche, das zeigen uns die aktuellen Absatzzahlen, auch wenn nicht alle Marken gleichermaßen erfolgreich sind. Aber speziell die deutsche Premium-Riege ist selbst in der Krise nicht zu bremsen, und zum Glück gibt es Märkte wie China, in denen der Auto-Boom munter weitergeht.

Wobei es zwischen deutscher Küche und deutschen Autos einen gewissen Unterschied gibt – deutsche Autos kommen nicht mehr zwangsläufig aus Deutschland. „Made in Germany“? Längst relativ. Ein Mercedes CLA kommt aus dem ungarischen Kecskemét, eine M-Klasse aus dem amerikanischen Tuscaloosa. Der BMW X5 entsteht ebenfalls in den USA (Spartanburg), der Opel Astra bald nur noch in England und Polen, der Ford Mondeo künftig in Spanien (Valencia), wo der Audi Q3 (Martorell) heute schon gebaut wird. VW Beetle und Jetta stammen aus Mexiko (Puebla), der Polo aus Spanien (Pamplona). Nur Porsche fertigt aktuell komplett in Deutschland, wobei die Produktionsorte der Zulieferer allerdings weltweit verteilt sind.

Grundsätzlich steckt in den deutschen Autos natürlich vorrangig deutsche Ingenieurskunst („German Engineering“) – das allein bringt Image. Und fast alle Modelle werden vor dem Start über unlimitierte deutsche Autobahnen gejagt – die Sportautos sogar fast ohne Ausnahme über die Nürburgring-Nordschleife. Aber jetzt zur News-Parade: Es geht um 65 Modellneuheiten, die bei uns in den nächsten vier Jahren starten.

 

AUDI: JETZT VIELE PLUGIN-HYBRIDE IN SICHT

Die Ingolstädter, denen in letzter Zeit trotz glänzender Verkäufe mangelnde Öko-und Technologie-Power vorgeworfen wird, sollen unter der Führung ihres neuen Entwicklungschefs Ulrich Hackenberg wieder mehr Kreativität zeigen – speziell beim Thema Elektrifizierung, wo Erzrivale BMW jetzt mit dem Vollstromer i3 plötzlich der Imageführer ist. Mit Vollgas wird bei Audi deshalb das neue Plug-in-Hybridauto A3 Sportback e-tron verfeinert, das jedoch erst im August nächsten Jahres für 37.000 Euro anrollt. Daten: 150-PS-Turbo plus 75-kW-Elektromotor (204 PS Systemleistung), 50 Kilometer elektrische Reichweite und 222 km/h Spitze.

Darüber hinaus sollen alle neuen Audi-Modelle auf der überarbeiteten Längsbaukasten-Architektur (MLB) voll Plug-in-Hybrid-tauglich sein. Zum Beispiel die Nachfolger von A4 und A6, die in Sichtweite kommen. Der A4 erscheint im März 2015, und sein Design ist noch einmal verschärft worden. Im Platzangebot übertrifft er das aktuelle Modell klar (rund drei Zentimeter mehr Radstand), auch eine Plugin-Hybridversion ist geplant.

Der neue A6, der nach der Frankfurter IAA im Herbst 2017 starten soll, bietet ebenfalls bessere Innenmaße, obwohl er in der Länge nur um rund drei Zentimeter auf rund 4,95 Meter zulegt. Er hat nun mehr Charakter im Design, außerdem wird das Auto rund weitere 50 kg leichter, und es soll gleich zwei Plug-in-Hybrid-Antriebe geben: 85-kW-E-Motor mit 210-PSSechszylinder oder mit 313 PS starkem Dreiliter-V6-Biturbodiesel.

2018 folgt der A6 Variant, doch um die elegante Shooting-Brake-Version, die vor Kurzem noch als schöner Mercedes-CLS-Rivale gelobt wurde, ist es still geworden. Das Projekt sei auf dem Prüfstand, ist zu hören. Auch beim geplanten Sportvan, für den es schon etliche Designversuche gab, klemmt es: Audis Marketing befürchtet Absatzprobleme und räumt der SUV-Offensive den Vorrang ein. Tatsächlich hat Audi bei den überall angesagten Hochsitzern größere Expansionspläne. So startet Mitte 2015 unter dem Q3 der nur 4,21 Meter kurze, 1,51 Meter hohe und ziemlich coupéhafte Q1, dessen hippes Design schon als Studie Crosslane Coupé für Stimmung sorgte. Den smarten Fünftürer gibt es mit Front- und Allradantrieb, die Motorenpower liegt zwischen 105 und gut 200 PS.

Computer-Design: Jean-Francois Hubert, Reichel CarDesign, De Lusi

Der viel größere, über 40.000 Euro teure Q6 (rund 4,90 m) hingegen schließt ab Frühjahr 2016 als coupéartiger Sportschönling die Lücke zwischen den Nutzwert-Modellen Q5 und Q7, für ihn wird es auch Sund RS-Versionen mit bis zu 550 PS geben und einen 240 PS starken Zweiliter-Biturbo-TDI. Plugin-Hybrid? Fest eingeplant. Der neue Q5 kommt übrigens 2016.

Der Q7-Nachfolger wiederum, der ab Frühjahr 2015 im Handel ist, soll in etwa beim 5,10-m-Format bleiben, dank hochfester Stähle und Aluminiumteile wird er bis zu 350 kg leichter. 2016 bekommt er mit dem Q8 noch einen Coupé-Bruder, dessen Preise oberhalb von 60.000 Euro liegen dürften.

Zeitlich viel näher ist das neue, im Format gut gewachsene, technisch aufgerüstete Audi A3 Cabrio. Es kommt im Februar und ist mit 125 PS ab 30.500 Euro zu haben. Die 300 PS starke sportliche S-Version folgt im April.

Sportlich? Das bringt uns zur nächsten Neuheit, dem Nachfolger des zackigen Sportcoupés TT, von dem zuletzt nicht viel zu hören war. Der Neue startet im November 2014, die 300 PS starke TT SVersion ist gleich mit von der Partie. Dabei ist die neue TT-Familie vom Design her keine Revolution, eher eine Verschärfung der bisherigen Linie. Die Front nimmt Anleihen an der Quattro Sport-Studie, die auf der IAA gezeigt wurde, und das Auto wird bis zu 80 kg leichter. Dank des neuen modularen Konzern-Querbaukastens (MQB) geht es drinnen (speziell im Fond) nicht mehr kneifend eng zu. Motoren? Benziner von 180 bis 380 PS (RS-Version) und ein Diesel mit 184 PS. Der neue TT Roadster folgt dann erst im Frühjahr 2015.

Für die Vollgasfraktion gibt es im April nächsten Jahres den aufgeblasenen S1, dessen Zweiliter-TFSI mit 220 PS bollert. Und drei Klassen höher den Supersportler R8, der nun aber erst im Frühjahr 2015 kommt – in kompletter Neuauflage und Kohlefaser-Aluminium-Bauweise, viel extremer als bisher. Den Antrieb übernimmt weiterhin der V10, dann mit 550 PS.

Bliebe beim Sport noch die genannte Sport Quattro-Studie. Audi überlegt, das knallig-gelbe Konzept-Modell in einer Kleinserie zu bringen, die ab 2016 an solvente Liebhaber verteilt werden könnte.

 

BMW: MIT GANZ NEUEN SUV IN ALLE LÜCKEN

Bei BMW brummt das Geschäft. Gerade haben sie das neue 4er Cabrio (früher 3er Cabrio) enthüllt, das ab März verkauft wird. Der Nachfolger des 1er Cabrio kommt erst im Frühjahr, dann als geräumigeres 2er Cabrio. Das 2er Coupé startet ebenfalls im März, das Topmodell M235i hat 325 PS – 19 mehr als der aktuelle 135i. Das 220i Coupé und der Diesel 220d starten mit je 184 PS. Eine Überraschung kommt im Frühjahr 2016: eine kompakte 2er-Limousine (New Entry Sedan) mit Front- und Allradantrieb auf der neuen UKL-Basis (untere Klasse). Im März erscheint das 4er Gran Coupé, eine coupéartige Sportlimousine auf 3er-Basis nach Vorbild des 6er Gran Coupé, die gegen Mercedes CLA und Audi A5 Sportback antritt. Motoren: Benziner und Diesel nicht unter 184 PS.

Dann hätten wir im nächsten Jahr noch dazu passend die Vorzeigesportler M3 (viertürig) und M4 (zweitüriges Coupé) – jeweils im Juni, aufgerüstet mit einem gut 430 PS starken Dreiliter-Biturbo-Reihensechszylinder.

Und Oktober des nächsten Jahres kommt der erste Van der Marke, der sich natürlich nicht so, sondern cool Active Tourer nennt – 4,35 m lang, 1,56 m hoch und auch mit Plug-in-Antrieb zu haben: 1,5-l-Benziner und E-Motor bringen 190 PS Systemleistung, 200 km/h Spitze – und 30 km Elektroreichweite. 2015 folgt eine größere Siebensitzer-Ausgabe des Vans.

Computer-Design: Jean-Francois Hubert, Reichel CarDesign, De Lusi

Zur Mittelklasse: Der neue 5er soll im März 2016 zum 100. Geburtstag der Marke BMW enthüllt und ab September verkauft werden. Er nutzt die neue 35up-Plattform, legt um rund zwei Zentimeter auf 4,93 m zu und wird durch kohlefaserverstärkte Kunststoffteile (CFK) rund 100 kg leichter als bisher. Seine neuen Zweiliter-Vierzylinder-Benziner (B48) decken erst mal ein Spektrum von 190 bis 250 PS ab, die Dreiliter-Sechszylinder 310 bis 370 PS. Die Zweiliter-Diesel (B37) liegen bei 150, 187 und 225 PS, der Dreiliter-Triturbo legt von 381 auf 400 PS zu. Plug-in-Hybride gibt’s gleich zum Start.

Ab zur SUV-Planung der Bayern: Schon im nächsten Juni eröffnen sie mit dem X4 den Club coupéhafter Mittelklasse-SUV. Der 4,65 m lange, 1,62 m hohe Hochsitzer auf X3-Basis soll trotz abfallenden Dachs auch im Fond genug Kopffreiheit bieten – die tiefe Sitzposition macht’s möglich. Motoren: oberhalb von 184 PS, auch ein M50d kommt, eventuell schon in der 400-PS-Leistungsstufe. Aber ein Plugin-Hybrid ist nicht vorgesehen.

Bereits im April gibt es Design-Kosmetik für den X3, der Nachfolger startet erst Ende 2016. Er bleibt rund 4,65 m lang und ein echter Allrounder. Für Westeuropa gibt es einen Dieselhybrid.

Beim kompakten X1 indes erscheint der Nachfolger nach der Frankfurter IAA-Premiere schon im Oktober 2015. Er nutzt die neue UKL-Architektur für Frontund Allradantrieb, die bringt mehr Platz und Ladevolumen. Erstmals kommen hier die neuen 1,5-Liter-Turbodreizylinder, als Diesel zunächst von 122 bis 180 PS. Eine Coupéversion des X1 ist nicht geplant, aber ein Plug-in-Hybrid.

Bleibt der neue X6, der ab November nächsten Jahres zu haben ist – sportlicher, rund 80 Kilo leichter, später auch als Plug-in-Hybrid.

Bei der BMW-Konzernmarke Mini rollen schon bald die neuen Modelle an. Eine Überraschung ist der neue Mini aber nicht mehr – die Fotografen haben ihn schon oft erwischt. Optisch ist er keine Revolution, eher eine behutsame Weiterentwicklung – jedoch mit komplett neuem, ziemlich coolem Innenraum und erstmals inklusive Head-up-Display. Zum Verkaufsstart im März debütieren ein 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 136 PS, ein Dreizylinder-Diesel mit 115 PS und der 192 PS starke neue Cooper S. Der neue Mini Countryman, der im November 2016 den Händlern rollt, wird mit 4,20 m zehn Zentimeter länger als der aktuelle und ergo spürbar geräumiger. Sein Ladevolumen wächst von 350 auf rund 400 Liter.

 

FORD: ZWEI NEUE SUVMODELLE KOMMEN

Auch Ford will auf der SUVHochzeit kräftiger tanzen. Gleich zwei neue Modelle werden sich zum Kompakt-SUV Kuga gesellen, für den erst mal keine Coupé-Version geplant ist. So startet unter dem Kuga zum Jahresende der 4,24 m lange Stadt-Flitzer EcoSport auf Fiesta-Basis – mit 112 PS ab 19.200 Euro, mit 125 PS für 20.500 Euro. Die 90-PS-Dieselversion gibt es ab 21.200 Euro.

Eine Klasse über dem Kuga wird sich nun erst im November nächsten Jahres der 4,68 m lange und 1,93 m breite Mittelklässler Edge einsortieren. Er kommt aus den USA zu uns – ein bulliger Crossover mit quer eingebauten Motoren, wahlweise mit Front- oder Allradantrieb. Sein Benziner ist ein Zweiliter-Vierzylinder mit 240 PS, auch Fords aktuelle Zweiliter-Diesel mit 140 und 163 PS sollen, wie aus Köln zu hören ist, hier wohl zum Einsatz kommen.

Computer-Design: Jean-Francois Hubert, Reichel CarDesign, De Lusi

Fürs Emotionale hat Ford einen starken Kultigen in petto, denn im Januar wird in Detroit der Mustang-Nachfolger vorgestellt, der übrigens im April seinen 50. Geburtstag feiert. Der Sportler kommt leider erst im Frühjahr 2015 nach Deutschland, er erhält sparsame EcoBoost-Motoren – inklusive eines 3,5-Liter-V6-Twinturbos mit über 300 PS. Ebenso eine moderne Mehrfachlenker-Hinterachse.

Dringender erwartet wird die neue Mondeo-Familie (Limousine, Schrägheck-Fünftürer und Kombi), die seit 2012 fertig ist, aber nun nach neuesten Informationen erst im November (!) nächsten Jahres kommt, weil ihre Produktion aus dem geschlossenen belgischen Ford-Werk Genk ins spanische Werk Valencia umgelagert wird. Motoren: Benziner mit 125, 150, 182 und 240 PS, Diesel mit 140 und 163 PS. Dazu eine Hybridversion. Auch die Premiumvariante Vignale, die auf der IAA gezeigt wurde, soll kommen – Anfang 2015.

Weitere Ford News: Auf dem Pariser Salon im Oktober nächsten Jahres steht die Serienversion des S-MAX-Nachfolgers, der bereits als Studie gezeigt wurde. Verkaufsstart für den knapp 4,80 Meter langen Sportvan mit klassischen Klapptüren und neuester Multimedia-Technik, den es optional auch wieder als Siebensitzer geben soll, ist dann aber erst im Frühjahr 2015.

Bleibt noch zu erwähnen, dass der Focus und der Familienvan C-MAX zum März nächsten Jahres ein Facelift erhalten. Das veränderte Design des Focus zeigt uns bereits der 39.990 Euro teure Focus Electric, ein 145 PS starkes und 137 km/h schnelles Elektroauto mit offiziell bis zu 162 km Reichweite (im Test: 113 km). Ende 2014 soll es dann den C-MAX als Plug-in-Hybrid geben, der einen 145-PS-Benziner mit zwei E-Motoren kombiniert und elektrisch rund 30 km weit fahren soll – sein Kaufpreis steht noch nicht fest.

Computer-Design: Jean-Francois Hubert, Reichel CarDesign, De Lusi

Wolfgang Eschment / Stefan Miete

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