55 neue Modelle aus Deutschland bis 2016: Von Audi bis VW Neue Deutsche Welle

29.11.2012
Inhalt
  1. 55 Auto-Neuheiten bis 2016: Von Audi A1 Allroad bis VW Cross-Up!
  2. Audi: Neue A3-Versionen, ein scharfer Q8-Kracher
  3. BMW: Erster Van und eine Coupé-Überraschung
  4. Mini: Ein Raumwunder und ein ganz Kurzer
  5. Mercedes: Die A-Klasse wächst fix zur Familie
  6. Porsche: Neuer Cayman und ein Sport Turismo
  7. Ford: Frischer Fiesta und ein neues SUV-Team
  8. Opel: Corsa-Nachfolger und ein luftiger Adam
  9. VW: Große Golf-Armada und drei neue Tiguan

Eine Flut von Modell-Neuheiten rollt auf uns zu: Wir zeigen Ihnen die kommenden Highlights der deutschen Automobilhersteller bis 2016 – wie gewohnt schon mit ersten Fakten und Details

Nur noch Hiobsbotschaften: Europas Automärkte schrumpfen scheinbar im Zeitraffer, alle Prognosen klingen finster, und in etlichen Unternehmen wird schon mal prophylaktisch gebremst. Also Kurzarbeit, weniger Schichten, Stellenstreichungen – das ganze Programm.

 

55 Auto-Neuheiten bis 2016: Von Audi A1 Allroad bis VW Cross-Up!

Doch die Lage ist nicht ganz so schwarz, wie es den Anschein hat. Während deutsche Massenhersteller wie Ford und Opel schwer in den Seilen hängen, gibt VW trotz Absatzdellen in Europa noch Vollgas, weil man auf den internationalen Top-Märkten USA und China mit Jetta, Passat, Lavida und Co. bestens im Geschäft ist. Weltweit stiegen die VW-Verkäufe im September um 10,5 Prozent.

Auch bei den Luxusherstellern ist das Bild geteilt. Während Mercedes mit einer Gewinnwarnung schockte und im September nur um magere 2,4 Prozent (inklusive Smart) zulegte, gab es bei BMW ein Plus von 14,3 Prozent. Vertriebsvorstand Ian Robertson jubelte: "Wir liegen voll auf Kurs." Audi vermeldete 13,6 Prozent und gibt sich ebenfalls optimistisch. "Wir haben die Millionenmarke bei den Auslieferungen erstmals schon nach neun Monaten erreicht", erklärte Vertriebschef Luca de Meo.

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Unterdessen rechnen erste Wirtschaftsweise ab 2014 wieder mit Konjunktursonne, und am Ende zeigt sich wieder: Nur mit attraktiven Autos läuft das Geschäft. Deshalb klotzt selbst die schwächelnde Volksmarke Opel mit sehr reizvollen Auto-Neuheiten, und Mercedes forciert neue Modelle auf Basis der A-Klasse. Was die Fülle an Neuheiten angeht, muss man sich regelrecht festschnallen. Hier die Highlights der deutschen Autobauer bis 2016:

> > > Seite 2: Die Auto-Neuheiten von Audi bis 2016
> > > Seite 3: Die Auto-Neuheiten von BMW und Mini bis 2016
> > > Seite 4: Die Auto-Neuheiten von Mercedes bis 2016
> > > Seite 5: Die Auto-Neuheiten von Porsche bis 2016
> > > Seite 6: Die Auto-Neuheiten von Ford bis 2016
> > > Seite 7: Die Auto-Neuheiten von Opel bis 2016
> > > Seite 8: Die Auto-Neuheiten von VW bis 2016

Texte: Wolfgang Eschment, Stefan Miete
Computer-Design: Reichel CarDesign (30), Jean-François Hubert (8), De Lusi (2)

 

Audi: Neue A3-Versionen, ein scharfer Q8-Kracher

Musterschüler Audi glänzt 2013 mit der neuen A3-Reihe. Im Februar kommt der dank 35 Millimeter mehr Radstand geräumigere Fünftürer A3 Sportback, fast zeitgleich folgt der scharfe 300-PS-Feger Audi S3 2013. Er kostet als Dreitürer 38.900 Euro, der S3 Sportback folgt im Juni.

Im November nächsten Jahres gibt es schließlich die Erdgas-Version (TCNG) des A3 mit 110 PS, und im gleichen Monat stellt Audi das neue A3 Cabrio vor. Es wird im Innenraum nun viel geräumiger und behält sein Automatik-Stoffdach – ab April 2014 bei den Händlern. Dazu kommen 2013 vier hochkarätige Freunde des Tankwarts, die Leistungssportler RS 5 Cabrio (April), RS 6 Avant (Juni) und RS 7 (September). Ersteres nutzt den 450 PS starken 4,2-Liter-V8-Saugmotor mit Direkteinspritzung, die anderen beiden Audis V8-Biturbo – die Rede ist hier von immerhin 590 PS. Und im Oktober verwirklicht Audi dann die in Peking gezeigte RS Q3-Studie: Das kleine SUV erhält den 2,5 Liter großen Fünfzylinder-Turbo des Hauses, in diesem Fall mit 360 PS. Die Bayern versprechen 5,2 Sekunden für den gängigen Tempo-100-Sprint und eine Spitze von 265 km/h.

Immer realistischer wird auch Audis geplanter Kompakt-Van auf A3-Basis. "Wir planen hier keinen Schnellschuss, aber das Thema steht bei uns auf der Agenda" heißt es im Vorstand. Erste Ideen gibt es, das Auto soll mindestens so sportlich aussehen wie BMWs Active Tourer: rund 4,40 Meter lang, fünf Plätze, Klapptüren, voll variable Fondsitzbank – und später eine siebensitzige Langversion. Start leider nicht vor 2015.

Neues hören wir auch von der A1- Familie. Gute Chancen hat aktuell eine höhergelegte, rustikal beplankte A1 Allroad-Version (2014 mit dem A1 Facelift), weniger gute das mal avisierte Beinahe-Cabrio mit großem Rolldach à la Fiat 500. Grünes Konzern-Licht haben definitiv Audis neue SUV-Vorhaben. So mutiert die in Paris gezeigte, 4,21 m lange Crosslane-Coupé-Studie schon im Winter 2014 zum käuflichen Serienmodell, das dann auch Q2 heißen kann, wenn mit Fiat die Rechte am Kürzel geklärt sind.

Klar ist auch der Start des größeren, gleichfalls sportlich-coupéartigen Audi Q4, der sich im Herbst 2015 elegant zwischen den Familien-SUV Q3 und Q5 einsortieren dürfte – dann schon auf der MLB-Architektur des neuen Audi A4, der im Sommer 2014 erscheint (Avant im Frühling 2015). MLB? Das ist der neue modulare Längsbaukasten für Autos mit längs eingebauten Motoren – ab A4 aufwärts.

Damit sind wir sofort bei einem weiteren Q-Thema, und das betrifft die Oberklasse. Hier hatte Audi bis vor Kurzem ein viertüriges, luxuriöses Coupé-Modell oberhalb der A8 Limousine favorisiert. Arbeitsname: A9. Doch mittlerweile findet man in Ingolstadt, dass eine coupéhafte Sportversion des neuen SUV Q7 (2014) für die Marke "im Straßenbild bessere physische Premium-Präsenz" hätte. Ergo dreht sich das Ganze jetzt klar in Richtung Audi Q8 – was speziell den jungen chinesischen und russisches Geldadel erfreuen dürfte.

 

BMW: Erster Van und eine Coupé-Überraschung

Auch die Münchner fahren mit hoher Evolutionsgeschwindigkeit. Davon zeugt der BMW 3er GT, der im März auf dem Auto Salon Genf 2013 gezeigt und ab Juni verkauft werden soll. Vorbild ist natürlich der 5er GT, nur dass alles eine Nummer kleiner ausfällt. Immerhin hat der 3er GT ein paar Zentimeter mehr Radstand als die 3er Limousine und mehr Laderaum als ein 3er Touring. Seine Rücklehne ist im Verhältnis 40:20:40 teilbar und in der Neigung einstellbar. Jedoch wird die Kopffreiheit des 3er GT, obwohl seine Karosserie höhergelegt ist, in der zweiten Reihe durch die stärker fallende Dachlinie etwas eingeschränkt. Hinter der Heckklappe versteckt sich übrigens ein Spoiler, der bei Autobahntempo automatisch ausfährt.

Wir bleiben bei der 3er Reihe, denn im Oktober offeriert BMW die Coupé-Version, die, weil sie etwas Feineres sein soll, ab sofort BMW 4er heißt. Und im Frühjahr 2014 startet mit dem M3 Coupé die Neuauflage des legislativen Sportwagens. Sie kehrt mit einem doppelt aufgeladenen Dreiliter-Reihensechszylinder zurück zu den Wurzeln und ist 50 Kilo leichter als das Vorgängermodell – 430 PS, null auf 100 km/h in gut 4,5 Sekunden. Apropos M: Schon im April nächsten Jahres rollt das BMW M6 Gran Coupé mit dem 4,4 Liter großen und 560 PS starken V8-Bi-Turbo an – per optionalem M Driver’s Package 305 km/h schnell.

Sportlich geben sich auch zwei neue Offene des Hauses: Im März 2013 ist der optisch und technisch überarbeitete Roadster Z4 startklar, im Frühjahr 2014 kommt das neue 1er Cabrio, das dann als 2er firmiert und wieder ein klassisches Stoffdach trägt.

Nun aber zu den beliebten Hochsitzern der Marke. Im September 2013 präsentiert BMW den neuen X5, der gleich ab November verkauft wird. Sein Radstand wächst um 1,5 cm, die Rückbank teilt sich nun im Verhältnis 40:20:40, Topmodell wird der V8-Biturbo mit 450 PS. Der neue X6 folgt erst nach 2014. Auch bei BMW gibt es SUV-Nachwuchs: Wie angekündigt wagt sich im Frühjahr 2014 ein sportlicher BMW X4 – knapp 4,60 Meter lang – in die Lücke zwischen X3 und X5. Sie ahnen es: geformt im Coupé-Stil. Gebaut wird der Schnittige wie X5 und X6 kostengünstig im amerikanischen BMW-Werk Spartanburg, die Motoren holt er sich von seinen Brüdern.

Und im Bestreben der Münchner, möglichst alle Karosserie-Felder zu besetzen, steht im September 2014 sogar ein familientauglicher Kompaktvan ins Haus. Mit der seriennahen Studie haben sie gerade gezeigt, wohin bald die Reise geht. Im September 2014 ist für den Fünftürer, der sich die Frontantriebsplattform mit den Mini-Nachfolgern teilt, bei uns Verkaufsbeginn. 2015 folgt die Allrad-Version, und nach 2016 wird BMW, wie zu hören ist, eine Langvariante nachlegen, die optional drei Sitzreihen mit sieben Plätzen bietet. Die letzte Reihe lässt sich bei Nichtgebrauch im Boden versenken. Auch dabei: eine Plug-in-Hybrid-Variante mit 30 km Elektro-Reichweite.

Mit der allradfähigen Frontantriebsbasis, die in Länge, Breite und Radstand flexibel ist, hat BMW große Pläne. Zweites Projekt ist hier ein nur knapp vier Meter langes, leichtes und extrem fahraktives 2+2-sitziges Sportcoupé, das mit bis zu 200 PS starken Dreizylinder-Turbos 2015 starten könnte. Später ist auch ein Roadster-Ableger möglich – ganz im Stil des legendären Z1 von 1987.

 

Mini: Ein Raumwunder und ein ganz Kurzer

Die fabelhafte Modellfamilie der bei BMW angedockten Kultmarke vermehrt sich mit ameisenartiger Geschwindigkeit: Im März startet mit dem Geländecoupé Paceman die mittlerweile siebte Karosserie- Version. Und das muss längst nicht das Ende sein, findet Mini-Markenchef Kay Segler: "Mini kann noch in vielen Segmenten mit der Langeweile aufräumen."

Und so kommen mit der neuen Mini-Generation, die 2014 startet, nach 2016 zwei weitere Versionen in Sicht, die nur noch das Okay des Vorstands benötigen. Nummer eins ist ein rund 4,10 m langer Mini-Van – hoch, lustig, innen voll flexibel und ein wahres Raumwunder. Nummer zwei ist das ganze Gegenteil: Sie firmiert unter Mini-Mini, ist nur 3,41 Meter lang und wurde schon als Studie Rocketman gezeigt. Im Innenraum gibt es drei verschiebbare Einzelsitze und einen festen vierten Sitzplatz, der auch als Ablagefläche dienen kann. Die großen Seitentüren haben ein doppeltes Scharnier, damit der Einstieg auch in engen Parklücken gut gelingt.

 

Mercedes: Die A-Klasse wächst fix zur Familie

Die Schwaben reiben sich die Hände, denn Vertriebschef Joachim Schmidt hat schon über 50.000 Bestellungen der neuen Mercedes A-Klasse in den Büchern. Es sollen noch viel mehr werden, das Auto ist das Rückgrat des von Daimler-Chef Dieter Zetsche vorgegebenen mutigen Kampfziels, spätestens 2020 beim Absatz die Nummer eins der Edelmarken zu sein.

Wichtige Varianten des trendigen Baby-Benz kommen nämlich erst. Zum Beispiel der Mercedes A 45 AMG, das heiße Teil aus Affalterbach, das auf dem Genfer Salon im März 2013 gezeigt wird. Für super Speed sorgt ein 350 PS starker 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo, der seine von einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe portionierte Kraft an alle vier Räder bringt. Sollten BMW und Audi mit Nachfolgern von 1er M-Coupé oder RS 3 später höher zielen, könnte Mercedes eine Black Series-Version nachschieben.

Ein weiteres A-Klasse-Thema ist der Mercedes CLA, der im Stil der größeren Designikone CLS als viertüriges Coupé auftritt: üppige 4,60 Meter Länge, rahmenlose Seitenscheiben. Interessant: Mit dem avisierten cW- Wert von 0,22 könnte er den Weltrekord der Großserienmodelle tragen. Und auch vom CLA wird es einen Shooting Brake geben – mit einzeln umklappbaren Rücksitzen, elektrischer Heckklappe und schickem Kofferabteil. Termin: Ende 2014. Von beiden CLA-Modellen sind AMG-Versionen geplant. Der CLA 45 AMG startet im Juni.

Ende 2014 folgt das erste von zwei neuen, auf A-Klasse-Technik bauenden Kompakt-SUV. Zuerst der dreitürige Mercedes GLC im Stil eines Geländewagen-Coupés. 2015 folgt der GLA, ein auf Audi Q3 und BMW X1 angesetzter familientauglicher Fünftürer – Motoren à la A-Klasse, Allradantrieb auf Wunsch. Erst Ende 2016 kommt dann das A-Klasse Cabrio, das auf der dreitürigen Coupé-Version (2015) basiert
und ein Stoffdach hat.

Für 2013 hat sich Mercedes die E-Klasse vorgeknöpft. Die übliche "große Modellpflege" fällt diesmal heftig aus. Mehr Eleganz, lautet die Devise: So verschwinden zum Start im April bei Limousine und T-Modell die Hüftschwünge oberhalb der Radhäuser. E-Klasse Coupé und auch das darauf basierende Cabrio behalten die typischen Ponton-Kotflügel, werden aber – wie Limousine und Kombi – stark verändert. Das angestaubte Vier-Augen-Gesicht ist passé, der Bugstoßfänger reicht tiefer. Die beiden Zweitürer kommen im Juni, motorisch neu ist ein 1,6-Liter-Benzin-Direkteinspritzer mit 156 PS.

Ab August 2013 glänzt die neue S-Klasse. Ob Materialien, Qualität, Sicherheit oder Komfort, überall soll das künftig in fünf Varianten – Standard, lang, extra lang, Coupé, Cabriolet – erhältliche Mercedes-Topmodell Weltmeister sein. Während das Coupé und das darauf basierende Cabrio (Stoffverdeck) mit kurzen Überhängen sportlich aussehen, wirkt die gut 5,10 m lange Limousine sehr staatstragend. Ihre Federung „Magic Ride Control“ sieht Straßendellen, bevor das Auto sie erreicht und stellt die Dämpfer prophylaktisch entsprechend darauf ein. Ein neuer Spurassistent überwacht sogar den Gegenverkehr.

Runter zur Mittelklasse: Die neue C-Klasse startet im Frühjahr 2014, das T-Modell folgt im November. Dabei wächst die Baureihe von knapp 4,60 auf fast 4,75 m Länge. Auch sollen viele der in E- und S-Klasse offerierten Assistenzsysteme im C-Benz zu haben sein. Die Motoren reichen vom 136 PS starken 1,8-Liter-Turbodiesel bis zum C 63 AMG mit fast 500 PS. Geplant sind erstmals ein Diesel-und ein Plug-in-Hybrid.

Gezählt sind die Tage der glücklosen R-Klasse. An ihre Stelle tritt ab 2014 der Mercedes MLC, eine fünftürige Coupéversion des 2011 erneuerten ML, die mit dem BMW X6 fighten soll. Die Diesel: MLC 250 4Matic (204 PS), MLC 350 4Matic (258 PS). Benziner: MLC 500 4Matic (408 PS), MLC 63 AMG 4Matic (525 PS). Mit an Bord ist die automatische Wankstabilisierung „Active Curve System“.

Und im schäumenden Fahrwasser des SLS soll ab 2015 der Neuling SLC AMG den Porsche 911 jagen. Der "kleine SLS" basiert auf der verkürzten Bodengruppe des Flügeltürers, folgt wie dieser dem Front-Mittelmotor-Prinzip, hat aber aus Kosten- und Gewichtsgründen normale Klapptüren. Beim Antrieb tippen wir auf einen über 500 PS starken 5,5-Liter-V8-Biturbo.

 

Porsche: Neuer Cayman und ein Sport Turismo

Exklusivität hin oder her, Porsche-Chef Matthias Müller setzt auf eine Wachstumsstrategie – und der Erfolg gibt ihm recht. So wird die gerade in Paris gezeigte Sport Turismo-Studie eines alltagstauglichen, viersitzigen Luxussportwagens mit großer, ladefreundlicher Heckklappe auf Basis des Panamera Ende 2016 definitiv zum Serienmodell – inklusive einer Plug-in-Hybrid-Version, die bis zu 30 km rein elektrisch fährt.

Auch der von AUTO ZEITUNG schon 2010 als Porsche 929 angekündigte große Super-Mittelmotorsportler à la Ferrari 458 soll zu Preisen oberhalb von 300.000 Euro bald Realität sein – und das spätestens 2016. Deutlich näher ist der neue Porsche Cayman, der im April startet – natürlich eins zu eins mit der Technik des neuen Boxster, aber motorisch bleibt er mit 280 PS und 325 PS (S-Version) auch diesmal über dem Niveau des Offenen.

Ebenso in Sichtweite ist der Öko-Superracer 918 Spyder, mit dem Porsche per Plug-in-Hybrid-Technik zeigen will, dass sich extreme Fahrdynamik und niedrige Verbräuche nicht ausschließen müssen. Das Auto startet noch im Dezember 2013 – lediglich 918 Exemplare sollen gebaut werden. Der stolze Preis: 768.026 Euro.

Hybridtechnik ist auch für den kompakten Geländewagen Porsche Macan zu erwarten, der in Leipzig gebaut wird und nach neuen Informationen nun erst im ersten Halbjahr 2014 an den Start geht: ein 4,60 Meter langer Offroader, wahlweise mit und ohne Allradantrieb, dazu optimierte Audi- und Porsche-eigene Triebwerke. Zum 911er: Anfang 2014 startet der neue Targa – wie früher mit herausnehmbaren Dachhälften.

 

Ford: Frischer Fiesta und ein neues SUV-Team

Die Kölner machen aus der Krisennot eine Tugend und pushen ihre globale Produktstrategie "ONE Ford", mit der neue Modelle weltweit nach gleichen, wiedererkennbaren Designkriterien gestylt werden. Zudem kommen US-Modelle nach Deutschland, um das Geschäft zu beleben. Insgesamt will uns Ford bis 2017 mindestens 15 neue Modelle offerieren. Wer startet zunächst 2013? Den Anfang macht im Januar der gut geliftete Fiesta, der nun optisch fast wie ein Baby-Aston-Martin wirkt. Neu ist sein City-Stop-System, das per Gefahrenbremsung Auffahrunfälle bis Tempo 30 verhindern soll. Topmodell ist ab April der neue Fiesta ST-Sportler, dessen 1,6-Liter jetzt 180 Turbo-PS hat.

Im März 2013 folgt der flotte Nachfolger des Ford Kuga – 4,52 Meter lang und ein starker Rivale des VW Tiguan. Seine Kofferraumklappe schwingt nun nach einer Fußbewegung unter der Heckschürze automatisch nach oben. Der Fünfsitzer, dem 2014 eine scharfe Gelände-Coupé-Version zur Seite gestellt wird, kommt mit und ohne Allradantrieb.

Anfang 2014 schließlich erscheint bei uns mit dem Ford Edge der etwas größere Bruder des Kuga, den es bisher nur in Amerika zu kaufen gab – 4,68 m lang, 1,93 m breit. Auch unterhalb des Kuga tut sich was, denn Ford bringt im Dezember nächsten Jahres den kleinen, bulligen EcoSport nach Deutschland. Das rund vier Meter lange Stadt-Land-SUV, das gegen den Opel Mokka antritt, hat nicht nur das Format des Fiesta, sondern als Basis auch dessen Technik. Es dürfte mit einer 85-PS-Version des EcoBoost-Benziners starten.

2013 gehört auch dem neuen Mondeo, den wir schon gezeigt haben. Der 4,87-m-Mittelklässler kommt nun erst im Oktober, aber fast gleichzeitig als viertürige Limousine, fünftüriges Schrägheckmodell und Kombi Turnier – Letzterer mit bis zu 1800 Liter Ladevolumen. Die EcoBoost-Motoren des Mondeo mit 1,0, 1,6 und 2,0 Liter Hubraum leisten 125 bis 240 PS, auch ein Vollhybrid mit 185 PS ist geplant. Erstmals gibt es den Mix von Diesel und Allradantrieb.

Und mit der Ikone Mustang zeigt uns Ford Anfang 2015 einen heißen US-Sportler, dessen 3,5-Liter-V6-Twinturbo mehr als 300 PS bieten soll. Für 2013 bliebe noch der Focus Electric zu erwähnen, den es ab August geben soll. Apropos: Noch vor dem Modellwechsel plant Ford für 2014 ein neues Focus Cabrio. Dieses Mal aber nicht mit Blechklappdach, sondern mit einem Automatik-Stoffverdeck.

 

Opel: Corsa-Nachfolger und ein luftiger Adam

Für Opel beginnt das Jahr 2013 mit dem kleinen Adam, zu dem die Rüsselsheimer "Ädäm" sagen. Der ziemlich hochwertige Lifestyle-Mini geht im Januar zu Preisen ab 11.500 Euro an den Start. Anfänglich gibt es nur bekannte Benziner: 1,2-Liter (70 PS), 1,4-Liter (87/100 PS). Aber Ende 2013 wird eine neue Generation aufgeladener Dreizylinder-Benzin-Direkteinspritzer mit einem Liter Hubraum diese Aggregate ersetzen. Und Opel will den kleinen Knuddeligen zur Modellfamilie ausbauen: Die größten Chancen auf eine baldige Geburt hat hier ein Rolldach-Cabriolet, das Opel Adam Sky heißen könnte und mit peppigen Verdeckfarben perfekt zum Stil des Kleinen passt. Einstiegspreis: rund 14.000 Euro.

Bereits Realität ist das Open-Air-Modell Opel Cascada, das im April zu den Händlern rollt und bereits mit ersten Versionen einer neuen Motorengeneration ausgerüstet wird, die dann in vielen Opel-Baureihen mit schöner Power startet. So leistet der neue 1,6-Liter-Turbobenziner als "Eco Turbo" 170 PS, als "Performance Turbo" satte 200 PS. Der mit zwei Ausgleichswellen bestückte Benziner soll zudem bis zu 13 Prozent sparsamer und laufruhiger sein als das Vorgänger-Triebwerk.

Auch der Anfang 2014 startbereite Antara-Nachfolger nutzt den neuen Turbo. Der gut 4,60 Meter lange, wahlweise mit Front- oder Allradantrieb erhältliche VW Tiguan-Gegner ist technisch an den Astra angelehnt, wird aber in Korea gebaut. Er kann über zwei Tonnen Gewicht an den Haken nehmen und hat wieder das praktische Heckträger-System Flex-Fix. Zuvor wird der Mokka die Opel-Modelloffensive aufbrühen – das erste Kurz-SUV eines deutschen Herstellers. Die Einstiegsvariante des 4,28-m-Hochsitzers ist mit einem 115 PS starken 1,6-Liter-Benziner bestückt und kostet 18.990 Euro.

Und alle Achtung: Im November nächsten Jahres will Opel schonden neuen Corsa zeigen, der im Frühjahr 2014 bei uns ist und auf der modifizierten GM-Plattform Gamma basiert. Der Kleine soll viel feiner und gleichzeitig leichter werden. Er kommt wieder als Drei- und Fünftürer und nutzt die neuen Benzin-Direkteinspritzer – 1,0-Liter-Dreizylinder, 1,6-Liter-Vierzylinder. Die Diesel? Eine ganz neue Generation aufgeladener 1,6-Liter-Vierzylinder mit Einspritzdrücken von bis zu 2000 bar.

 

VW: Große Golf-Armada und drei neue Tiguan

Das Jahr 2013 beginnt bei VW luftig und stürmisch, denn im Februar starten gleich zwei Offene. Nummer eins ist der Nachfolger des Beetle Cabrio, das es mit 105 PS ab 21.350 Euro gibt. Der Neue behält das Stoffverdeck, das nun in zehn Sekunden und bis Tempo 50 automatisch öffnet. Laderaum: 225 Liter, Durchladeluke inklusive. Die Top-Power liefert ein Zweiliter-Turbo mit 200 PS, die Diesel haben 105 und 140 PS.

Viel mehr Power bietet mit 270 PS das bis zu 250 km/h schnelle Golf R Cabrio. Pralle 19-Zöller, Tieferlegung um 25 mm, null bis 100 km/h in unter sechs Sekunden. Im April nächsten Jahres kommt der Jetta Hybrid, der einen 1,4 Liter großen 150-PS-Turbobenziner mit einem 27-PS-Elektromotor mixt. Das bringt 170 PS Systemleistung. Das Auto soll bis zu zwei Kilometer elektrisch fahren.

Dann rollt VW das neue Golf-Programm aus. Im Mai startet der 220 PS starke, nun 246 km/h schnelle VW Golf VII GTI, natürlich mit Karo-Sportsitzen. Einen Monat später, so die neue Planung, kommt der optisch gleiche, aber dieselnde Golf VII GTD mit dem um zehn auf 180 PS erstarkten Zweiliter-TDI. Im Juni folgt der Spar-Golf BlueMotion, der als 110-PS-TDI nur 3,2 Liter Diesel benötigen soll.

Im Juli 2013 folgt der neue, nun schickere VW Golf VII Variant, dessen Ladevolumen im Vergleich zum Vorgänger gut gewachsen sein soll. Niedrigere Ladekante, größere Ladebreite, ebener Boden, praktische Ablagen – der Kofferraum wird auch spürbar variabler.

In Sicht ist zudem der rund 290 PS starke Allrad-Golf R, der im Dezember nächsten Jahres startet und optisch dicht an der Wörthersee-Studie bleibt. Zur Erinnerung: Sein Vorgänger hatte 270 PS. Zwischendurch gibt es 2013 noch andere Leckerbissen, im September zum Beispiel den rustikalen, höhergelegten Cross-Up, die modische Pseudo-Geländeversion des VW-Minis – nur mit Frontantrieb.

Und im Oktober die Straßenversion des wilden Polo R WRC, allerdings nicht mit dem 300 PS starken 1,6-Liter-Wettbewerbs-TSI, mit dem VW ab 2013 in der Rallye-WM tobt, sondern mit dem Zweiliter-Golf GTI-Motor    und schlanken 200 PS. Leider auch ohne Allradantrieb – Konzernbruder Audi zeigt mit dem auf 333 Exemplare limitierten 256-PS-A1 quattro, wie es reizvoller geht.

Der Nachfolger des Polo kommt erst Anfang 2016, dann à la Golf auf Basis des für mehr Geräumigkeit sorgenden neuen modularen Querbaukastens (MQB). Vorher dürfte schon das erste Polo-SUV erscheinen, ein rund 4,20 m langer Stadt-Land-Rustiko mit und ohne Allradantrieb, der dann gleich ruck, zuck gegen Opel Mokka, Ford EcoSport und Co. antritt. Unterhalb des Polo-SUV testet VW derzeit die Zukunftschancen eines zweitürigen Mini-SUV namens Taigun. Deutschland-Chancen? Mittelfristig 100 Prozent.

Zurück zu 2013, denn im November rollt noch das geliftete Sportcoupé Scirocco an, das eine Front im Stil des neuen VW-Designs erhält. Der eigentliche Scirocco-Nachfolger erscheint erst 2017. Viel früher, nämlich im Frühjahr 2014, sehen wir den neuen Passat, der zeitgleich als viertürige Limousine und als Kombi Passat Variant anrollt. Beide Modelle sollen bis zu 100 kg leichter sein als ihre Vorgänger, auch sie nutzen die MQB-Technik für quer eingebaute Motoren und bieten rund fünf Zentimeter mehr Radstand und mehr Ladevolumen. Erstmals gibt es den Mittelklässler auch als alltagstauglichen Plug-in-Benzinhybrid mit bis zu 50 km Elektro-Reichweite.

So eine Öko-Version soll es auch vom neuen Tiguan geben, der Anfang 2015 mit schärferer Linie offeriert wird. Und er kommt tatsächlich erstmals im Dreierpack. Zuerst der neue Fünfsitzer (MQB- Basis) mit schärferen Linien als bisher und dank gut vier Zentimeter mehr Radstand auch geräumiger. Hinzu gesellt sich eine 4,80 m lange XL-Version mit optional drei Sitzreihen und sieben Plätzen, die speziell auf dem US-Markt einschlagen, aber auch bei uns (Familien-)Fans finden soll. Und 2016 folgt die flachere CrossCoupé-Version des Tiguan für alle Möchtegernsportler – 4,36 m lang, nur 1,52 m hoch und im Outfit erfreulich dicht an der gezeigten Studie.
Text: Wolfgang Eschment, Stefan Miete
Computer-Design: Reichel CarDesign (30), Jean-François Hubert (8), De Lusi (2)

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