40 Jahre Opel GT Demokratie-Bewegung

29.03.2010

1968 wollen Studenten mehr Demokratie an Hochschulen. Opel demokratisiert im gleichen Jahr den Sportwagen: Der GT sieht aus wie eine kleine Corvette

Unter der Haube arbeiten brave Vierzylinder-Motoren aus dem Opel Rekord statt der Smallblock-V8 in dem amerikanischen Sportwagen. Die Karosserie ist aus Stahl statt Kunststoff und eine offene Version gibt es (noch) nicht.

Doch der GT lässt mit einem Basispreis von 10.767 Mark (GT 1100) und 11.877 Mark (GT 1900) den Traum vom eigenen Sportwagen bezahlbar erscheinen. Die Basisversion treibt ein 1,1-Liter-Vierzylinder mit 60 PS auf 155 km/h. Sportlich wird es erst mit dem 1,9-Liter-Vierzylinder aus dem Rekord. Dieser leistet 90 PS und ermöglicht 185 km/h Spitze sowie den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in 10,5 Sekunden. Das kommt dem Werbeslogan von damals - "Nur fliegen ist schöner" - schon erheblich näher. Der Satz wird zum geflügelten Wort und spätestens hier tritt ein, was sich Opel und der Mutterkonzern GM schon mit der Experimental-Studie von 1965 erhofft haben: Der biederen Marke ein sportlicheres Image zu verleihen und junge Käufer zu gewinnen.

Beinahe unverändert rollt der GT fünf Jahre vom Band in Bochum, 103.463 Exemplare insgesamt. Etwa 70 Prozent davon gehen in die Staaten. Als dort strengere Zulassungsvorschriften unter anderem andere Stoßfänger erfordern und der Karosseriebauer Brissoneau et Lotz die Lieferverträge kündigt, ist das Urteil über den kleinen Feger gesprochen und der GT wird eingestellt. Doch den Interessenten von bezahlbaren Sportcoupés bleibt Opel treu, schließlich ist seit 1970 der Manta A im Angebot. Doch das ist eine andere Geschichte.
Andreas Of

AUTO ZEITUNG

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