55 Jahre BMW Isetta Rundes Jubiläum

29.03.2010

Vor 55 Jahren rollte die BMW Isetta das erste Mal auf die Straßen. Der 2,28 Meter kurze Kleinwagen ermöglichte Tausenden Motorradfahrern den Aufstieg zum Auto

Die Isetta war für viele seiner Besitzer das erste mobile Dach über dem Kopf und erstes Urlaubsvehikel. Mit Zelt, Kocher und Freundin ging es an den nächsten Badesee oder manchmal sogar über die Alpen nach Italien.

Dort fuhr die BMW Isetta in ihrem Erscheinungsjahr mit weit größeren und stärkeren Autos um die Wette: 1955 startete eine ISO Isetta bei der Mille Miglia und erreichte den dritten Platz. Es dürfte das einzige Rallyeauto sein, bei dem der Ausstieg vorn liegt. Denn die Isetta hat eben keine normalen Türen wie das ebenfalls sehr winzige Goggomobil oder andere Kleinstwagen der Fünfziger.

Der Innenraum wird durch eine Fronttür betreten, zum leichteren Einstieg klappt das Lenkrad mit nach oben. Der winzige Schalthebel sitzt direkt am Radkasten, auf der durchgehenden Sitzbank finden zwei Personen Platz – ein Kind passt immer noch dazwischen. Gurte und Anschnallpflicht gab es eben noch nicht.

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Um das Differenzial an der angetriebenen Hinterachse zu sparen, stehen die Hinterräder sehr eng beisammen. Der Viertakt-Motorradmotor aus der BMW R 25 sitzt hinter einer Klappe auf der rechten Seite. Aus 245 Kubik holte der Einzylinder 12 PS, womit die Isetta 85 km/h erreicht. BMW schickte das Motocoupé mehrmals auf Langstrecken.

Die Journalisten Paul Schweder und Annemarie Botschen erreichten auf der 2497 Kilometer langen Strecke von Brindisi zum Skagerak eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60,1 km/h. Eine Fahrt über 16 Alpenpässe bezwang die Isetta mit einem Schnitt von 45 km/h.

Ab 1957 gab es neben der 250-Kubik-Isetta eine Version mit 300 Kubikzentimetern und 13 PS Leistung. Übrigens verbrauchte die Isetta 300 laut Datenblatt 3,9 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Insgesamt liefen 217.390 Isettas von den Bändern. 17.000 davon wurden von ISO gebaut.

Der italienische Kühlschrankhersteller hatte die Isetta erfunden, BMW änderte Karosserie und Scheinwerfer, baute einen eigenen Motor ein und produzierte die Knutschkugel in Lizenz.
Andreas Of

AUTO ZEITUNG

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